Fast unsichtbar, extrem gepanzert und schwer bewaffnet – so sieht die Zukunft der Panzer aus, mit denen sich die USA, Russland China für künftige Krisen rüsten. Das Reich der Mitte – das Land mit dem weltweit zweitgrößten Militärhaushalt – hat seine Ausgaben um 7,8 Prozent auf geschätzte 166 Milliarden Dollar gesteigert. Da verwundert es nicht, ...
... wenn das Gerücht umgeht, die Chinesen entwickeln einen neuen Panzer. "Erlkönig-Bilder" untermauern den Verdacht, dass die asiatische Panzer-Zukunft vor allem ...
... leichtgewichtiger wird und sich am modernen westlichen Design orientiert. Im Vergleich zum Neuen, wirkt der ...
... aktuelle Type 99 (Bild) klobig und veraltet. Er basiert auf dem russischen T-72, der mittlerweile zum alten Eisen gehört.
Chinas Zukünftiger hat zwar noch keinen Namen, befindet sich laut Insidern allerdings im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium.
Die Amis wollen einen neuen Panzer für die Infanterie, mit genug Platz für neun Soldaten und die dreiköpfige Besatzung.
Damit soll die Lücke zwischen Schützenpanzer Bradley und ...
... Kampfpanzer Abrams geschlossen werden.
Mit 64 bis 88 Tonnen wird der Infanterie-Panzer der Zukunft der schwerste seiner Art in den USA. Einmal fertiggestellt, wäre er doppelt so schwer wie der Bradley und hätte die Ausmaße eines Abrams.
Zugleich will man eine Plattform für Sanitäts-, Transport- und Spähpanzer entwickeln – ein Basis-Panzer für alles quasi. Letztendlich ist das nichts anderes als der
Modulare Querbaukasten (MQB) von VW, der unter dem neuen
Golf,
Skoda Rapid oder auch
Audi A3 steckt.
Optisch orientiert sich das neue Modell am Vorgänger, technisch soll aber alles neu werden.
So arbeitet man beispielsweise an einem Hybrid-Antrieb und verspricht sich viele Vorteile gegenüber den konventionellen Antrieben bei Panzern. So soll mit einem Hybrid-Antrieb die Drehzahl schneller erhöht werden, womit der Panzer reaktionsfähiger wird.
Zudem steckt jede Menge neue Computer-Hightech an Bord. Die Soldaten sind so über das Fahrzeug im ständigen Datenaustausch mit der Kommandozentrale.
Je nach Einsatzszenario kann die Basisplattform mit verschiedenen Waffen und Panzerungen versehen werden. Wie das funktioniert, zeigt Hersteller BAE bereits mit ...
... dem schwedischen Panzer CV-90. Der recht flache Panzer ist absolut flexibel, kann sogar die Kanone eines Schützenpanzers aufnehmen. Daneben ist die modernste Variante als Truppentransporter, Sanitätsfahrzeug oder auch Mörserträger einsetzbar.
Der Schwedenpanzer zeigt bereits jetzt einen weiteren spannenden Trend von BAE: Mit speziellen Platten auf dem Panzer, wird das Ketten-Fahrzeug "unsichtbar" für Nachtsichtgeräte.
Das sogenannte Adaptive-System wird an die Außenhaut des Panzers angebracht. Im ...
... Gelände erscheint es bei Tag nicht als die beste Tarnung. Doch ...
... in der Dunkelheit wird einem Nachtsichtgerät die Silhouette ...
... eines Autos oder eines anderen x-beliebiegen Fahrzeugs oder Gegenstandes vorgetäuscht.
Neben dem CV-90 dienen der israelische Namer und der deutsche
Puma als Vorbild für den künftigen US-Panzer.
In Russland plant man für 2013 eine ganz und gar neue Panzer-Generation. Das gilt sowohl für Schützenpanzer als auch für die großen
Kampfpanzer.
