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Der Opel Karl im Ganz-Normale-Leute-Check

Der Opel Karl im Ganz-Normale-Leute-Check
Am 20. Juni 2015 kommt der Opel Karl in den Handel. Wir wollten jetzt schon wissen: Wie kommt der Neue bei den Leuten an? Gefällt das Design, innen und außen? Ist er bequem? Praktisch genug? Würden sie ihn kaufen? Redakteurin Maike Schade ging mit dem Karl auf Stimmenfang in der Hamburger Innenstadt.
Bild: Dennis Voth
Der Opel Karl im Ganz-Normale-Leute-Check
"Ich sitze optimal, muss ich gestehen", sagt Jürgen Bauer. Der 68-jährige Pensionär aus Frankfurt ist vom Karl beeindruckt. Vor allem von der Qualitätsanmutung ist er überrascht: "Es sieht gar nicht plastikmäßig aus?!" Außerdem gefallen ihm die ausreichend vielen Ablagemöglichkeiten, die Übersichtlichkeit und dass der Opel "nicht so technisch verrückt ist, da braucht man nicht erst das Bordbuch zu studieren".
Bild: Maike Schade
Der Opel Karl im Ganz-Normale-Leute-Check
"Soll das ein Kofferraum sein???" Nein, mit dem Kofferraum ist Jürgen Bauer nicht zufrieden – "da passt ja überhaupt nichts rein", meint er. Außerdem ist ihm die Ladekante zu hoch und zu breit, etwas Schweres möchte er da nicht hineinheben.
Bild: Maike Schade
Der Opel Karl im Ganz-Normale-Leute-Check
Die Karosserieform an sich findet Bauer gelungen. Nur eines stört ihn: "Die gefährdeten Bauteile sind Riesenblöcke. Wenn ein Scheinwerfer oder auch die Frontschürze ausgetauscht werden müssen, wird das teuer. Aber das ist leider heutzutage bei den meisten Autos so." Dennoch lautet sein Gesamturteil: "Gut, eine 2+. Würde ich kaufen."
Bild: Maike Schade
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"Ooooh, der ist schön. Total schön!" Cansu Tuna (links) und Gülbahar Göz, beide 21 Jahre alt und Azubinen aus Hamburg, sind vom Karl begeistert. "Der wäre was für mich", sagt Tuna. Besonders gut gefällt ihr die Alterslosigkeit des Designs: "Der ist nicht zu altbacken, aber auch nicht zu verspielt. Den kann ich genauso gut fahren wie eine 50-Jährige, und es sähe nicht doof aus." Das Gesicht des Karls finden sie "nett", aber zu wenig eigenständig.

