Neue Gene: Nach oben gezogene Scheinwerfer, eine riesige BMW-Niere, markante Lufteinlässe – der BMW Z4 folgt der Designlinie, die die Bayern mit dem neuen 7er eingeschlagen haben.
Gestern & heute: Die Proportionen sprechen die klassische Roadster-Sprache. Das neue Metall-Klappdach folgt dem Trend zur winterharten Kopfbedeckung.
Scharf: Wie beim Vorgänger haben die Designer auch dem neuen Z4 mutige Ecken und Kanten ins Blech getrieben. Die neue Generation wirkt dabei aber nicht ganz so "schräg" wie der erste Z4.
Ab Mai 2009 soll der zweite offene BMW mit Klappdach bei den Niederlassungen stehen. Basismodell ist der Z4 23i (man beachte die neue Nomenklatur) mit 204 PS. Kostenpunkt: 35.900 Euro. Bislang gab es die sechs Zylinder für 32.900 Euro – und mit Punkt zwischen den Ziffern (BMW Z4 2.5i).
Einer für alle: Mit dem zweiteiligen Dach kommt das Ende für das Z4 Coupé. Künftig zählt die Z4-Familie nur noch ein Modell.
Ganz kurz vor der Hinterachse platziert, verspricht BMW den Z4-Passagieren das "typische" Roadster-Fahrgefühl.
Wem das nicht reicht, der kann das Fahrwerk serienmäßig auf Knopfdruck in drei Stufen sportlicher trimmen.
Knackig: Trotz sperrigem Metall-Klappdach schleppt der Z4 keinen dicken Hintern mit sich herum.
Auf & zu: Der direkte Vergleich zeigt, dass der Z4 offen und ...
... geschlossen eine dynamischen Auftritt hinlegt. Die hinteren Leuchten erinnern aus diesem Winkel an den BMW 6er.
Sechs muss sein: Wer zum Start einen Z4 ordert, hat die Wahl zwischen drei Sechszylinder-Benzinern mit 204 bis 306 PS.
Ein günstigerer Vierzylinder wird erst mit deutlichem Abstand verfügbar sein.
Unverkennbar: Solche Kanten und Bögen finden nur bei BMW zueinander.
Beim Design der Rückleuchten haben sich die bayerischen Formgestalter komplett vom Vorgänger-Modell entfernt.
Das zweiteilige Alu-Klappdach des ...
... Z4 macht sich hinter den beiden Sitzen klein und schnurrt ...
... auf Knopfdruck in 20 Sekunden aus seinem Versteck.
Die massive Mütze besteht aus leichtem Aluminium – wichtig für die Fahrdynamik.
Eine große Glas-Heckscheibe sorgt für guten Durchblick, ist aber deutlich schwerer als die Plastik-Luke eines klassischen Verdecks.
Andere Perspektive gefällig? Kein Problem. Wir haben den Z4 auch direkt von vorne. Einmal ohne Mütze.
Und einmal mit.
Schneller Wechsel zum Heck und wieder das gleiche Spiel. Klappdach auf.
Und Klappdach zu.
Die breiten Streben in der BMW-Niere leiten die Luft zu den Sechszylindern und lassen für eine spätere Verwendung in der M-Familie Platz für Design-Spielereien. Man könnte die Dinger auch schwarz lackieren.
Alles wie gehabt: keine Linie ohne Knick. Die Motorhaube reicht bis in die Kotflügel. Bei geöffneter Haube stehen die Räder so fast frei.
Die hellen Ringe in den BMW-Scheinwerfern sind inzwischen Pflicht.
Beleuchtet sind beim neuen Z4 auch die seitlichen Kiemen, die in Sachen Luftver- oder entsorgung keine Rolle mehr spielen.
Leuchtbänder und ein Blink-Lidstrich aus LEDs sollen das Heck des Z4 unverwechselbar machen.
Aufgeräumt: Das verschachtelte Cockpit des Vorgängers ist Geschichte. Die Schaltzentrale des neuen Z4 ist geräumiger und ...
... vor allem übersichtlicher eingerichtet. Der Bildschirm des optionalen Navigationssystems verschwindet bei Nichtgebrauch im Amaturenbrett.
Erstmals hat es auch der iDrive-Knubbel in einen BMW-Roadster geschafft. Geschaltet wird ab Werk mit einem manuellen Sechgang-Getriebe. Optional gibt es die samtweich schaltende Automatik mit formschönen Wahlhebel.
Dezent eingepackt: Hinter den massiven Kopfstützen macht sich das zweiteilige Alu-Dach klein.
Ist der Deckel zu, dürfen bis zu 310 Liter Gepäck mit auf die Reise. Wer offen verreist, muss ...
... enger packen. Dann schrumpft das Kofferraumvolumen auf 180 Liter. Der Vorgänger bot Platz für 220 bis 260 Liter Gepäck.