Allerdings wollte man dort den T-90 (Bild) schon Anfang der Neunziger als Neuheit vermarkten – streng genommen, handelte es sich dabei aber um eine Modernisierung des Vorgängers T-72.
Bekannt ist bereits, dass eine einheitliche Plattform für alle möglichen Panzertypen entwickelt wird. Zudem hat der Hersteller Uralwagonsawod kürzlich ein erstes Modell des zukünftigen Schwergewichts gezeigt. Davon lässt sich bereits einiges ableiten. Am ...
... Modell sind im Detail die Winkelspiegel (blau, gelb) erkennbar. Demnach sitzen Kommandant, Fahrer und Richtschütze unter dem Turm. Zukünftig werden die Soldaten also nicht mehr aus den Luken heraus operieren, sondern alles aus dem sicheren Panzerinneren regeln.
Außerdem wird angenommen, dass die Russen die Feuerkraft ihrer Panzer erheblich erhöhen.
Auch bei der französischen Rüstungsindustrie spielt Zukunftsmusik. Die Crab ist das modernste Konzept für Militärfahrzeuge aus Frankreich und wurde erstmals zum Sommer 2012 präsentiert.
Crab ist eine Abkürzung und steht für Combat Reconnaissance Armored Buggy, also gepanzerter Aufklärungs-Buggy.
Das Fahrzeug wird dem Naturell der Krabbe gerecht. Laut Hersteller Panhard kann der 4x4-Panzerwagen die Hinterräder verstellen und sich dann seitlich bewegen.
Mit drei Mann Besatzung, 35 PS pro Tonne und über 110 km/h soll die Crab in den Einsatz krabbeln.
Die Ladeluke am Heck blieb während der Weltpremiere geschlossen. Ob es sich um einen Notausstieg handelt oder dahinter etwas anderes versteckt ist, bleibt ungeklärt.
LED-Tagfahrlicht wie wir es von modernen Autos kennen. Viel interessanter dürften die kleinen Leuchten links sein: Vermutlich handelt es sich um spezielle Lampen mit kurzer Reichweite für die Nacht, um sich unbemerkt anzuschleichen.
Unter dem Krabben-Panzer haben drei Soldaten Platz. Vorne sitzt der Fahrer. Neben ihm diverse Bildschirme und Steuerknüppel für Beobachtungs-Missionen.
Hinten fahren zwei weitere Soldaten mit. Von Schalensitzen aus bedienen sie die Überwachungs-Instrumente und die Waffe auf dem Dach.
Einmal am Bestimmungsort angekommen, lautet der Krabben-Auftrag: Fühler ausstrecken, aufklären, rumschnüffeln, beobachten und spionieren.
Um dabei nicht erwischt zu werden, ist die Silhouette mit 1,80 Meter für derartige Panzerfahrzeuge niedrig.
Wird es dennoch brenzlig, weiß sich der Buggy mit Raketen und einem ferngesteuerten Geschütz zu wehren.
Dabei reicht die Feuerkraft aber längst nicht an die der Sphinx heran. Das ist die Monster-Schwester der Crab und ebenfalls eine Studie aus dem Hause Panhard.
Der 16-Tonnen-Radpanzer ist als Jäger für schnelle Eingriffe in Krisengebieten konstruiert.
Er verfügt deshalb über eine starke Panzerung und ...
... einen überdimensionalen Geschützturm. Die absurd große Kanone stammt von Lockheed Martin UK, Kooperationspartner von Panhard.
Das Transportflugzeug A400M soll neben der Crab auch die Sphinx befördern können.
Auf den ersten Blick gar nicht zu sehen: Hinter einer dicken Panzer-Jalousie sitzt der Fahrer tief im Inneren des Radpanzers.
Ohne Turm: Der Haupt-Körper des Fahrzeugs, die Panzerwanne, ist zwischen den acht Reifen eingepfercht. Der Radpanzer ist ein Meter kürzer und niedriger als andere Artgenossen, das soll das Risiko senken, entdeckt oder getroffen zu werden.
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