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Diesel-Schadstoffkiller AdBlue

Alles zum Diesel-Schadstoffkiller AdBlue
Wie funktioniert das Dieselabgas-Reinigungsverfahren mit AdBlue? Welche Haken hat die Technik? Und was muss ich als Autofahrer beachten? AUTO BILD beantwortet alle wichtigen Fragen zum Schadstoffkiller AdBlue.
Bild: Werk
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Wie funktioniert das SCR-Verfahren? Die chemische Reaktion findet im DeNOx-Katalysator statt, speziell Stickoxide (NO, NO2) werden reduziert. Das dafür benötigte Ammoniak entsteht aus dem Harnstoff, der mit einem Anteil von 32,5 Prozent im AdBlue steckt. Der Rest ist demineralisiertes Wasser.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Der AdBlue-Tank kann je nach Fahrzeug bis zu 25 Liter fassen. In der Regel sind es aber unter zehn. Eine Dosierpumpe (l.) drückt über einen Injektor die wässrige Lösung in den Abgasstrang.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Die notwendige Menge errechnet das Steuergerät aus Werten, die diverse Sensoren liefern.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Im AdBlue-Dosierventil (l.) wird die von der Dosierpumpe definierte AdBlue-Menge direkt ins heiße Abgas eingespritzt. Bei einigen Modellen erledigen den Job auch Injektoren. Der DeNOx-Katalysator (r.) wandelt 95 Prozent der Stickoxide (NO, NO2) im Abgas mithilfe des gewonnenen Ammoniaks in Wasser (H2O) und Stickstoff (N2) um.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Weitere Reinigungssysteme: Der Oxidationskatalysator (m.) wandelt Schadstoffe aus dem Abgas in ungiftige Stoffe um. Bei optimalen Bedingungen liegen die Konvertierungsraten bei fast 100 Prozent. Im Diesel-Partikelfilter (u. r.) geht es um den Feinstaub. Die Rußpartikel werden im Filter zurückgehalten, gelangen nicht in die Umwelt.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Mercedes E 220 BlueTEC
Welche Modelle müssen mit AdBlue betankt werden? Grundsätzlich sind es die  Euro-6-Modelle von Audi, BMW, Citroën/Peugeot, Mercedes (Foto: E-Klasse Bluetec), Opel und VW. Gerade größere Diesel erreichen die strenge Abgasnorm oft nur mithilfe des Zusatzes.
Bild: Roman Raetzke
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Wie groß ist der Effekt für die Umwelt? Groß. Durch den Harnstoffeinsatz kann der Ausstoß von Stickoxiden um 95 Prozent reduziert werden.
Bild: Hersteller
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Ist das Verfahren neu? Nein, im Schwerlastverkehr ist es seit 2005 bewährt. Allerdings gibt es bei Lkw und Bussen keine Probleme, den Zusatztank mit seinem Raum und seinem Gewicht im Fahrzeug unterzubringen.
Bild: Werk
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Warum ist das Verfahren nicht längst auch bei Pkw etabliert? Neben den möglichen Platz- und Gewichtsprobemen müssen die Verbraucher den Zusatzstoff von Zeit zu Zeit nachtanken, also Zeit und Geld investieren. Mercedes war übrigens 2007 der erste Hersteller, der auf das Verfahren setzte.
Bild: Werk
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Darf ich AdBlue auffüllen, oder nur die Werkstatt? Einige Hersteller versuchen die Technik als Kundenbindungsinstrument zu missbrauchen und bitten in die Werkstatt. Glaubt man empörten Kunden in Internetforen, werden dort allein für den Arbeitslohn oft 30 Euro fällig. Geld, das man sparen kann. Bei neuen Modellen ...
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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... ist der Befüllvorgang kaum schwieriger als das normale Tanken. Einige Fahrzeuge müssen aber nach dem Tankvorgang an den Diagnosecomputer, um freigeschaltet zu werden. Der Kunde muss wieder draufzahlen. Eine Frechheit!
Bild: dpa
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Wie hoch ist der Verbrauch? Er hängt direkt vom Kraftstoffverbrauch und vom daraus resultierenden Schadstoffausstoß ab. Je nach Leistung und Fahrweise gibt es daher große Unterschiede. Taxifahrer schaffen oft nur zwei Drittel der regulären Reichweite. Der Kurzstreckeneinsatz kostet. Im Schnitt spricht man aber von rund 1,5 Litern AdBlue auf 1000 Kilometer.
Bild: DPA
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Gibt es wie beim Öl verschiedene Spezifikationen? Natürlich empfehlen die Hersteller ihre eigenen Produkte. Verständlich, so lässt sich extra verdienen. Tatsächlich aber ist AdBlue gemäß ISO-Norm 22241 vereinheitlicht. Das heißt, egal was draufsteht: Es ist im Grunde immer derselbe Saft drin.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Wo zahle ich am wenigsten? An der Säule kostet der Liter um die 50 Cent, aus dem Kanister über zwei Euro. Werkstätten verlangen teilweise noch mehr. Hinzu kommt: Die Hersteller ...
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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... scheinen das Selberzapfen verhindern zu wollen und konstruieren die Einfüllstutzen im Auto extra klein. Folge: Ist die Zapfpistole im Stutzen, ist kein Platz für die Entlüftung, die Pistole schaltet immer wieder ab. Die Lösung: Einfach ...
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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... einen Zehn-Liter-Kanister nehmen und an der Tankstelle befüllen, später das Auffüllen des AdBlue-Tanks mit einem passenden Trichter durchführen. Die ersten Tankstellen bieten mittlerweile aber auch Pkw-Lösungen an der Säule an.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Müssen die Fahrzeuge ständig doppelt betankt werden? Nein, eine AdBlue-Füllung reicht bis zu 25.000 Kilometer weit. Fahrer mit einer normalen Jahresfahrleistung müssen also bis zu zwei Jahre nicht nachtanken.
Bild: Werk
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Wie erfahre ich, dass mein AdBlue-Tank leer ist? Bei den meisten Modellen mahnt der Bordcomputer schon rund 3000 Kilometer vorher zum baldigen Nachtanken. Wer das ignoriert, bleibt liegen. Denn irgendwann verweigert die Elektronik bei leerem AdBlue-Tank den Motorstart. Zwar ginge es technisch auch ohne AdBlue, das ist aber nicht gestattet. Schließlich werden so die erlaubten Emissionswerte nicht erreicht.
Bild: Ingo Barenschee
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Ist es gefährlich, mit AdBlue in Berührung zu kommen? Die Harnstofflösung ist im Sinne des Chemikaliengesetzes ungefährlich. Einfaches Händewaschen reicht aus.
Bild: dpa
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Also einfach munter draufloskippen? Nicht wenn der Einfüllstutzen wie bei unserem Mercedes CLS im Innenraum liegt. Eingerahmt vom Teppich, in den Tiefen des Gepäckabteils, ist es schwer, nichts zu verschütten. Und das wird dann ärgerlich. Denn auch wenn AdBlue nicht gesundheitsschädlich ist: Die wasserähnliche Flüssigkeit kristallisiert mit der Zeit weiß aus und beginnt höllisch zu stinken. Ein ruhiges Händchen und etwas Geduld zahlen sich hier aus.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD