29.12.2009
Die Sportwagen des Jahres 2009
Die Abteilung Attacke präsentierte sich auch 2009 mit gestähltem Body und deftigen PS-Zahlen. Während aber früher ausschließlich mit Sprit gedopt wurde, holen saubere Athleten immer mehr auf.
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Arriba! Arriba! Andale! Temperamentvoller Galopp ins Auto-Jahr 2009. Ford verleiht dem Mustang zu Jahresbeginn mehr Taille und eine stürmischere Front. Dazu kommt ein 540 PS starker Achtzylinder der den kultigen Asphalt-Wrestler noch bissiger macht.
Der Shelby GT500 läutet schon im Januar eine spannende Sportwagen-Offensive ein. Denn während sich der Ami noch ordentlich an fossilen Resourcen labt, basteln andere bereits an Sportlern mit grünem Gewissen.
Ungeachtet dessen verliert der Mustang freilich nicht an Reiz. Der Poser fühlt sich nämlich nicht nur auf dem Boulevard wohl, sondern lässt sich auch behende über eine Rennstrecke reiten.
Zumindest zeitlich dem Mustang dicht auf den Fersen: der Dodge Circuit EV. Mit 272 PS peitscht der Elektro-Sportler ins Lager von Tesla und Co. Die Lithium-Ionen-Akkus im Heck liefern die Leistung an die Hinterräder, die dem Circuit zu rund 200 km/h Spitze verhelfen.
In weniger als fünf Sekunden soll er die 100-km/h-Marke knacken und voll aufgeladen immerhin bis zu 322 Kilometer weit kommen.
Bluesport nennt VW den Knaller auf der Detroit Auto Show Anfang 2009. Klassische Proportionen rücken den Mittelmotorsportwagen neben Vorbilder wie dem Porsche Boxster und Toyota MR.
Bereits im Juni 2009 steht der Bluesport zur Testfahrt bereit. Unter dem hübschen Blechkleid werkelt ein 2,0-Liter-Diesel mit 180 PS. Die Studie wurde zwar auf Tempo 96 gedrosselt, man traut ihm aber die versprochenen Fahrleistungen ohne zu zögern zu (0 auf 100 km/h in 6,6 Sekunden, 226 km/h Spitze).
Mit grünem Licht von offizieller Seite könnte der Bluesport 2012 Premiere feiern. Preislich müsste sich VW dann am erfolgreichen Mazda MX-5 orientieren.
Stürmischer Einstand für das Frühjahr 2009. Porsche verbreitet Anfang Februar die Kunde vom neuen 911 GT3. Im März steht der Bolide dann in Genf. 435 PS stark und fast 117.000 Euro teuer ist der GT3. Ein Extrem in jeder Hinsicht.
Mit der Leistung wuchs auch die Performance des Super-911er: bessere Bremsen, besseres Fahrwerk.
435 PS kitzelt Porsche aus dem Sechszylinder-Saugmotor, ein Plus von 20 PS gegenüber dem Vorgängermodell. Der Hubraum wuchs um 200 Kubikzentimeter auf 3,8 Liter.
Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h absolviert der GT3 raketengleich in 4,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 312 km/h.
"Reiskocher reloaded" lautet beim neuen Nissan 370 das Motto. Der Nippon-Porsche kostet mindestens 38.690 Euro – für 331 PS ein wirklich heißer Preis für einen heißen Feger.
Vor 40 Jahren kam der erste Nissan Z. Der neue 370Z gratuliert mit mehr Schärfe und Direktheit. So macht Nissan einen weiteren großen Schritt in Richtung Porsche Cayman.
Der 350Z war schon keine Eintagsfliege – der Nachfolger fährt sich so scharf, wie die Boomerang-Leuchten aussehen.
Bezahlbarer Kompakt-Sportler der 250-PS-Kategorie. Renault schiebt 2009 den Mégane RS auf die Strecke. Zum echten Kampfpreis von 26.650 Euro.
