27 Männer gründeten 2002 in München den Motorboys e.V. – heute gehören dem Club für schwule Autofans 250 Mitglieder an. AUTO BILD bat die Motorboys um eine Liste ihrer liebsten Neuwagen.
Das sind die Kandidaten im Kampf um den heißesten Auto-Typen: Porsche Cayman S, BMW 320i Cabrio, Peugeot 407 Coupé, Citroën C6 und Fiat 500 (von links). Mittendrin ...
... fünf Motorboys. Nach einem Tag auf der Teststrecke steht der Sieger ...
... zweifelsfrei fest: Es ist der Fiat 500. "Auf der Teststrecke hat der Wagen überzeugt, ...
... er liegt stabil auf dem Asphalt. Und der Anschluss ...
... für meinen iPod ist auch Spitze", meint Sebastian. Und der Flirtfaktor des kleinen Italieners? "Mit der Knutschkugel kriegt man jeden Mann rum."
Auch die schönsten Rosen haben Dornen: "Die Mittelkonsole ist meinem rechten Bein ständig im Weg, dagegen ist mein Trabi von 1989 bequem wie ein weiches Sofa", meint Sebastian. Den Sieg des Fiat 500 gefährdet das aber ebenso wenig, ...
... wie die eindeutig zu schmal gearatene Hutablage.
Das passt: Vor Szenelokalen wie dem Münchner "Hey Luigi" kann sich der von AUTO BILD "Luigi" getaufte Fiat sehen lassen.
Der zweite Platz der schwulen Kaufberatung geht nach Frankreich. "Endlich! Nach dem CX wieder ein Citroën der aussieht und sich anfühlt wie ein Citroën. Der C6 ist ...
... eine Luxuslimousine, die nicht protzig, sondern edel und schick rüberkommt. Die Form ist futuristisch und hebt sich von der Masse ab", meint Motorboy Aschwin Beukert.
Darauf können sich fast alle einigen: Schon immer waren große Citroën bei Schwulen sehr beliebt. Der C6 ist es auch – weil er so anders ist.
Lounge-Athmosphäre auf Knopfdruck: Die Rückbank ...
... lässt sich blitzschnell in eine Liege- oder Spielwiese verwandeln. Das Platzangebot ist enorm.
Eine Rose überm Doppelwinkel und ein Vorschlag von Aschwin Beukert für ein weiteres Modell: "Den C6 würde ich mir sofort kaufen. Am besten wäre es, wenn Citroën ihn auch auch als viersitziges Cabrio bauen würde."
Der nächste Franzose folgt auf dem dritten Platz: "Was für ein kerniger Sound! Ich hätte nicht gedacht, ...
... dass der 407 so gut klingt", sagt Thomas Rosenthal über das schicke Coupé. "Faszinierend auch die vielen Funktionen: Man findet immer wieder was Neues. Das macht Spaß."
Im Johmann's ist immer ein Plätzchen für Schwule frei – und ein halbes Parkplätzchen für das 407 Coupé.
Thomas packt ein: "Schwulen dürfte das sportliche Design und das Platzangebot gefallen: nicht zu wenig aber auch nicht zu viel. Allerdings ...
... stoßen sich sogar mittelgroße Passagiere auf der Rückbank leicht den Kopf." Trotzdem hat der 27-jährige Rettungssanitäter ...
... eine Blume für den Löwen übrig: "Den 407 würde ich sofort kaufen."
Autovermieter Wolfgang Feichtinger über den viertplatzierten Cayman S: "Der Spaßfaktor ist enorm. Auf der Rennstrecke ...
... kommt das Heck sehr gut rum, im Tunnel röhrt der Sechszylinder wie ein wilder Löwe. Schade, ...
... dass er nicht zugänglich ist. So ein Triebwerk will man doch sehen!"
Gut unterwegs: Im Münchner Glockennachviertel kann sich Wolfgang mit dem "Gayman" sehen lassen – so nennen Schwule den kleinen Porsche.
Griffbereite Sicherheit: Das Fach hinter den Sitzen eignet sich prima als Kondomversteck – natürlich auch für Hetero-Piloten.
Beim Flirtfaktor des Cayman ist sich Wolfgang Feichtinger unsicher: "Einigen Männern ist er zu protzig, andere fahren voll drauf ab. Eher ein Auto für Yuppies würde ich sagen."
Kfz-Mechaniker erklärt den letzten Platz für das BMW 320i Cabrio: "Mein erster BMW, der so gar keine Freude am Fahren vermittelt. Viele Schwule lieben es extravagant, ...
... dieser BMW ist aber ohne Ende langweilig. Außerdem ist es ...
... kaum möglich, die Rücksitze ohne Blessuren zu erreichen. Wegen des Blechdachs ...
... schrumpft der Kofferraum auf Aktentaschenformat, sobald das Verdeck geöffnet ist. Dafür ist im Cockpit alles am richtigen Platz. Man findet sich schnell zurecht."
Oben ohne ist nur der BMW: Aschwin Beukert liebt Hüte. Der bekannteste Münchner Hutladen gehört Astrid Triska. Viele Schwule kaufen hier ein.
Vielleicht wäre eine Nelke besser: Das BMW-Cabrio schneidet schlecht ab – es ist für die teils schrille Szene zu langweilig.
Das Fazit von AUTO BILD-Reporter Claudius Maintz: "Damit eins klar ist: Blech kann nicht homo sein, es gibt keine schwulen Autos. Aber: Unter Schwulen entsteht eine Avantgarde, die früher oder später auch die Heteros begeistert."
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.