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Die Tops und Flops der Essen Motor Show 2017

Die Tops und Flops der Essen Motor Show 2017
Auf der Essen Motor Show haben sich zwei AUTO BILD-Redakteure mal genauer umgeschaut und ihre persönlichen Tops und Flops gekürt. Erster Streitpunkt: Mercedes-Benz 420 SEL 1992. Jan Götze sagt: "Mafia-Alarm auf der Essen Motor Show! Der Mercedes W140 ist schon in der Basis eine echte Bosskarre. Dieser schwarze 420 SEL ist richtig böse und könnte glatt als Gang-Wagen der Yakuza durchgehen: Dazu passen auch das japanische Kennzeichen, die Verbreiterungen und die Tieferlegung um 14(!) Zentimeter. Wenn dieser Ballermann vorfährt, gibt's Ärger. Nur die Maybach-Embleme müssen nicht sein!"
Bild: AUTO BILD
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Katharina Berndt ist da anderer Meinung: "Bosskarre? Das Auto ist nur peinlich! Schlecht lackiert, mit fiesem Knick in der Verbreiterung am Schweller. Dazu diese schlimme Hologramm-Folie an den Felgen und eine gefakte Radarblende an der Front. Die Maybach-Teile machen das Auto auch nicht edler – und was soll dieser hässliche Peilstab neben dem rechten Frontscheinwerfer?"
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Jan Götze meint zum Datsun 240Z 1973: "Es gibt einige Autos, die wollen geradezu getunt werden. Der Datsun/Nissan 240Z gehört für mich dazu. Im Fall eines Klassikers ist weniger aber manchmal mehr. Mir gefällt die schlichte Optik inklusive Luftfahrwerk, zeitgenössischen 16-Zöllern und aufgesetzten Spiegeln. Stilecht ist der Datsun natürlich rechtsgelenkt, wobei es sich hierbei um einen Umbau handelt, da das Auto aus Kalifornien kommt. Unterm Blech und im Innenraum wurde richtig Hand angelegt – der M52-Motor kommt von BMW, die Sitze von Porsche, und das geschüsselte Lenkrad ist sowieso ein Traum!"
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Katharina Berndt hält dagegen: "Das Auto kann man sich echt nur von Weitem angucken. Geht man näher ran, offenbaren sich Spaltmaße des Grauens, eine drangebastelte Frontschürze mit falsch gebohrten Löchern und am Heck ein Diffusor, der auch aus angemalten Spanplatten sein könnte. Irgendwie muss ich bei diesem Datsun direkt an Baumarkttuning denken."
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Jan Götze gefällt Porsche 911 (964) 1992: "Breitbau à la RWB, LW und Rocketbunny kennen wir jetzt seit Jahren, aber auf einem 911 sieht es einfach geil aus. Zu keinem anderen Auto passen diese überdimensionalen Kotflügel so gut wie zum 964. An diesem Porsche gefallen mir besonders die Retro-Folierung im Apple-Design, ...
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... die 18-Zoll-Messer-Felgen, und sogar der Triple-Spoiler passt echt gut zum 911! Bei der brachialen Rennwagen-Optik würde ich mir allerdings etwas mehr als die serienmäßigen 250 PS wünschen!"
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Katharina Berndt meint: "Dieses Auto verspricht mehr als es halten kann. Wo ich einen Triple-Spoiler draufsetze und 335er Hinterreifen aufziehe, da erwarte ich auch entsprechende Leistung. Die bleibt aber bei diesem 911 unangetastet, dafür Daumen runter."
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Jan Götze meint zum Audi Q2 Offroad: "Ich bin überhaupt kein Fan von kleinen SUVs. Auch wenn die Nachfrage riesig ist, sind sie für meinen Geschmack einfach überflüssig. Der Audi Q2 gehört zu diesen Autos: In der Basis sieht er alles andere als wertig aus, und wenn man ein bisschen Ausstattung wählt, landet man schnell bei über 40.000 Euro. Das ...