Sechs sind Pflicht: Zum Start sind ausschließlich Sechzylinder-Motoren zu haben. Aus den sechs Töpfen des Z4 23i sprudeln 204 PS, der 30i schafft 258 PS, der 35i tritt mit 306 PS an.
Zeit für einen kurzen Größenvergleich: Der neue BMW Z4 ist 4,24 Meter lang, 1,79 Meter breit und 1,29 Meter hoch und hat damit vor allem an Länge zugelegt.
Der Vorgänger war 15 Zentimeter kürzer (4,09 Meter). Dafür aber einen unsichtbaren Zentimeter höher (1,30 Meter).
Blick zurück: Auf dem Papier und in der Fantasie der BMW-Designer kam ...
... der neue Z4 so auf die Welt.
Beim Cockpit waren die Details zu Beginn der Arbeit noch deutlich gröber.
Schlichte kreisförmige Bedienelemente sollen die Benutzung erleichtern.
BMW-Designchef Chris Bangle hat das Durcheinander von gewölbten Flächen und scharfen Kanten hoffähig gemacht.
Detailarbeit: Materialqualitäten, Verarbeitung und Form sämtlicher Innenraum-Details werden vor dem Serienstart in akribischer Kleinarbeit von Designern und Entwicklern auf den Weg gebracht.
Trotz Computerunterstützung bleibt die Arbeit am 1:1-Tonmodell für Designer unerlässlich.
Hier werden in Handarbeit alle Ideen umgesetzt, ausprobiert ...
... und oft genug auch wieder verworfen.
Von der Zeichnung zum ersten Tonmodell ist es ...
... ein langer Weg. Steht das finale Design fest, bekommt der Ton-Schlitten ...
... einen Überzug aus Lack-Folie und sieht dann schon fast wie ein echtes Auto aus.
Der Vorteil des Tons: Kommt eine Idee nicht gut an, kann sich problemlos wieder verspachtelt werden.
Keine Lust auf den Klappdach-BMW? Dann hätten wir hier noch ein paar Alternativen. Den Mercedes SLK zum Beispiel. Der ...
... Klappdach-Pionier wurde Anfang 2008 überarbeit und trägt seitdem eine sportliche Formel-1-Nase. Zu haben ist der SLK mit Vier-, Sechs- und ...
... Achtzylinder-Motoren (184 bis 360 PS). Er ist 14 Zentimeter kürzer als der neue Z4 und mit dem Basis-Vierzylinder (220K, 184 PS) ab 36.503 Euro zu haben.
Der Audi TT Roadster ist seit März 2007 am Start und gut sechs Zentimeter kürzer als der neue Z4.
Er ist sowohl mit Front- als auch mit Allradantrieb erhältlich und sogar mit einem Dieselmotor (2.0 TDI, 170 PS) zu haben.
Die Preise für den Audi beginnen bei 30.800 Euro (1.8, 160 PS).
Bei Porsche hat man rechtzeitig vor dem Start des BMW Z4 den Boxster aufgerüstet. Das Facelift macht den Mittemlotor-Roadster fit für die nächsten Jahre.
Hinter den Sitzen des 4,34 Meter langen Porsche faucht ein Sechzylinder-Boxer, der je nach Modell 255 oder 310 PS leistet.
Bei den Preisen spielt der Porsche in einer eigenen Liga. Der Boxster steht für 46.142 Euro bei den Händlern.
Mazdas Antwort auf den Z4 heißt MX-5 und tritt Anfang 2009 mit leicht geändertem Design an.
Der japanische Roadster ist genau vier Meter lang und ausschließlich mit Vierzylindermotoren (126 und 160 PS) zu haben. Die Preise beginnen bei 21.800 Euro.
Ursprünglich wurde der MX-5 nur mit einem klassischen Verdeck ausgeliefert. Die Japaner haben für 2000 Euro extra aber auch ein elektrisches Hardtop im Angebot.
Den hier kennt man in den USA als Pontiac Solstice. In Deutschland heißt der Roadster schlicht Opel GT. Er ist 4,10 Meter lang, mithin 14 Zentimeter kürzer als der neue BMW Z4.
Hinter den Sitzen versteckt sich ein Stoff-Verdeck, das manuell geöffnet und geschlossen werden muss.
Einzig verfügbarer Motor für den GT ist ein 264 PS starker Vierzylinder. Kostenpunkt: 32.400 Euro.
Der Alfa Romeo Spider ist Italiens Antwort auf den BMW Z4. Der Alfa wurde Anfang 2008 leicht überarbeitet und ist mit einer Länge von 4,39 Metern ein dicker Brocken.
Die Italiener bieten den Spider mit Front- oder Allradantrieb an und können neben den Vier- und Sechszylinder-Benzinern sogar einen Dieselmotor liefern.
Die Preise für den mindestens 1605 Kilo schweren Spider beginnen bei 33.750 Euro.
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