Autos mit hohem Wertverlust: für Erstbesitzer eine Katastrophe, für clevere Gebrauchtwagen-Käufer ein Segen. AUTO BILD zeigt die besten Käufe in allen Klassen.
Luxusklasse - VW Phaeton, 66,4 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Der Einstieg in die Luxusklasse ist schwierig, das spürt nach Audi nun VW. Phaeton-Erstbesitzer erleben beim Wiederverkauf ihren privaten schwarzen Freitag. An der Qualität des Ober-VW ...
... liegt es nicht, die kann mit der etablierten Konkurrenz mithalten. Probleme sind selten, nur vereinzelt spinnt die Elektronik. Und bei den Dieseln sind gelegentlich mal Turboladerschäden zu beklagen. Auch Probleme mit ...
... den Zahnriemen kommen vor. Störungsfrei: das Fahrwerk und die nahezu obligatorische Automatik. Kleiner Trost: Lexus und Mercedes verlieren in dieser Klasse auch weit über 50 Prozent in drei Jahren.
Luxusklasse - Jaguar XJ6, 56,2 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Der noble Brite hat seinen Wertverlust gebremst. Die Kunden haben erkannt, dass Qualität und Zuverlässigkeit zugelegt haben – das stärkt den Restwert.
Luxusklasse - Audi A8, 56,0 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Der Wertverfall des großen Audi verwundert, schließlich ist er in der Luxusgruppe längst etabliert. Technik und Zuverlässigkeit liegen voll im grünen Bereich.
Oberklasse - Citroën C6, 57,9 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Französische Oberklasse-Limousinen finden bei uns nur wenig Anklang – weshalb Importeur und Händler sie mit hohen Nachlässen in den Markt drücken. Die rächen sich beim Wiederverkauf, der Restwert ...
... ist niedrig. Das Auto kann eigentlich nichts dafür, im Kummerkasten ist der extravagante Franzose so selten wie auf der Straße. Die wenigen Schwächen liegen in den üblichen Bereichen nahezu aller modernen ...
... Common-Rail-Diesel: vereinzelt undichte Einspritzleitungen, ein paar spinnende Steuergeräte und ganz selten mal ein defekter Turbolader. Eher auf die Benziner beschränken sich defekte Generatoren und Anlasser, die Hydropneumatik ist unauffällig.
Oberklasse - Chrysler 300C, 56,7 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Die Preise fallen seit der Trennung von Daimler und Chrysler ins Bodenlose. Tipp: Die Talsohle kommt noch ...
Oberklasse - Volvo S80, 55,2 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Stufenheck-Volvo will fast keiner. Prima, denn das Wikinger-Schiff bietet gute Langzeit-Qualität, viel Platz und üppige Ausstattung.
Mittelklasse - Opel Vectra, 54,2 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Der Vectra-Restwert leidet unter zahllosen Leasing-Rückläufern. Zu Unrecht, denn der Opel bietet gute Zuverlässigkeit. Auch der Kummerkasten meldet keine besonderen Vorkommnisse. Da findet ...
... höchstens der TÜV was zum Meckern: Die Spurstangen der Lenkung schlagen mitunter schnell aus, Querlenkerbuchsen versagen, auch an der Hinterachse kommt es zu Verschleiß. Rost ist an der Karosserie unbekannt, nicht aber am Auspuff – er muss häufig ...
... schon vor der ersten Hauptuntersuchung nach drei Jahren erneuert werden. An der Verarbeitung ist wenig zu rütteln, speziell ab dem Facelift von Ende 2005. Auch das vormals etwas stuckerige Fahrwerk wurde sorgfältiger abgestimmt. Gut: 500 Liter Kofferraumvolumen.
Mittelklasse - Alfa 159, 50,9 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Nur knapp über 50 Prozent in drei Jahren – das wäre noch vor ein paar Jahren für einen Alfa unvorstellbar gewesen. Aber der 159 fällt noch, dafür sorgen viele Mängel und etliche Motorschäden an den Dieseln.
Mittelklasse - Skoda Octavia, 50,6 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Als Limousine ebenfalls ein Opfer der Flottenwirtschaft. Allerdings ist auch sein Einstandspreis günstig, sodass er unterm Strich gar nicht so viel Geld verbrennt. Mängel sind selten. Kombis kosten deutlich mehr.
Kompaktklasse - Citroën C4, 50,2 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Der C4 hat zwar ein eigenständiges Gesicht, war aber für viele Käufer eine Enttäuschung: Statt einer Citroën-typisch komfortablen Federung mussten sie ein knochiges Sportfahrwerk ertragen. Das erlaubte zwar ...