Auf Basis des aktuellen Mégane Coupé bauen die Franzosen ein Sportgerät allererster Güte. Frontschürze mit Formel-1-Spoiler-Optik, LED-Tagfahrlicht, Bremsen im Porsche-Format.
Sportlicher Dauerbrenner fürs Volk: VW mischt die Kompaktklasse mit dem GTI der sechsten Generation auf. Ein ernstzunehmender Renner mit 210 PS und in unter sieben Sekunden auf Tempo 100.
240 km/h Spitze sind fünf km/h mehr als bisher und 58 mehr als als beim ersten GTI. Der Motor ist laut VW nicht einfach eine leistungsgesteigerte Variante des Vorgängers, sondern eine Neuentwicklung und erfüllt die Euro 5-Norm
Noch viel schärfer: Golf R, der stärkste Serien-Golf aller Zeiten. 270 PS unter der Haube und 5,7 Sekunden bis 100 km/h. VW kratzt mit dem Kompakten an der Schwelle zu waschechten Sportwagen.
8,5 Liter Durchschnittsverbrauch gibt VW für den Top-Golf an. Das sind dank TSI-Technik 2,2 Liter oder 21 Prozent weniger als im abgelösten Golf R32.
Elektronisch abgeregelt ist der R 250 km/h schnell. Die ersten Exemplare werden frühestens 2010 ausgeliefert.
Mit dem Audi R8 V10 bekommen Lamborghini Gallardo, Porsche 911 und Mercedes SL einen Gegner, der vieles noch besser kann. Bei der ersten Ausfahrt gibt sich das Audi-Allroundtalent kaum eine Blöße.
Statt des 420 PS starken 4,2-Liter-V8 entfacht im R8 V10 ein 5,2-Liter-Zehnzylinder mit 525 PS noch mehr Feuer zwischen Fahrgastzelle und Hinterachse
Gleichzeitig klettert der rote Bereich von 8000 auf 8700 Touren, das maximale Drehmoment von 430 auf 530 Newtonmeter. Der Höchstwert liegt erst bei 6500/min an.
Ein kommender Klassiker verabschiedet sich mit einer limitierten Auflage. Honda überrascht in Genf mit dem S2000 Ultimate Edition. Mit dem S2000 stirbt das letzte Cabrio der Japaner, bisher ist noch kein Nachfolger geplant.
In zehn Jahren verkaufte Honda rund 110.000 Roadster, davon knapp 20.000 in Europa
Der 2,0-Liter-Sauger mit 240 PS ist mit seinem Hochdrehzahlkonzept bis 9000 Touren in die Jahre gekommen und schafft die künftigen europäischen Abgasgrenzwerte (leider) nicht mehr. Tschüss, S2000.
Was früher ein DeTomaso, Cizetta oder Vector war, kommt 2009 von der Sportwagen-Schmiede Pagani. Der Zonda R wird von einem Sechsliter-V12 aus dem Hause AMG befeuert, der den 1.460.000 Euro teuren Supersportler mit 750 PS versorgt. In 2,7 Sekunden ist Tempo 100 erreicht!
Es war sein Jahr. Es ist definitiv seine Zeit. Der Porsche Panamera spaltet die Sportwagen-Fangemeinde wie kein anderes Auto. Porsche und eine Limousine – wie soll das gehen? Es geht, wie der 500 PS starke Panamera Turbo nicht nur einmal unter Beweis stellt.
Auf dem Beifahrersitz fühlt und hört sich der Panamera an wie ein reinrassiger Sportwagen. Na dann, bitte Platz nehmen.
Jetzt einsteigen, heißt es auch im neuen Audi TT RS. Ingolstadt erinnert sich an die Zeit des Ur-Quattro und beschenkt sich zum 100. Geburtstag mit einem aufgeladenen Fünfzylinder. Der läuft ganz wie damals zu echten Höchstleistungen auf.
Mit 340 Turbo-PS aus 2,5 Litern Hubraum sprintet der RS in 4,6 Sekunden auf Tempo 100. Den sportlichsten der TT-Baureihe gibt es als Cabrio und Coupé.
