Es ist ein Kreuz mit diesen modernen Displays: Da wollte
Audi auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas stolz die Technik-Spielereien des neuen
A3-Cockpits präsentieren und schubst parallel ...
... auch gleich ein Bild des kompletten Autos ins Netz. Das ist in einem Fahrzeug-Konfigurationsmenü ziemlich gut zu erkennen.
Neu geformter XXL-Kühler, markante Scheinwerfer, ausgeprägte Sicke unterhalb der Fenster, Coupé-Dachlinie – ja, so haben wir uns das in etwas vorgestellt.
Inzwischen gibt's nicht nur Bilder der neuen A3-Front, sondern auch von Seite und Heck. Aufgespürt wurden die neuen Ansichten von den Kollegen von
www.autoforum.cz aus Tschechien.
Dabei zeigt die dritte A3-Generation nicht nur die Sicke unterhalb der Fensterlinie, sondern auch noch einen zweiten markanten Falz oberhalb der Schweller.
Auffällig, wie bei fast allen neuen Fahrzeugen der letzten beiden Jahre: Die extrem steile Front, mit der Designer und Ingenieure den gestiegenen Anforderungen an den Fußgängerschutz Rechnung tragen.
Neu ist auch der Look der Heckleuchten – zumindest für A3-Kunden. Wer schonmal hinter einem
Audi A1 hergefahren ist, kennt die Leuchtengrafik bereits.
Bleibt die Frage, wie "versehentlich" solche Bilder veröffentlich werden. Wer mit viel Tamtam das neue Cockpit zeigt, guckt sich im Normalfall auch an, was auf den verschiedenen Displays zu sehen ist.Die neuen Ansichten stammen wahrscheinlich aus dem interaktiven Handbuch.
Also alles Absicht? Wohl nicht. Aber zumindest grob fahrlässig. Sei's drum. Das neue Cockpit ...
... ist defintiv sehenswert. Es erinnert mit seinen runden Lüftungsdüsen und dem neuen Lenkrad an den
Audi A1.
Sitzkiste heißt dieser Aufbau, der zwar das komplette Cockpit enthüllt, nicht aber das Auto drumherum. Designer und Ingenieure testen damit lange vor der Serienfertigung Ergonomie, Farb- und Materialqualitäten.
AUTO BILD-Redakteur Tomas Hirschberger hat sich in Las Vegas die A3-Sitzkiste ganz genau angesehen.
Der eigentliche Grund für die Präsentation in Las Vegas aber ist das neue Infotainmentpaket des
A3, besonders seine Bedienung. Es reagiert entweder per Sprachsteuerung oder auf das ...
... MMI-Terminal auf der Mittelkonsole. Hier dreht sich im wahrsten Sinne alles um das sogenannte Touchwheel. Oben auf dem Drehregler befindet sich nun das aus dem
A8 und
A6 bereits bekannte Touchpad, also die berühungssensitive Fläche, die die Eingabe von Zeichen mit den Fingern erlaubt.
Als erstes Audi-Modell wird der neue A3 Elemente aus dem Modularen Infotainmentbaukasten (MIB) an Bord haben. Herzstück ist ein 64 Gigabyte großer Flashspeicher sowie der sogenannte T20-Prozessor von Nvidia, der ...
... die Wiedergabe vieler Video- und Audioformate deutlich beschleunigen soll. Dieser ermöglicht erstmals dreidimensionale Graphiken im Fahrzeug, dargestellt ...
... auf dem nur elf Millimeter dünnen LED-Monitor aus Magnesium, der sich auf Knopfdruck ins Innere des Cockpits verkrümelt.
Nicht alle Funktionen werden gleich beim Start des A3 im Spätsommer 2012 verfügbar sein, sollen aber nach und nach kommen.
Mehr offizielle Bilder gibt's erst vor dem Genfer Autosalon im März 2012. So lange müssen diese Computer-Illustrationen reichen. Optisch erinnert das Frontdesign an den neuen
A6, was für mehr Prestige sorgen wird. Dazu kommt ein wuchtiger Single-Frame-Grill. Über Haube und Flanke werden künftig markante Sicken für mehr Profil im Gesamteindruck sorgen.
