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Einheitlicher Stecker für E-Autos (2013)

Typ2-Stecker im Renault Zoe
Nach mehrjährigen Diskussionen hat sich die Europäische Kommission auf den sogenannten Typ-2-Stecker als gemeinsamen Ladestecker für Elektroautos festgelegt. Für Europas Autoindustrie und die Verbraucher soll dieser Schritt ein Ende der Unsicherheit über die Wahl der "richtigen" Steckvorrichtung bedeuten.
BMW i3 concept, Toyota iQ EV, VW Golf Blue-e-Motion, Mercedes B-Klasse Electric Drive (v.l.o. im Uhrzeigersinn)
Künftig sollen Elektroautos mit dem T-2-Stecker unabhängig von Hersteller und Standort überall in Europa aufgeladen werden können. Doch was kommt überhaupt in naher Zukunft elektrisiert auf uns zu? Laut VDA-Präsident Matthias Wissmann wollen allein die deutschen Autobauer bis 2014 "15 neue elektrifizierte Fahrzeugmodelle" für jeweils "hunderte Millionen Euro Entwicklungskosten" ...
Stecker Ford Focus Electric
... auf den Markt bringen. Auch wenn manches davon unter die Rubrik Hybrid fallen dürfte: Da stromert einiges auf uns zu. Sehen Sie, welche Elektroautos großer Hersteller in Deutschland 2013 und 2014 auf den Markt kommen werden.
Renault Zoe
Den Anfang macht 2013 der Renault Zoe. Bislang erfüllten sich die Elektro-Ambitionen der Franzosen mit Fluence, Twizy und Co. nicht annähernd, vielleicht wird es mit beachtlichen 20.600 Euro (plus 79 Euro Akku-Miete) für den Zoe besser. Der Kleinwagen mit 65 kW-Motor verspricht eine Reichweite von bis zu 210 Kilometern.
Toyota iQ EV
Ebenfalls für Anfang 2013 ist der Toyota iQ EV zu einem noch unbekannten Preis angekündigt. Mit seinen 47 kW erreicht der Mini-Japaner in 14 Sekunden 100 km/h, bei 125 km/h ist Schluss. 3,12 m Länge und gut vier Meter Wendekreis machen ihn zu einem geborenen Stadtauto. Die Reichweite beträgt nur rund 85 km, dafür ist der Lithium-Ionen-Akku nach drei Stunden wieder voll.
Ford Focus Electric
Eigentlich schon für Ende 2012 avisiert war der Ford Focus Electric, der nun laut Ford 2013 aus den USA zu uns kommen wird. An Bord ist eine 23 kWh-Lithium-Ionen-Batterie. Der Fünfsitzer erreicht maximal 135 km/h, die Reichweite beträgt bis zu 160 Kilometer. Der Preis ist noch unbekannt.
Mercedes SLS AMG Electric Drive in Paris 2012
Ein Duell mit absoluter Hochspannung kündigte sich ursprünglich für das Frühjahr 2013 an. In der blauen Ecke": der Mercedes SLS AMG Electric Drive mit Formel-1-Technik, 552 kW Gesamtleistung aus vier Elektromotoren und 1000 Nm maximalem Drehmoment. Sprint auf 100 km/h: 3,9 Sekunden. Abgeregelte Spitzengeschwindigkeit: 250 km/h. Stolzer Preis: 416.500 Euro.
Audi R8 e-tron
Sein Gegner in der "roten Ecke" hätte der Audi R8 e-tron sein können, wäre nicht seine Serienproduktion vorerst auf Eis gelegt worden. Mit 280 kW Leistung, 820 Nm Drehmoment, 4,6 Sekunden von Null auf 100 km/h und auf 200 km/h begrenztem Topspeed ist er etwas schwächer auf der Brust als sein Daimler-Konkurrent, aber kaum weniger faszinierend.
Tesla Model S
Dieses Schicksal dürfte dem Tesla Model S erspart bleiben. Die erste rein elektrische Edellimousine vom E-Pionier aus Kalifornien ist in den USA eine große Nummer. 2013 kommt sie für mindestens satte 71.400 Euro auch nach Deutschland. Sie verbindet sportliche Qualitäten (4,6 Sekunden bis Tempo 100, 210 km/h Spitze, straffes Fahrwerk) mit außerordentlichen 500 Kilometern Reichweite.
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Um größere Stückzahlen wird es vermutlich beim VW E-Up gehen. Nach dem gelungenen Start seiner Benzin- und Erdgas-Brüder verspricht das erste Elektroauto aus dem Hause Volkswagen ab Herbst 2013 ebenfalls ein Erfolg zu werden. Wenn, ja wenn der Preis stimmt und nicht zu deutlich über 20.000 Euro liegt. Geboten werden 60 kW, eine Reichweite von 150 Kilometer und 135 km/h Spitze.
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Nur wenig später, also ebenfalls noch 2013, soll der zweite emissionsfreie Volkswagen auf den Markt kommen: der VW Golf Blue-e-Motion. Die bislang bekannten Angaben zum Golf-Stromer: Lithium-Ionen-Akku mit 26,5 kWh, 85 kW, 11,8 Sekunden von Null auf 100, 135 km/h Spitze, 150 Kilometer Reichweite. Über den Preis darf noch spekuliert werden, unter 32.000 Euro dürfte er kaum liegen.
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"Definitiv kein Nischenauto" will BMW laut eigener Aussage mit dem i3 (Start Ende 2013) bauen. Rein elektrisch soll er 150 Kilometer weit kommen, auch eine Version mit Reichweitenverlängerer ist angekündigt. Sein Preis wird mutmaßlich um die 40.000 Euro betragen. Bei Erfolg des i3 und seines sportlichen Hybrid-Bruders i8 könnten weitere Modelle auf der i-Plattform folgen.
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Springen wir ein Jahr weiter: Die Nissan-Tochter Infiniti plant für 2014 eine Luxus-Limousine mit Elektromotor, 100 kW stark und 325 Nm drehfreudig. Eine seriennahe Studie Infiniti LE Concept stand im Herbst 2012 auf dem Pariser Autosalon. Der Lithium-Ionen-Akku mit 26 kWh soll auch induktiv, also kabellos geladen werden können. Angekündigte Reichweite: 160 Kilometer.
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Ebenfalls 2012 in Paris stand der Mercedes Concept B-Class Electric Drive, eine elektrische B-Klassen-Studie, die 2014 in Serie gehen soll. Der stromernde Van verspricht einen 100 kW starken E-Motor mit bis zu 310 Nm Drehmoment, 200 Kilometer Reichweite, Lithium-Ionen-Akkus im Fahrzeugboden und einen Sprint auf 100 km/h in unter zehn Sekunden.
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Ein Jahr nach dem E-Up will VW-Konzernmitglied Skoda mit dem E-Citigo nachziehen. Die Technik soll (natürlich) aus dem eigenen Hause kommen. Geplant sind 26,5-kWh-Akkus und ein 85-kW-Elektromotor, die den Cityflitzer durch die deutschen Großstädte treiben soll.