Der spektakulär potente Ballermann peitscht giftig hoch, zieht rücksichtslos durch und mischt unter seinen kehligen Motorsound (klasse, wie früher) noch ein rassiges Sprotzeln beim Gaswegnehmen.
Eine abgedrehte Studie aus dem Hause Rinspeed: iChange heißt der Wagen, den Frank Rinderknecht auf dem Genfer Salon 2009 der staunenden Öffentlichkeit vorstellt.
Die "stromlinienförmige Regentropfen-Form" des iChange kann je nach Bedarf per Knopfdruck von einem bis auf drei Sitze konfiguriert werden. Außerdem ist der Elektro-Renner gute 220 Sachen schnell.
Ein Kleinwagen mit 240 PS: Alfa Romeo lässt bei der Studie MiTo GTA Concept die Muskeln spielen. 240 PS sind ein Wort. Dagegen sehen auch Mini-Knaller wie Twingo RS, Mini JCW oder Fiat 500 Abarth alt aus.
Unterm Blech steckt ein neu entwickelter 1,75-Liter-Turbobenziner, der auch in anderen Alfa-Modellen zum Einsatz kommt.
Z-one (sprich Zee-One) heißt dieses Konzept eines Supersportwagens der südafrikanischen Perana-Gruppe. Gezeichnet wurde der Sportwagen vom Mailänder Designbüro Zagato. Bislang ist die Rede von einer limitierten Serie von 999 Autos pro Jahr.
Befeuert wird der Z-one ein 6,2-Liter-V8-Motor aus Aluminium, der die Euro-4-Norm erfüllt und stattliche 440 PS leisten soll.
Mit dem Öko-Racer Quant sorgen Koenigsegg und die NLV Solar AG für Aufsehen. Mit High-Performance-Akku und großer Solarzelle ist der Prototyp 275 km/h schnell.
Im Koenigsegg Quant sollen vier Personen ausreichen Platz finden. Geöffnet wird der Quant über zwei Flügeltüren.
Luxus-Raktete aus Großbritannien: Bentley schiebt den Continental Supersports auf die Shopping-Meilen dieser Welt.
Der FlexFuel-Sportler schluckt herkömmlichen Sprit und Biokraftstoff (E85) – und ist der schnellste je gebaute Bentley.
Visitenkarte: 329 km/h Spitze, 3,9 Sekunden von 0 auf 100, 630 brachiale PS.
Wer geglaubt hat, den Top-Stier im Lamborghini-Stall könne man nicht schneller machen, hat sich getäuscht. 2009 zeigen die Italiener den Murciélago LP 670-4 SV – mit satten 670 PS.
Das Murciélago-Topmodell LP 670-4 SuperVeloce hat im Vergleich zum Basisfahrzeug 100 Kilogramm verloren.
Lamborghini verspricht für den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 3,2 Sekunden und 342 km/h Spitze.
Der legendäre Flügeltürer ist wieder da. Mercedes SLS: ein Supersportwagen nach historischem Vorbild für 177.310 Euro. Wer hier über Preis und Verbrauch diskutiert, hat nichts verstanden.
AUTO BILD-Autor Georg Kacher nahm den neuen Mercedes SLS AMG genau unter die Lupe. 1111 Kilometer in 47 Stunden. Mit V8 unterm Blech und 571 PS "besohlt" eine echte Wonnefahrt.
Anfang 2010 kommt der SLS AMG in den Handel.
Der niederländische Autobauer Spyker zeigt 2009 den serienfertigen C8 Aileron. Ein 400 PS starker Audi-V8 treibt das Geschoss in 4,5 Sekunden auf Tempo 100, Spitze 300 km/h.
Mit Vollgas aus der Krise: Der stärkste Serien-Opel aller Zeiten im Anflug auf die linke Autobahn-Spur. Mit 325 PS mischt der Opel Insignia OPC die sportliche Mittelklasse auf.
Der Dampfmacher des Opel ist ein quer eingebauter V6, der mittels Turbolader aus 2,8 Litern Hubraum 325 PS und 435 Nm Drehmoment holt.