... Fahrdynamik auf dem hohen Niveau der Konkurrenz, nicht aber den erwarteten Federungskomfort. Zumal es innen auch am Platz haperte. Zumindest stimmt die Zuverlässigkeit, die bei Citroën schon lange besser ist als der Ruf der Marke. Aufpassen heißt es nur ...
... bei den Dieseln: Sie neigen zu Zylinderkopf- und Turboladerschäden. Außerdem wird auch bei ihnen gelegentlich die Einspritzanlage undicht. Außedem leiern die Traggelenke und Spurstangen schnell aus.
Kompaktklasse - Opel Astra, 48,3 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Sein Wert leidet unter Flotten-Rückläufern und den kräftigen Design-Schwankungen bei jedem Modellwechsel, aber kaum an mangelhafter Qualität. Nur die 1,9-Liter-Diesel (von Fiat) machen öfter Ärger.
Kompaktklasse - Ford Focus, 47,0 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Für ihn gilt das Gleiche wie für den Astra, nur dass seine Diesel Eigengewächse sind. Trotzdem platzen öfter mal Kopfdichtungen und Turbolader, auch die Einspritzanlagen machen gelegentlich schlapp.
Kleinwagen - Seat Ibiza, 49,8 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Das sollte Käufer hellhörig machen: Hier gibt es moderne VW-Technik zum Spartarif! Die Bandbreite reicht vom 1,2-Liter-Dreizylinder mit 60 PS bis zu 180 PS aus dem 1,8-Liter-Turbo, dazwischen ...
... die attraktiven TDI-Modelle. Deren Probleme: Zahnriemenschäden (Foto), Ölverlust und immer wieder Turbodefekte – häufig aufgrund von Chiptuning. Der TÜV dagegen bemängelt oft die Bremsschläuche und -leitungen, außerdem ...
... die gesamte Beleuchtung. Übrigens: Der Kleinwagen mit dem geringsten Wertverlust bedient sich aus dem gleichen Technikbaukasten wie der Ibiza – der Skoda Fabia (42,7 Prozent Verlust). Ist das nicht paradox?
Kleinwagen - Fiat Punto, 49,7 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Der kleine Italiener lässt vor allem Qualität vermissen, Verarbeitung und Zuverlässigkeit liegen unterm Durchschnitt. Das drückt den Preis.
Kleinwagen - Renault Clio, 47,3 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Beim TÜV gehört er zu den Mängelriesen, seine Zuverlässigkeit ist so la la. Immerhin bietet der kompakte Gallier ansprechenden Komfort.
Vans - Renault Grand Espace, 49,0 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Dass der Grand Espace hier auftaucht, ist kein Wunder. Verderben doch viele Qualitätsmängel die Freude an dem geräumigen Van. Die Vorderachse leidet unter häufig ...
... ausgeschlagenen Querlenkern, die Hinterachse hat ebenfalls Probleme mit ihrer Lagerung, und dann kommt es noch viel zu oft zu ausgeleierten Lenkgestängen. Außerdem ist die Beleuchtung eine Katastrophe, die Handbremse zieht oft einseitig, die Bremsscheiben ...
... sind riefig oder verrostet, und auch am Auspuff nagt der Zahn der Zeit im schnellen Vorlauf. Damit nicht genug, im AUTO BILD-Kummerkasten stapeln sich Zuschriften wegen defekter Getriebe, Kupplungen, geplatzter Turbolader und Elektronik-Störungen.
Vans - Seat Alhambra, 48,6 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Der Alhambra verliert viel Wert, der technisch absolut identische VW Sharan sehr wenig. Warum also nicht den Seat kaufen?
Vans - Kia Carnival, 47 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Mit seinen zahllosen Mängeln müsste dieser Korea-Van ganz oben auf dem Wertverlust-Treppchen stehen. Das verhindert nur sein niedriger Neupreis.
SUV - Nissan X-Trail, 44 Prozent in drei Jahren: Wenn der Nissan X-Trail in drei Jahren 44 Prozent verliert, ist das für ein SUV viel, absolut betrachtet aber noch sehr wenig. Zumal der X-Trail zu den recht zuverlässigen Kandidaten zählt. Nur seine Dieselmotoren ...
... sind kleine Sensibelchen, Turbolader und Zylinderkopfdichtung stehen auf der Pannenliste, gelegentlich auch mal eine undichte Einspritzleitung oder eine verschlissene Kupplung.
SUV - Toyota RAV4, 42 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Der Durchschnitt für SUV beträgt 38 Prozent, da liegt der preiswerte RAV4 mit 42 Prozent trotz sehr guter Zuverlässigkeit leicht daneben.
SUV - VW Touareg, 41,6 Prozent Wertverlust in drei Jahren: Sein frisches Facelift drückt die Preise des Vorgängers, aber in der Summe betrachtet ist der Gelände-VW immer noch ein teures Abenteuer.
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