Das Raubtier hat hart trainiert: Mit der achten XJ-Generation will Jaguar deutlich sportlicher werden. Erster Testbericht Jaguar XJ 3.0 V6 Diesel.
Trittsicher: Die direkte Lenkung hilft beim schnellen Richtungswechsel, das ESP hält den XJ stabil.
Komfort: Der XJ fährt extrem leise. Aber: Der Federung fehlt Geschmeidigkeit, den Sitzen passende Führung. Wertung: 4 von 5 Sternen.
Antrieb: Der flüsterleise 275 PS starke V6-Dampfhammer ist allenfalls im Stand vorlaut. Zusammen mit dem fast perfekten Getriebe bildet der Biturbodiesel eine beeindruckend souveräne – und sparsame – Antriebseinheit. Wertung: 4,5 von 5 Sternen.
Fahrverhalten: Ganz schön zackig für ein Auto dieser Klasse. An die direkte und sehr leichtgängige Lenkung muss man sich erst gewöhnen. In engen Kehren rutscht die Katze über die Vorderpfoten – der schwere Diesel im Bug stört die Balance. Wertung: 4 von 5 Sternen.
Karosserie: Die flache Dachlinie und der Rahmen des Doppel-Glasdachs lassen den Passagieren kaum Luft über den Köpfen. Auch die Übersicht leidet – nach schräg hinten kann der Fahrer nur raten, ob etwas im Weg steht. Wertung: 3 von 5 Sternen.
Kosten: Für die 76.900 Euro ist der Jaguar nahezu vollständig ausgestattet, bietet inklusive E-Sitze und Lederpolsterung üppigen Luxus und ist außen wie innen fein verarbeitet. Der hohen Vollkaskoeinstufung (Typklasse 32) steht immerhin der vorbildlich niedrige Verbrauch von 7,5 Litern (Testwert) gegenüber. Wertung: 3,5 von 5 Sternen.
Holz, Klavierlack, Chrom und fein verarbeitetes Leder für edle Lounge-Atmosphäre. Das große Display in der Mittelkonsole für Navi und Co gibt es ab Werk.
Vornehme Spielerei: Der Wählknopf der Automatik ...
... fährt elektrisch hoch.
Hier sanft drücken, es klickt schön dezent – und zuverlässig verriegelt der XJ.
Die Anzeigen wie Tacho, Spritvorrat und Co werden vollständig simuliert, wechseln im Dynamik-Modus das Erscheinungsbild.
Das doppelte Glasdach (öffnet nur vorn) mit elektrisch betätigten Blenden kostet keinen Aufpreis.
Mächtige Maschine mit kleinem Durst: 600 Nm stehen 7,5 Liter Durchschnittsverbrauch gegenüber.
Große Fahrer leiden unter zu kurzen Sitzflächen und der geringen Kopffreiheit.
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