V8-Triebwerk, 525 PS, 630 Newtonmeter Drehmoment – das sind die Eckdaten der schnellsten Mercedes E-Klasse.
630 Nm werden beim Druck aufs Gas frei, in 4,5 Sekunden geht es von null auf hundert, bei 250 km/h wird elektronisch abgeregelt. Auf speziellen Kundenwunsch und gegen Aufpreis kommt der E 63 AMG auch ohne Einbremser – dann sind 300 Spitze drin.
Obwohl der E 63 AMG elf PS zugelegt hat, geht der Normverbrauch um zwölf Prozent auf 12,6 Liter zurück. Eine respektable Leistung für 1840 Kilo. Grundpreis: 105.791 Euro.
Mantide (Gottesanbeterin) heißt der Renner, mit dem Karosserieschneider Bertone die Designwelt aufmischt. Unter der Leichtbaukarosserie arbeitet die Technik der Corvette ZR1.
Unter dem gewichtsoptimierten Kohlefaser-Kleid bollern 647 PS. 819 Newtonmeter Drehmoment zerren am Antrieb. Laut Bertone schiebt der Kompressor-geladene V8 den Mantide in 3,2 Sekunden auf Tempo 100.
Das Design des Mantide sympathisiert mit der Königsdisziplin im Rennsport – der Formel 1.
Ein neuer Stern am Sportwagenhimmel strahlt hell am Firmament von Südspanien. Von dort kommt der GTA Spano. Das weiße Power-Paket leistet bis zu 840 PS und kostet 600.000 Euro.
Der 8,3 Liter große V10-Mittelmotor wurde nicht einfach zugekauft, sondern selbst entwickelt. Mit normalem Kraftstoff gefüttert, schickt der Spano bereits 780 PS und 920 Newtonmeter an die Hinterachse, wird Bioethanol gereicht, sind sogar 840 PS drin.
Der Focus RS brennt 305 PS nur über die Vorderräder ab. Das Fahrwerk ist trocken wie Wüstenstaub, der Sound herrlich bassig-schmutzig. In 5,9 Sekunden auf Tempo 100, wenn gefordert bis 263 km/h!
AUTO BILD SPORTSCARS-Redakteur Ralf Kund: "Eine Brennhexe erster Kajüte. Politisch nicht korrekt, aber ein absoluter Spaßvogel. 305 wilde Pferde zu einem Preis, für den es sonst nur biederbrave Massenware gibt."
Im November 2009 gibt Ford bekannt, zu den bisher geplanten 1200 Fahrzeugen weitere 400 Exemplare des Top-Sellers nachzulegen.
VW bringt mit dem Golf GTD einen sparsamen "GTI". Sein 170 PS starker Diesel rennt 222 km/h Spitze, verbraucht aber nur 5,3 Liter.
Noch einer für die Liga der unerreichbaren Supersportler: Devon GTX heißt die heiße Flunder, die in Kalifornien bei Devon Motorsports entsteht. Ob die Studie in Serie geht, ist noch offen.
Ex-Ford-Chef Lee Iacocca hat 2009 pünktlich zum 45. Mustang-Geburtstag eine ganz persönliche Interpretation des Klassikers auf die Räder gestellt. Vom Iacocca-Mustang soll es nur 45 Exemplare geben.
Leistungsstufen sind zu haben. Ein 4,6-Liter-V8 bringt es auf 320 PS, ordert der Kunde die von einem Kompressor beatmete Variante, darf er sich über 400 Pferdchen freuen.
Ein Stier, der deinen Namen trägt. Der heckgetriebene Gallardo LP 550-2 wurde nach dem langjährigen Testfahrer Valentino Balboni benannt und atmet den Geist vergangener Zeiten.
Die auf 250 Exemplare begrenzte Sonderedition ist ein echter Back-to-the-roots-Lambo: Heckantrieb, manuelles Getriebe, härtere Abstimmung.