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... wird einem dann als hippes Auto für junge urbane Menschen verkauft. Brauche ich nicht! Dieser Audi Q2 Offroad quattro ist dagegen genau nach meinem Geschmack: höhergelegt, dicke Offroad-Reifen mit grobstolligem Profil und aufgesetzte Kotflügelverbreiterungen. Dazu das passende Ersatzrad auf dem Dach, und der Q2 sieht aus, als könnte er die nächste Paris-Dakar-Rallye bestreiten und nicht nur den Weg zum nächsten Starbucks oder Bio-Supermarkt!"
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Katharina Berndt gefällt dieser Audi Q2 nicht: "Ich bin deiner Meinung, was die kleinen SUVs angeht, aber mit Ballonreifen wird das Ganze auch nicht besser. Der Q2 ist einfach eins der unbedrohlichsten Autos, die es gibt und in diesem Aufzug eher lächerlich. Auch wenn er sich als Indiana Jones verkleidet, wissen alle, dass man im Gelände mit diesem Lifestyle-Wagen nicht besonders weit kommt."
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Jan Götze gefällt der Alfa 4C Competizione Zender: "Mein Herz schlägt für italienische Autos, und der Alfa 4C ist für mich ein absoluter Traumwagen (mit Ausnahme des Getriebes). Zender gibt sich beim Tuning des Mittelmotorsportlers besonders viel Mühe und ergänzt die serienmäßigen Carbonteile wie die Scheinwerferabdeckungen der Launch Edition durch passgenaue Anbauteile aus Kohlefaser. Der in der ...
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... Serie etwas triste Innenraum wird durch eine Extraladung Alcantara aufgewertet und die Leistung auf 275 PS gesteigert. Auch sehr geil: die Carbon-Spiegel mit Blinkern im Tricolore-Look."
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Katharina Berndts Geschmack trifft der 4C nicht: "Ich mag diesen Alfa eigentlich richtig gern, Mittelmotor-Sportwagen sind meine heimliche Liebe. Aber gerade die Scheinwerferabdeckungen finde ich richtig schlimm. Es sieht aus, als hätte das Auto Akne und erinnert mich irgendwie an den Smart Roadster. Und was soll diese Klappe im Dach? Ist das ein Notausstieg? Am ...
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... schlimmsten finde ich allerdings ein Detail am Heck: Da sitzen riesige Endrohrblenden, aber wenn man genauer hinschaut, verstecken sich darin nur zwei mickrige Endrohre. Sorry, der Tuner hat das Auto verschlimmbessert."
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Jan Götze gefällt dieses BMW Z3 Coupé: "Das BMW Z3 Coupé ist inzwischen ein gesuchtes Sammlerstück und nur noch selten im Straßenverkehr zu sehen. Dieses 2001er Modell steht auf mehrteiligen BBS-Felgen in 18-Zoll, hat ein Luftfahrwerk und einen Eisenmann-Auspuff. Ansonsten bleibt das Coupé mit M-Paket optisch schlicht. Der Innenraum mit Schalensitzen in der Farbe "Walnuss" passt super zur grauen Folierung. Durch dieses behutsame Tuning bleibt die schöne Form des Z3 Coupé erhalten – darauf einen DAB!"
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Katharina Berndt meint: "Zu tief! Viel zu tief! Das Fahrwerk macht aus einem schnittigen Coupé einen Klotz. Und dann diese Spaltmaße! Ich bin ja wirklich kein Pedant, was das angeht – aber wenn man schon von Weitem sieht, dass problemlos mehrere Finger zwischen die Blechteile passen, dann geht das gar nicht. Zusätzlich würde ich gern eins der ungleich weit herausschauenden Endrohre abschneiden, das stört die Ästhetik vollends."
