Entzückend schöne Rücken: Die drei Coupés Nissan 350Z, Porsche Cayman und Audi TTS stellen sich einem Vergleich auf der Landstraße und auf der Rennstrecke.
Überraschendes Bild: In Kurven spielt der Porsche sein Knack-Fahrwerk aus, beim Rausbeschleunigen wird er aber von beiden Konkurrenten überholt.
Ein pittoresker Auftritt: modernes Sportcoupédesign im Kontrast zu historischer Fachwerkarchitektur.
Wer hat hier die Nase vorn? AUTO BILD SPORTSCARS unterwegs zur Motorsport Arena in Oschersleben, wo die Entscheidung im Vergleichstest fällt.
Downsizing hat die Sportwagenwelt erreicht: Mit reichlich Kraft aus nur zwei Litern Hubraum, Adaptivfahrwerk und ...
... quattro-Kompetenz strahlt der Stern des TTS so hell wie die LED-Balken des Tagfahrlichts. Gegen den Audi schaut die Konkurrenz in diesem Vergleich in die Röhre.
Ordentliche Kraftkur: Mit größerem Turbo und einem auf 1,2 Bar gestiegenen Ladedruck holt Audi beachtliche 272 PS und 350 Nm Drehmoment aus dem bekannten 2.0 TFSI.
Zwei mal zwei: Insgesamt vier Endrohre entlassen die verbrannte Luft und flotten Grummelsound.
Einsame Spitze: Für den Sprint auf Tempo 100 benötigt der TTS nur 5,8 Sekunden, ...
... bis 180 km/h (16,5 Sekunden) nimmt er dem Porsche Cayman knapp vier Sekunden ab. Da hat natürlich auch der Nissan das Nachsehen.
Absolut ausreichend: Dass noch eine RS-Variante mit 350-PS-Fünfzylinder die TT-Baureihe krönen soll, erscheint angesichts der bombastischen Leistungsentfaltung des Zweiliter-Direkteinspritzers beinahe überflüssig.
Bestzeit in der Motorsport Arena: Mit 1:49,62 Minuten lässt der TTS den 350Z und den Cayman deutlich hinter sich.
Traktionsstark und dank serienmäßigem Magnetic-Ride-Fahrwerk scheinbar nahtlos auf den Asphalt gepresst, lechzt der TTS nach Biegungen.
Dank des kleinsten Hubraums versickerten hier im Testschnitt nur 10,4 Liter Super Plus – beide Konkurrenten brauchen mehr.
Bereits die Basis steht auf 18-Zöllern. Schick, nur die Bremse hinter den Alufelgen schwächelt gegenüber der Konkurrenz. Aus Tempo 100 braucht der Audi 37,5 Meter bis er steht.
Untrügliche Erkennungsmerkmale: LED-Lichtbänder in den Frontscheinwerfern, die neckische Frontschürze, der Chromgrill und ...
... die silbrigen Spiegelkappen enttarnen das Topmodell der TT-Baureihe.
Einsteigen und wohlfühlen: Die Leder-Alcantara-Bezüge der Audi-Sitze sind serienmäßig an Bord.
Sehr edel mit viel Leder und Alu – der Einrichtungsstil des TTS könnte durchaus einem Architektenwohnzimmer entstammen.
Kostbares Logo am Heck: Wer einen TTS besitzen möchte, muss mindestens 44.900 Euro an Audi überweisen.
Platz zwei geht nach Zuffenhausen: Mit messerscharfem Handling gibt sich der Cayman zwar rennstreckenhungrig, aber ...
... der Basisversion fehlt es eindeutig an Muskeln. Also besser 11.424 draufzahlen und mit der S-Insignie auf TTS-Niveau unterwegs sein.
Der 2,7 Liter große Sechszylinder-Boxer (245 PS, 273 Nm) haust fast unsichtbar direkt hinter den Insassen. Öl und Kühlwasser werden per Serviceklappe nachgefüllt.
Was man nicht sehen kann, soll man wenigstens hören: Mit dem typischen Porsche-Sound musiziert der Cayman markant aus dem Trapezendrohr.
Ein Antlitz mit der Wirkung eines Sonderwegerechts: Sobald sich ein speedgelber Cayman im Rückspiegel meldet, wird unverzüglich spurgewechselt.