Trotz Verzichts auf teure Allradtechnik kostet der heckgetriebene Gallardo mit 192.780 Euro nochmal fast 20.000 Euro mehr als ein Basis-Gallardo – Exklusivität hat eben ihren Preis.
2009 rollt er als Bumblebee in "Transformers" über die Kinoleinwände. 2010 startet der Chevrolet Camaro offiziell in Deutschland. Importeure bieten den US-Verkaufsschlager schon jetzt an.
Unter der Haube bollert ein 6,2 Liter großer V8 mit 422 PS. Der Smallblock schießt das Coupé in gut fünf Sekunden auf Tempo 100. Und wer die Tanksäulen nicht fürchtet, treibt den Camaro auf angezeigte 250 Spitze.
BMW X5 und X6 bekommen 2009 ihren ganz persönlichen M-Stempel: 555 PS und 680 Newtonmeter Drehmoment aus einem Hochleistungs-V8 sorgen für Vortrieb.
Die 4,4-Liter-Hubraum des Achtzylinders werden von einem Doppel-Turbo mit 1,5 bar Ladedruck befüllt. Eine Literleistung von etwa 126 PS ist für beachtliche Fahrleistungen zuständig. In 4,7 Sekunden beschleunigt der X6 M auf Tempo 100.
Bei der Höchstgeschwindigkeit bleibt aber auch mit M-Power alles in bekannten Regionen: Ab Tempo 250 macht eine elektronische Sperre dicht. Buchen Kunden das so genannte M Driver's Package, gibt BMW den X6 M bis 275 km/h frei.
2009 ist das Jahr der Superlativ-Sportwagen. Nach Nissan GT-R, Lexus LF-A, Porsche 911 Turbo und Mercedes SLS kommt der neue F458 als vorläufig letzter Höhepunkt dieser ereignisreichen PS-Saison.
Die erste Begegnung auf der Teststrecke in Fiorano und auf den Landstraßen rund um Maranello macht klar: Auch der Italia verschiebt die eine oder andere Messlatte nach oben in Richtung Sportwagen-Olymp.
Der 570 PS starke 4,5-Liter-V8 beschleunigt den 1485 Kilogramm schweren (plus 30 Kilogramm zum F430) Ferrari in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und macht ihn 325 km/h schnell.
Motor von Ferrari, Chassis von Maserati, Design von einem anderen Stern: Der auf 500 Stück limitierte Alfa Romeo 8C Spider ist das neue Kult-Cabrio für die nächste Saison
Trotz der geringen Stückzahl ist der Alfa noch nicht ausverkauft. Beinahe verständlich, immerhin sind für den 8C Spider satte 211.285 Euro nach Mailand zu überweisen.
Zum Preis eines F430 Scuderia oder von zwei Maserati Gran Turismo erhält der Alfa-Kunde einen 450 PS starken, hinreißend schönen Zweisitzer mit hochkarätiger Technik aus Modena und Maranello.
Was ist das? Eine Ferravette? Nein, es ist der 9C aus dem Hause SV Motor Company. Die hat sich die Corvette C6 geschnappt und ein italienisch angehauchtes Kohlefaserkleid geschneidert. Leistung: 450 PS.
Jeder Gas-Stoß wird zum Endorphin-Tsunami: Die siebte Generation des aufgeblasenen Elfers wuchtet 500 PS auf die Räder, stürmt in 11,9 Sekunden auf Tempo 200.
Der 3,8 Liter große Biturbo mit Direkteinspritzung und 500 PS klotzt in jeder Lage so gewaltig ran, dass Ferrari & Co Gesellschaft auf der linken Spur und in Folge womöglich auch eine Krise bekommen.
In 3,7 Sekunden geht es bis auf 100 km/h, Schluss mit lustig ist erst bei 312 km/h. Mit dem optionalen Doppelkupplungs-Getriebe flutscht es sogar noch ein bisschen besser, spurtet der Turbo ein paar Zehntel schneller.
BMW zeigt auf der IAA in Frankfurt einen 356 PS starken Hybrid-Renner, der nur 99 Gramm CO2 auf die Umwelt-Waage bringt. Möglich macht es die Kombination aus Elektromotoren und Diesel-Aggregat.
