Der Unterschied zwischen einem ernst zu nehmenden Nachbau eines sauteuren Supersportwagens und einer waschechten
Tuning-Sünde ist oft mehr als gering. Beispiele gefällig? Bitteschön: Für diesen Bugatti Veyron-Verschnitt könnte ...
... ein betagter Honda Civic zerhackt worden sein. Der kompakte Japaner würde sich nicht zum ersten Mal mit fremden Federn schmücken. Unser Appell: Bitte nicht nachmachen!
So lange wie der Hype um die Achtziger-Ikone
Ferrari F40 anhält, so lange wird auch der Pontiac Fiero ...
... am Leben erhalten. Der amerikanische Kompaktsportler steht nämlich Pate für die meisten F40-Nachbauten. Zugegeben, die Optik ist nicht mal schlecht getroffen. Wenn da ...
... nur nicht dieses fiese Leistungsdefizit wäre: 141 bescheidene PS sorgen nicht gerade für den emotionalen Overkill. Ein echter F40 bringt mit 479 PS mehr als das Dreifache an den Start. Die Möblierung des Cockpits lässt übrigens auch zu wünschen übrig.
Nachbauten (Repliken), bei denen das Ergebnis Ähnlichkeit mít der Superflunder Lamborghini Reventon haben soll, haben zur Zeit Hochkonjunktur. Die Trefferquote liegt aber jenseits von Gut und Böse. Die Reventon-Optik wesentlich besser ...
... getroffen hat der junge Ukrainer Alexander Stupkin aus Odessa. Unter dem mit der Handkante "gebogenen" Karosse ...
... lauert die Technik eines zehn Jahre alten
Mitsubishi Eclipse. Der Sechszylinder unter der Haube lässt immerhin Tempo 240 zu und beschleunigt die Lambo-Kopie in etwas über sieben Sekunden auf 100 km/h.
Ganz schön abgefahren: Dieser Versuch, einen italienischen Supersportler zu kopieren, ging schlicht und einfach in die Hose. Womöglich liegt der Fehlschlag ...
... an der nicht gerade inspirierenden Basis: dem
Chevrolet Aveo. Woran denken Sie ...
... bei folgender technischer Leckerei: Fünf-Liter-Hubraum, Zehnzylinder, 520 PS und Allradantrieb?
Lamborghini Gallardo – absolut richtig. Den 300-km/h-Renner von John Haugh müssen Sie sich allerdings etwas anders vorstellen: Der US-Amerikaner stülpte in aufwendiger Bastelarbeit einen Mustang über einen Gallardo.
Einer der Urväter des aktuellen Lamborghini Aventador ist der Diablo. Damals wie heute können sich nur die Wenigsten diese Flunder leisten. Was liegt auf der Hand? Richtig, ein Nachbau. Basis für den "Artero" ist ein Pontiac Fiero von 1986.
Klotzig: Mit dem feinen Cockpit des Diablo hat dieser Plastikvorbau nichts gemeinsam. Als Antrieb ...
... steht der GM-Werks-V6 mit nicht ganz 150 PS parat.
Hat sich hier ein echter Ferrari 355 unter die ganzen Repliken gemogelt? Ähm, ...
... nein. Im Profil legt der Pseudo-Ferrari die Tatsachen auf den Tisch: Unter der Verkleidung versteckt sich ein
Toyota MR2 von 1992. Im Oktober 2012 wurde die Kopie im Internet zum Kauf angeboten. Onne Erfolg.
Aus einem ausrangierten
VW Santana dengelte der 28-jährige Chinese Wang Jian den Klon eines Lamborghini Reventon. Von fehlenden Scheiben und ordentlich Patina sollte sich der Betrachter auf keinen Fall beeindrucken lassen, ...
... denn laut Lokalpresse fährt das rund 7500 Euro teure Auto sowieso kaum schneller als ein Moped. Auf die Auspuffbleden ist Wang Jian besonders stolz. Die hat er nagelneu aus dem Internet bestellt.
