Ein neues, vom Deutschen Wirtschaftsministerium gefördertes Mobilitätskonzept will der Elektromobilität weiter Vorschub leisten. "ebuggy" basiert auf der Idee, Zusatzakkus einfach per kleinem Anhänger mit auf die Strecke zu nehmen.
Besitzer eines Elektroautos können sich bei ebuggy anmelden und erhalten dann einen Einbausatz, ...
... mit dem die Werkstatt den Wagen ebuggy-fit macht. Er besteht aus Anhängekupplung, Anschlussdose und Display. Plant man eine längere Fahrt, die das Leistungsvermögen der autoeigenen Batterie übersteigt, ...
... kann man sich an einer der ebuggy-Stationen, die an an Tank- und Raststätten in ganz Deutschland entstehen sollen, die nötige Energie per Anhänger ganz einfach mitnehmen. Auf diese Weise muss man die stromgetriebene Fahrt nur noch etwa alle 200 Kilometer unterbrechen, um schnell den Anhänger auszutauschen. Gefüttert werden sie übrigens mit Strom, der ausschließlich aus regenerativen Quellen stammt.
Die Kosten für weite Fahrten sollen mit ebuggy 20 bis 30 Prozent günstiger sein, als mit einem Benziner. Dadurch, dass die Autos nur noch kleine Batterien brauchen, könnten sie zudem auch in der Anschaffung günstiger werden als Autos mit Verbrennungsmotor. Das Konzept scheint anzukommen: Eine Akzeptanzstudie der TU Chemnitz hat 2011 ergeben, dass 52 Prozent der Elektro-Auto-Fahrer ebuggy weiterempfehlen würden.
Ganz neu ist die Idee der Rucksack-Energie nicht. Auf dem Genfer Salon 2012 präsentierte der Schweizer Tüftler Frank M. Rinderknecht den Rinspeed Dock+Go, einen umgerüsteten
Smart fortwo samt Anhänger. "Zwei Achsen hat jeder. Nimm doch drei statt zwei, aber nur, wenn du es brauchst" erklärte Frank M. Rinderknecht sein Projekt.
Den Anhänger, den der Erfinder modisch "Pack" nennt, kann verschiedene Einsatzzwecke erfüllen.
Hauptidee: Das Pack dient als zusätzliche Energiequelle für den elektrischen Antrieb des Smart.
Wenn die rund 120 Kilometer Reichweite des City-Stromers nicht ausreichen, wird das "Energy-Pack" angehängt.
Wahlweise könnten dabei laut Rinspeed ein Verbrennungsmotor oder die Akkus einer Brennstoffzelle als Range Extender dienen, um zusätzliche Kilometer herauszuholen.
Die angedockte dritte Achse treibt die mitlaufende zweite an und lädt dabei den bordeigenen Akku des Stadtflitzers wieder auf. Wird das "Pack" nicht gebraucht, verschwindet es in der heimischen Garage. Auch eine Ladung per Induktion ist angedacht.
Dort soll es außerdem die Energiespeicher der Solarstromanlage auf dem Hausdach puffern oder unterstützen.
Eine durchaus smarte Idee. Der Rinspeed Dock+Go soll aber auch mit anderen Packs bestückt werden. Für Handwerker gibt's das Werkzeugkasten-Pack, für Reisende einen verlängerten Kofferraum ...
... der Pizza-Bringdienst liefert dank des Anhängsels warme italienische Kost ...
... und sorgt gleichzeitig für einen gewissen Werbeeffekt.
Eine rollende Disco? Kein Problem für dem Dock+Go, der ...
... mit Hilfe des Partners Harman die optimale Beschallung auf Rädern liefert.
Mit dem Smart in Ski-Urlaub? Das war bisher eher eine theoretische Sache. Doch mit Anhänger ...
... wird der Trip in die Berge samt Snowboard durchaus realistisch.
Innen bleibt von den Serienarmaturen nicht viel übrig: Auf dem Lenkrad sitzt ein Display, in der Mitte ein weiteres Display im Mega-Format von Harman.
Ein Zusatzinstrument in der Decke infomiert über den Ladestand der Batterien – und sieht dazu sogar schick aus.
Innen sieht der Dock+Go rot, dazu wird das Interieur durch das Glasdach mit Muster aufgehellt.
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