Showeffekte gefällig? Bitte schön. Flügeltüren kommen im Tuningbereich zwar langsam aus der Mode – stehen einem Leichtbau-Stromer aber bestens. Laut BMW spart die "Macht-hoch-die-Tür"-Kinematik auch noch Gewicht.
Die Mischung aus Diesel und Elektroantrieb lässt den Hybrid-Renner in 4,8 Sekunden auf 100 km/h jagen. 250 Sachen sind laut BMW maximal drin. Abgeregelt, versteht sich.
Aktueller Carrera S meets 73er Carrera RS 2.7: Porsche rollt 2009 neben dem Panamera, GT3, Turbo und Spyder den 408 PS starken 911 Sport Classic auf die Bühne. Mit an Bord: feststehender Heckspoiler, Doppelkuppel-Dach, neue Resonanzsauganlage und PASM.
Der Porsche 911 Sport Classic ist auf 250 Fahrzeuge limitiert und wird in Deutschland ab Januar 2010 für 201.682 Euro verkauft.
Der libysche Staatschef und Revolutionsführer Muammar Gaddafi ist 2009 unter die Autodesigner gegangen. Gaddafis Raketen-Auto "The Rocket" hat 230 PS, ist 5,50 Meter lang und 1,87 Meter breit.
Mit 600 PS gegen Ferrari und Co: McLaren schickt den MP4-12C ab 2011 in den Wettstreit der Supersportler. Diesmal ohne Unterstützung von Mercedes oder BMW.
Laut Mclaren ist der MP4-12C nicht nur sehr schnell, sondern auch sparsamer unterwegs als die Konkurrenz – bislang allerdings ohne konkreter zu werden.
VWs Superedelmarke Bugatti glänzt mit dem gewaltigen Limousine Galibier: 16 Zylinder, acht Liter Hubraum, vier Türen. Ob das Konzept in Serie geht, bleibt offen.
Für Vortrieb sorgt der 16-Zylinder aus dem zweisitzigen Veyron. 800 bis 900 PS sind eingeplant. Mindestens. Der Tacho reicht vorsorglich bis 420 km/h.
16 Zylinder, acht Liter Hubraum, vier Türen - Bugatti schwimmt mit auf der Granturismo-Welle und strebt mit dem Entwurf einer Luxus-Limousine für die oberen Tausend zu neuen Ufern.
Typisch Bugatti: Wenn der Kaufpreis keine Rolle spielt, darf alles nur vom Allerfeinsten sein. Das Cockpit zeigt zwar ein extrem reduziertes Ambiente. Gerade diese Schlichtheit gepaart mit edelsten Materialien unterstreicht hier aber die Exklusivität.
Dieser 150 PS starke und knapp 500 Kilo leichte Wolf stammt aus einem Gehege in der sauerländischen Provinz. Seinen Hunger stillt er mit Strom und sein großer Bruder "e-Wolf E2" will ihm auch schon bald folgen.
2011 plant Wolf einen Zweisitzer mit noch mehr Power. Statt einem Motor treiben den e-2 gleich vier E-Motoren (einer pro Rad) an, jeder 136 PS stark.
Zusammen muss der Allradler etwa 1000 Nm Drehmoment mit Hilfe aufwändiger Software in Vortrieb münzen, bei einem Kampfgewicht von 900 Kilo. 250 km/h Spitze verspricht Wolf, elektronisch abgeregelt. So wie der Fünf-Meter-Renner aussieht, dürfen es auch ein paar km/h mehr sein.
Er ist schön, er ist stark, er ist exklusiv. Und er will eine Alternative zum Porsche Cayman S sein. 2009 muss der Artega erstmals zeigen, dass er gegen den Porsche standhalten kann.
Im Artega GT steckt VW-Technik: Motor und Getriebe stammen vom Passat. Kein Grund zu grinsen, denn es ist der V6. Ein Direkteinspritzer, der 300 PS aus 3,6 Litern Hubraum schöpft.