Gerade der mächtig nach innen eingerückte Bereich zwischen Gürtellinie und Schweller verpasst dem dritten A3 fast schon eine vertikale Taillenform. Weiter in Richtung Heck fällt zuerst auf, dass die charakteristisch breite C-Säule kantiger als bislang daherkommt.
Fiel das Dach 2003 noch in einer leichten Bogenform ab, so senkt sich die Dachlinie des neuen A3 erst sanft, um dann mit einer harten Kante diagonal abzufallen, ...
... darunter sitzen zweiteilige Heckleuchten, die weit in die Kofferraumklappe hineinragen und spitz zulaufen. Durch die gerade Kante an der Oberseite wirken die Leuchten fast wie Tropfen, die an einer Schnur – in diesem Falle der Gürtellinie – entlanglaufen.
Heckdesign anno 2003: einteilige Leuchte ohne LED-Technik, ausgeschnittene Kofferraumklappe.
Wie am Heck laufen die Leuchteneinheiten auch vorne an der Innenseite spitz zusammen. Sowohl die Form selbst als auch das LED-Element fallen mit einer durchgehenden Linie an der Oberseite auf.
Zum Vergleich das aktuelle Modell: Hier wirkt die Form der Frontscheinwerfer fast rechteckig, das Tagfahrlicht besteht aus einzelnen LEDs.
Nach dem Dreitürer 2012 steht 2013 der
A3 Sportback auf dem Programm: Der Topseller im Programm wird wieder ein Mittelding zwischen Fünftürer und Kombi. Im Gegensatz zum aktuellen A3 gibt es am Heck keine eigenständige Leuchtengrafik mehr. Wiedererkennungswert heißt das Zauberwort.
Vornehmlich für die konservativen Märkte USA und Asien entwickelt, kommt der Stufenheck-A3 2013 dennoch zu uns. Wie der Sportback verfügt er über einen leicht vergrößerten Radstand und wirkt in sich bulliger als der Dreitürer.
Das A3 Coupé (2013) ist im Grunde ein Dreitürer mit gedrungener Silhouette und größerem hinterem Überhang. Damit soll es sich gegen das 1er Coupé behaupten. Fahrwerkstechnisch ist das Coupé sportlicher ausgelegt als seine Brüder.
Beim Cabrio (2014) bleibt sich Audi größtenteils treu. Stoffverdeck und kompakter Radstand bleiben erhalten. Dafür wird es das unschöne Badewannenheck und die stilistisch fragwürdigen Überrollbügel beim zweiten Anlauf nicht mehr geben.
Wer fährt so spät durch Nacht und Wind? Richtig, es ist ein A3-Erlkönig. Technisch spielt er einmal mehr den Vorreiter für die übrigen Kompaktvertreter des Hauses. Er steht als Erster auf jener Quermotorplattform, die einige Zeit später auch den künftigen Generationen von
Golf,
Octavia oder
Leon als Grundgerüst dient.
Bei den Motoren liegt der Fokus noch immer auf weniger Verbrauch, weniger CO2. TDI ist ein alter Hut, Downsizing haben wir auch schon hinter uns, da wird es Zeit für die Zylinderabschaltung. Der 1,4-Liter-Turbobenziner mit rund 140 PS wird bei geringer Last zwei Zylinder stilllegen und somit Sprit sparen.
Auf der Dieselseite ist als Einstiegsmotor zudem ein Dreizylinder-TDI denkbar, die dann aber ein paar PS mehr haben dürfte als die beschaulichen 75 im Polo. In Sachen alternative Antriebe ist eine Erdgasvariante des 1.4 TSI in Planung, ...
... was das Thema Hybridantrieb angeht, ist die Zukunft noch ungewiss. Doch die Plug-in-Studie
A3 e-tron zeigte auf der Auto Shanghai schon einmal, wo der Weg ab Ende 2013 hinführen könnte.
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.