Bild: Maike Schade
Der Opel Karl im Ganz-Normale-Leute-Check
Die Inneneinrichtung: ebenfalls "total schön". Das Platzangebot ist für die beiden jungen Frauen völlig in Ordnung, aber ob ein etwas beleibterer Mensch hier bequem sitzen kann, bezweifeln sie. Vor allem auf der Rückbank, so ihre Einschätzung, könnte es ziemlich eng werden.
Bild: Maike Schade
Der Opel Karl im Ganz-Normale-Leute-Check
"Die Farbe ist richtig schön", findet Cansu Tuna, "ein ganz, ganz tolles Rot. Obwohl ich Rot sonst nicht mag, aber das ist wirklich super." Im Gegensatz zum Namen des Autos. "Wie heißt der? Karl? Oh. Ähm. Das ist ein bisschen ... nein, echt nicht." Kaufen würden sie ihn trotzdem.
Bild: Maike Schade
Der Opel Karl im Ganz-Normale-Leute-Check
Auch für Christian Adameit (40, freiberuflicher Musiker) ist der Karl nichts. Zum einen, weil er für seine Familie mit zwei Kindern zu klein ist, zum anderen, weil ihm nur Autos gefallen, die mindestens 15 Jahre alt sind. "Ich kann mit dem Design moderner Autos einfach nichts anfangen. Das 124er T-Modell da (Mercedes E-Klasse T-Modell, fährt gerade vorbei, Anm. d. Red.), das ist zeitloses, schönes Design." Die Inneneinrichtung findet er aber "wirklich gut und wertig".
Bild: Maike Schade
Der Opel Karl im Ganz-Normale-Leute-Check
Nanu? "Doch, das geht!", wundert sich Michael Georgi. Der 1,82 Meter große Arzt aus Hamburg hat auf der Rückbank noch Luft über dem Scheitel, und die Knie passen auch hinein – obwohl der Fahrersitz noch auf seine Größe eingestellt ist. Überhaupt: "Vier Türen finde ich gut, das ist wirklich ein Wort bei dem Preis."
Bild: Maike Schade
Der Opel Karl im Ganz-Normale-Leute-Check
Der Kofferraum? Na ja. "Da passen ja gerade mal zwei Rucksäcke rein", glaubt Georgi. Er würde auf jeden Fall die aufpreispflichtige, geteilte Rückbank bestellen. Schade auch, dass die Fensterchen hinten so klein ausfallen, "aber das ist ja heute bei vielen Modellen so, sieht eben dynamischer aus". Er hätte aber lieber mehr Rundumsicht und wünscht sich eine Einparkhilfe. "Die braucht man hier ...
Bild: Maike Schade
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... sowieso. Das Problem: Das Auto hat vorne eine Abrisskante, man sieht nix! Ich kann es nicht überblicken, obwohl es so klein ist, und wahrscheinlich müsste meine Frau mich einwinken, weil ich das vordere Ende nicht sehe." Besagte Ehefrau hat auch etwas auszusetzen: den lackierten Einstiegsbereich. "Da müsste eine Abdeckung drüber, das ist sonst innerhalb kürzester Zeit verkratzt." Insgesamt aber: Klasse Auto zum kleinen Preis.
Bild: Maike Schade
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"Den gibt's für weniger als 10.000 Euro?" Jolanda Nöcker, Baujahr 1969 und selbstständig, ist beeindruckt. "Mit allem? Klimaanlage, Sitzheizung?" Leider nein, das kostet Aufpreis. Trotzdem findet die Hamburgerin den Karl "gut, das ist ein schönes, kleines Auto von guter Qualität". Für sie wäre er allerdings zu klein.

Bild: Maike Schade
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Opel? Die Marke sagt Ian Norman nichts. Der 38-Jährige lebt im US-Staat Alabama und ist zu Besuch in Hamburg. "In den USA sind die Autos größer ...", meint er. Bei der Sitzprobe ...
Bild: Maike Schade
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... ist er dann aber überrascht: Er sitzt gut! "Das ist ein schönes Auto mit viel Platz, und wenn man umklappt, ist auch der Kofferraum richtig groß." Nur die Beinfreiheit im Fond sagt ihm nicht zu, das sei zu wenig. Kaum glauben kann er, dass das Einstiegsmodell des Karl nur 9500 Euro kosten soll. "Wooow, wenn ich hier wohnen würde – für den Preis würde ich ihn kaufen, warum nicht?"
Bild: Maike Schade
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Dieser Meinung ist auch Kirsten D. aus Hamburg. Die 52-Jährige ist vom kleinen Opel sofort überzeugt: "Das ist ein schönes Zweitauto. Obwohl er so klein ist, ist er schön geräumig."
Bild: Maike Schade
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Besonders angetan ist die Pharmazeutisch-technische Assistentin vom Innenraum. "Der ist wunderbar schlicht, wirkt aber trotzdem mit seinen tollen Armaturen fast luxuriös." Auch von außen gefällt ihr der Karl, auch wenn er vorne "gerne etwas runder" sein könnte. Und der Name? "Sehr gut!"
Bild: Maike Schade