AUTO BILD-Redakteur Wolfgang König: "Eine reife Leistung ist er auf jeden Fall, der neue Porsche-Konkurrent. Er zeugt von Können und vor allem von Mut. Dass er nicht die Rundumqualitäten eines Cayman bieten kann, überrascht mich nicht. Der Artega konzentriert sich stattdessen auf den Spaßfaktor."
Toyota trotzt dem Elektro-Wahn: Die in Tokio gezeigte Studie FT-86 ist ein reiner Benzin-Ballermann – mit Boxer-Power und amtlichen 200 PS unter der Haube.
Das Konzept ist ein waschechter Sportwagen, laut Toyota "emotionaler als ein Supra, MR-2 und Celica zusammen".
Das Konzept wurde in Zusammenarbeit mit Subaru entwickelt. Der Motor stammt vom Impreza. Die Namensgebung stammt übrigens von Toyotas Heckschleuder der Achtziger, dem Corolla AE-86 (in Deutschland unter der der Bezeichnung Corolla Coupé GT verkauft).
700 Pferde scharren im Apollo Speed mit ihren Hufen. Mit der überarbeiteten Straßenrakete will die Automanufaktur Gumpert in höchste Temporegionen vorstoßen. 360 km/h sollen dank neuer Aerodynamik drin sein.
Die spektakulären Flügeltüren wurden vorwiegend aus optischen Gründen eingesetzt. Das Einfädeln in den Innenraum erfordert darum einiges Geschick.
Mit dem Lexus LF-A wollen die Japaner nicht nur den Nissan GT-R verblasen, sondern auch Europas Sportwagen das Fürchten lehren. Mittel zum Zweck: 4,8-Liter-V10, 550 PS und 320 km/h Spitze.
Der LF-A ist der schärfste Lexus aller Zeiten: 4,8-Liter-V10, knapp 550 PS stanzen bei Vollgas tiefe Kuhlen in die roten Backen. Das sequentielle Getriebe peitscht die Gänge im Zeitraffer durch die Schaltgasse, das Torsen-Differenzial kämpft mit 550 Newtonmeter Drehmoment.
Die genauen Fahrleistungen hält Lexus noch geheim – man munkelt jedoch von unter 7:30 Minuten auf der berüchtigten Nordschleife.
2009 macht der VW Scirocco seinem Namensgeber endlich alle Ehre. Der neue R lockt 265 PS aus einem 2,0-Liter-TSI.
Den Sprint von 0 auf 100 erledigt er in 5,8 Sekunden, Verbrauch 8,0 Liter Super, CO2-Ausstoß 187 Gramm pro Kilometer.
Der stärkste Scirocco ever darf Tempo 250 fahren. Da werden selbst Corrado VR6-Piloten schwach.
Der Porsche Boxster Spyder wiegt gerade mal 1275 Kilo – und sprintet dank 320 PS locker auf 267 km/h. Mit geschlossenem Verdeck ist allerdings schon bei Tempo 200 Schluss.
Manchmal ist weniger mehr. Wie im Fall des Porsche Boxster Spyder. Der geizt beim Gewicht, aber nicht beim Preis. Er kostet mindestens 63.404 Euro.
Der Boxster Spyder kommt im Februar 2010 auf den Markt und hat einen Sechszylinder-Boxer mit 320 PS.
Der letzte große Namen des Jahres 2009: Audi e-tron. Der R8-Zwilling ist kein schwächlicher Elektro-Mini, sondern eine Demonstration des technisch Machbaren. 2010 soll der 313 PS starke Hochvolt-Renner auf den Markt kommen.
Bei einem mutmaßlichen Preis von über 150.000 Euro liegt den Ingolstädter Ingenieuren offenkundig weniger die Rettung des Weltklimas am Herzen als vielmehr eine Demonstration dessen, was technisch machbar ist.
Abgasfrei ins Jahr 2010?! Wir sind schon gespannt, was 2010 an sportlichen Raffinessen auf uns wartet.
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