Untenrum etwas zahm: Wer im Porsche zügig unterwegs sein will, muss den Motor auf mindestens 4000 Touren treiben. Gekonnt beschleunigt, erklimmt der Cayman ...
... in 6,7 Sekunden die 100-km/h-Marke und wird damit Letzter dieses Vergleichs. Die maximal möglichen 260 km/h sind allerdings Spitze.
Knackig: Mit seinem adaptivem Fahrwerk geht der Porsche sehr willig ums Eck, das kostet aber auch 1547 Euro Aufpreis. Auf der Rennstrecke macht es sich bezahlt. Die Bestzeit des Cayman in Oschersleben: 1:51,16 Minuten.
Gut für die ungefederten Massen, schlecht fürs Bankkonto: Die schicken 19-Zöller gibt es ab 2606 Euro Aufpreis.
Atemorgane: Den Kühlluftbedarf des Sechszylinders stillen Kiemen vor der Hinterachse.
Weit weg von der Basisversion: Die Zierelemente in Wagenfarbe kosten ebenso Aufpreis wie die Klimaautomatik (464 Euro), das Navigationssystem (2921 Euro), die Lederausstattung (ab 2820 Euro) und das Sachsgang-Getriebe, das es nur ...
... im Sportpaket für 2142 Euro gibt. Da ist die Stoppuhr dann aber inklusive.
Schon ohne seine Extras ist der Cayman kein billiges Vergnügen: Porsche will mindestens 48.879 Euro für den Wagen haben. Mehr verlangt in diesem Test natürlich keiner.
Der Drittplatzierte: Mit einem Grundpreis von 38.190 Euro regiert der 350Z die Preis-pro-PS-Liga. Leider vermasseln ihm ...
... massive Unterhaltskosten sowie sein vergleichsweise gemütliches Wesen die Gesamtbilanz.
Mit 3,5 Litern, verteilt auf sechs Zylinder in V-Form gibt die Nissan-Maschine das Hubraum-Monster in diesem Vergleich. Und am kräftigsten ist der Motor mit 313 PS und 358 Nm Drehmoment auch.
Beim Boulevardriding mindestens auf der Höhe der Konkurrenz, fällt der 350Z auf der Landstraße ebenso leicht zurück wie auf der Piste. Die schnellste Runde in Oschersleben absolvierte der Nissan in 1:51,45 Minuten.
Fahrleistungen: Mit 6,2 Sekunden ist der 350Z schneller auf Tempo 100 als der Cayman. Mit 251 km/h Spitze fällt er aber knapp hinter beide Konkurrenten zurück.
Konträr zu seinen leichtgewichtigeren Rivalen vertritt der 350Z die Mentalität "Gefahren-wie-gestartet": keine wählbaren Setupmodi, kein Sinnieren über Dämpferhärte oder Sport-Einstellungen.
Für Augen und Ohren: Nicht nur das Design wirkt immer noch frisch, auch der kehlig röchelnde Sound ist ein Evergreen.
Die bildschönen Schmiederäder stammen vom japanischen Kultunternehmen Rays, kosten extra und verhüllen die vehement verzögernde Brembo-Anlage. 35,2 Meter von 100 auf 0 km/h sind eine Ansage.
Zugunsten einer höheren Steifigkeit überspannt Nissan die hinteren Federbeide mit einer Strebe.
Hält nur dem ersten Blick stand: Genaueres Inspizieren offenbart Nachlässigkeiten in der Verarbeitung und ...
... eine eigenwillige Sitzergonomie. Verglichen mit dem Maßgestühl in Porsche und Audi wirken die serienmäßig belederten Japansessel wie ein Schlabberpulli im XXL-Format.
Kostbarer Pfadfinder: Ein Navigationssystem gibt es für den 350Z nur im Paket für 2500 Euro.
Dieses Infortrio ist Serie: Die mittig sortierten Runduhren berichten unter anderem über Öldurck und Batteriespannung.
Sportlichkeit im Fußraum: Der Pilot tritt seinen 350Z mittels gelochter und gummierter Alupedalerie.
Nur auf den ersten Blick billig: Der in der Anschaffung so preiswerte 350Z schnürt arglosen Schnäppchensuchern mit happigen Unterhaltskosten den Atem ab. Dazu zählt natürlich auch ...
... der in diesem Vergleich mit 12,3 Litern Super Plus höchste Durchschnittsverbrauch.
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