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Jan Götze über den VW T-Roc Top Secret: "Daumen hoch auch an die Jungs von Top Secret Tuning, die so kurz nach der Präsentation des Golf-SUVs schon einen getunten T-Roc in Essen am Start haben. Durch das sogenannte "Luftfahrwairk" von KW und Null-Bar liegt das kleine SUV quasi auf dem Boden, und auch die Folierung in Schwarz/Rot/Gold ist eine witzige Idee."
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Katharina Berndt findet: "Es ist wirklich cool, dass Secret Tuning schon einen T-Roc auf der Messe hat. Aber: Ich verstehe einfach nicht, warum man SUVs tieferlegen muss. Was soll das? Und bis auf Fahrwerk, Rädern und Folierung ist auch nichts dran gemacht. Der Innenraum bleibt Serie? Da geht noch was!"
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Dieser Mercedes 350 SLC gefällt Jan Götze: "Klassiker-Tuning ist ja immer so eine Sache. Im Fall dieses Mercedes 350 SLC geht es aber voll klar. Das stilvolle Coupé wurde ordentlich tiefergelegt und hat originale Mercedes-Felgen verpasst bekommen. Die Karosserie wurde nicht angerührt, und der SLC wurde nicht in irgendeiner schrillen Farbe lackiert oder foliert. Der Innenraum wurde im Originalzustand belassen – hier regiert Patina, und das gefällt mir!"
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Katharina Berndt meint: "Ich habe nichts für Old- oder Youngtimer übrig, Tuning macht das auch nicht besser. Der SLC steht auf so kleinen Felgen, das könnten auch vier Noträder sein. Dazu finde ich diese Extrem-Tieferlegung überhaupt nicht schön. Und das Schlimmste: Der Innenraum ist komplett verschlissen, mit Brandfleck in der Mittelkonsole. Diese Form der Patina ist nicht mein Ding. Und dann noch dieses geschmacklose Kennzeichen!"
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Katharina Berndt gefällt dieser Nissan GT-R: "Nissan GT-R an sich ist schon geil, die Folie macht das Auto in meinen Augen noch besser. Es wird mal wieder Zeit für mehr Farbe auf unseren Autos, und diese grafische Arbeit ist der Hammer! Ist doch schön, wenn man auffällt. Auf Anbauteile kann ich verzeichten, die wären hier auch zu viel des Guten."
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Jan Götze findet: "Mal ehrlich, Katharina: der Nissan GT-R ist ein richtig gutes Auto und geradezu fürs Tuning prädestiniert. Nicht umsonst gibt es gefühlt keine serienmäßigen GT-R mehr. Aber was soll das hier sein? Bis auf die Folierung ist der Nissan komplett Serie, und die Folie sieht aus, als wäre ein Achtjähriger bei Need for Speed Undergroung ausgerastet. Tausend Farben, tausend Muster, hier passt einfach gar nichts zusammen. Und dann noch diese riesigen GT-R-Schriftzüge auf dem Auto!"
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Jan Götze über den Manthey Racing Porsche 911 GT3 MR (991.2): "Wie Tuning in Perfektion geht, zeigt Manthey Racing mit dem brandneuen 911 GT3 MR. Natürlich muss man an dieser Stelle zwischen reinen Showcars und Performance-Tuning unterscheiden aber dieser 911 ist mein persönliches Highlight. Die goldenen Felgen sehen nicht nur extrem gut aus, ...
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... sie sparen auch noch Gewicht. Das voll einstellbare Fahrwerk legt den Porsche nicht nur tiefer, sondern soll auch das Handling verbessern. Und sogar die OMP-Abschleppösen aus Stoff sind keine Show, schließlich ist dieser GT3 speziell für Trackdays gebaut!"
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Katharina Berndt ist da anderer Meinung: "So viel Tuning ist das aber gar nicht, lieber Jan. Fahrwerk, Felgen, Vierpunkt-Gurte, ein Spoiler und ein paar rote Schlaufen lassen dich so in Verzückung geraten? Mir ist das zu langweilig, da geht doch noch mehr!"
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