Noch eine ganze Ecke "detailgetreuer" ist der Lamboghini-Nachbau eines chinesischen Frisörs aus der Provinz Yunnan. Basis für das rostfarbene Blechmonstrum ist ein Nissan Cefiro aus den späten 80er-Jahren.
Laut Besitzer brauchten die drei engagierten Schweißer gerade mal zwölf Tage für die Herstellung der Karosserie. Bemerkenswert: Der Do-it-youself-Lambo kostete immerhin 10.000 Euro.
In schweren Zeiten müssen auch Superhelden kleinere Brötchen backen: Batmobil-Nachbau, der arg nach Ford Orion aussieht.
Nur knapp daneben, aber eben auch vorbei:
Lamborghini Aventador mit einem Holden Monaro als Unterbau. Nicht schlecht: Im Heck bollert immerhin ein fast sechsliter großer V8 mit über 400 PS.
Selbst bei Blech-Ikonen wie dem Porsche Carrera GT zeigt die Nachbau-Mafia keine Skrupel. Geopfert wurde dafür ...
... ein Porsche Boxter, der kleine Bruder des Carrera GT.
Auf Basis des Carrera GT zimmert Porsche-Spezi Gemballa den Mirage GT. Die über 600 PS starke Tuningverson. Der gelben Möhre hier liegt aber ebenfalls ein Porsche Boxter zugrunde.
In ganz seltenen Fällen gebürt dem fleißigen Schweißer aber ein lupenreines Lob. Mustergültig ist hier eine Idee aus Singapur: Ein
Mazda RX-8 ...
... mit Wankelmotor macht dank Fiberglas und Carbon auf
Lamborghini Reventon. (Fotos: Nicholas TJ. R Photography)
Ja, es ist schon so, wie Sie es auf dem Foto sehen können: Das hier soll ein Audi R8 sein. Der Erfinder stellt für jede weitere Kopie 50.000 US-Dollar in Rechnung. Dazu kommen ...
... rund 1500 US-Dollar für das Basis-Auto. Schon darauf gekommen? Wir verraten es Ihnen: ein
Ford Cougar ist hier der Chassis-Spender.
Von der Superflunder
Mercedes-Benz CLK GTR existieren exakt 25 Fahrzeuge für die Straße, und alle sind in festen Händen. Die Replik auf unserem Foto stammt aus Polen.
Was denn nun: Audi TT, Audi R8, oder doch Nissan 370Z?
Front und Heck stammen hier vom Wolga GAZ 21, einer beliebten russischen Limousine. Den Rest steuert der Edelschlitten
Jaguar XJ40 bei.
Schnittig: Der seltene Porsche 996 GT1 Evo kostete Ende der 90er-Jahre 1,5 Millionen D-Mark und war 325 km/h schnell. Selbst Schwerreiche ...
... mussten hoffen, so ein Exemplar abgreifen zu können. Wer kein Glück hatte, durfte sich mit einem Nachbau zufrieden geben.
Nissan GT-R-Kopie: Hinter der Front lugt der Infiniti G35 hervor.
Was von vorne wie ein Pontiac Firebird aussieht, ...
... ist tatsächlich ein Nissan 240 Coupé.
Wir dürfen vorstellen: der neue
Audi A9. Überladen? Nö, einfach mal anders.
Witzig:
Porsche 959-Kopie auf VW Käfer-Basis.
Der Schein trügt: Was von hinten wie die einigermaßen gelungene Interpretation des Ferrari F430 daherkommt, ...
... gibt sich im Profil als Ausgeburt des schlechten Geschmacks zu erkennen. Die Dachline lässt auf das
Peugeot 406 Coupé als Basis schließen.
Die Yountimer-Preise der Rallye-Legende
Lancia Delta HF Integrale ziehen an. Da liegt ein Nachbau auf Yugo-Basis quasi auf der Hand, oder?
Exotisch: Der hierzulande eher unbekannte Lexus SC400 tarnt sich als Edel-Brite vom Schlage eines Aston Martin.
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