Wer bin ich? Dieser Golf VI GTI ist eine der Studien, die auf dem Pariser Salon 2008 gezeigt wurden. Sagt VW Deutschland. Kann nicht sein. Sagen wir. In Paris hatte der rote GTI nämlich ...
... noch fünf Türen. Was dieses Messe-Foto sehr eindeutig beweist.
Auf der englischen Internetseite wird dieser rote Renner schlicht als neuer GTI verkauft. Nix mit Studie.
Sollten also tatsächlich Bilder vom Serien-GTI vorab ins Internet gelangt sein? Über eine offizielle VW-Seite? Kann sein. Muss aber nicht.
Der rote GTI könnte durchaus eine Studie sein – die es schlicht nicht auf den Messestand geschafft hat. Volkswagen hatte sicher mehr als nur drei GTI für die Messe zur Auswahl.
Der englische GTI gleicht der Paris-Studie in jedem Fall bis aufs Haar. Das ist mehr als ungewöhnlich. Wenn der Serien-GTI Mitte 2009 zu den VW-Händlern kommt, sollte ...
... er sich eigentlich und für gewöhnlich in dem einen oder anderen Detail von der Studie unterscheiden.
Der Radiosender, den das Multifunktionsdisplay anzeigt, deutet darauf hin, dass die Bilder des englischen GTI in Deutschland gemacht wurden. Liebe Kölner: Grüße in den Sektor!
Die Verwirrung komplett macht der Blick ins angebliche GTI-Cockpit. Die Mittelkonsole stammt vom Golf VI, das Lenkrad aber vom Vorgänger-GTI. Kommentar von Volkswagen: "Gehen Sie davon aus, dass ein neuer GTI auch ein neues Lenkrad bekommt!" Aha.
Wir sind gespannt. Und freuen uns über den nächsten GTI-Fund aus dem Internet.
Den hier haben englische Blogger in der Autostadt Wolfsburg fotografiert und zum Serienmodell erklärt. Das ist allerdings nicht ganz richtig.
Der blaue GTI aus Wolfsburg ist die Studie, die auch in Paris zu sehen war.
Beweisfoto gefällig? Bitte sehr.
GTI-Fans dürften allerdings nicht unglücklich sein, wenn der Kult-Renner tatsächlich genau so in die nächste Modellgeneration starten würde.
Serienmodell oder Studie – diese Frage wird sich final auf dem Genfer Salon 2009 klären (5. bis 15. März 2009). Da feiert der Golf GTI offiziell Publikumspremiere.
Blick zurück: So präsentierte sich die GTI-Studie auf der Paris Motor Show 2008. Aus Gründen der Abgrenzung zu seinen zivilen Brüdern trägt der GTI einen blutroten Rahmen im schwarzen Waben-Kühler.
Abgeschaut: Die tiefe Frontschürze mit integrierten Nebelscheinwerfern erinnert an den Zwölfzylinder-Golf, den VW 2007 am Wörthersee am Start hatte.
Randerscheinung: Die Nebelscheinwerfer sind ganz außen in die Frontschürze integriert.
Angeschwärzt: Chrom gibt es nur für das GTI-Logo. Die restlichen Details sind klassisch schwarz eingefärbt.
Unverändert: Die markanten 17 Zoll großen Fünfloch-Felgen gab es auch schon beim Vorgänger. Jetzt sind sie allerdings innen (!) schwarz lackiert.
Entzweit: Die beiden Auspuff-Endrohre bollerten beim letzten GTI noch in direkter Nachbarschaft. Jetzt sitzen sie links und rechts vom ...
... ebenfalls neu ins Spiel gekommenen Diffusor-Einsatz.
Geblendet: Ob hinter den Abdeckungen der Heckleuchten LEDs glühen, wird sich noch herausstellen.
Zurückversetzt: Eine einzige tiefe Verbeugung vor dem Ur-GTI aus dem Jahr 1976 ist – wie beim Vorgänger – die Inneneinrichtung des neuen Volks-Sportlers.
Kariert: Alu-Pedale, rote Ziernähte am unten abgeflachten Lederlenkrad, schwarzer Dachhimmel und knackige ...
... Sportsitze mit Karo-Dekors machen den Retro-Look komplett.
Modernisiert: Das extrem wuchtige Volant der Vorgängers musste einem schlankeren Lenkrad weichen.
Vergessen: Schade. Hier hätte ein Golfball Dienst tun können. Statt dessen greift der GTI-Fahrer ab Mai 2009 zum modernen Vielzweck-Knüppel.
Aufgeladen: Hinterm schwarzen Waben-Kühler tobt ein 210 PS starker Turbo-Vierzylinder, der den Golf auf ...
... 239 km/h zieht. 7,2 Sekunden vergehen beim Sprint auf 100 km/h. Keine Millisekunde weniger als beim Vorgänger-GTI.
Erinnert: 1976 wagte sich VW mit dem ersten GTI an den Start. 110 PS stark und 183 km/h schnell. Ein echter Straßenfeger.
Verehrt: 5000 Stück wollte Volkswagen 1976 vom ersten GTI bauen. Mehr Potential trauten die Wolfsburger ihrem ...
... neuen kleinen Renner nicht zu. Der Rest ist Geschichte. Mittlerweile wurden rund 1,8 Millionen GTI verkauft.
Verweichlicht: Beim Blick ins karge GTI-Cockpit stellt sich gar nicht erst die Frage, wo sich der GTI in fünf Generationen rund 500 Kilo Mehrgewicht angefuttert hat.
Nachgelegt: Der Start der zweiten GTI-Generation brachte den Fans vor allem mehr Vielfalt. Mit und ohne Katalysator gab es den Renner mit 107 bis 139 PS. Der damals heißeste GTI war der 160 PS starke G60.
Die Einrichtung unterschied sich durch das Sportlenkrad, die Sportsitze und die elektrischen Fensterheber von den zivilen Versionen.
Unvergessen: Mit der dritten Golf-Generation (ab 1991) legte auch der GTI an Leistung zu. Zur Wahl standen Vierzylinder mit 115 oder 150 PS.
Von 1996 bis 1997 hatte VW das Sondermodell "20 Jahre GTI" im Angebot, das erstmals auch einem TDI (110 PS) zum begehrten GTI-Logo verhalf.
Vereint: Schick. Drei Generationen GTI friedlich vereint. Die langweilige Silber-Lackierung will allerdings nicht so recht ins Bild passen.
Verschmäht: Mit Golf Nummer vier (ab 1997) begannen harte Zeiten für GTI-Fans. Das glorreiche Kürzel verkam zur Ausstattungslinie, die mit fast jeder Motorisierung kombiniert werden konnte.
Abgesehen vom nicht mitgelieferten Rennfahrer, den 16-Zoll BBS-Alus und dem GTI-Logo am Heck war er äußerlich nicht von seinen zivilen Brüdern zu unterscheiden.
Erst zum 25-jährigen GTI-Jubiläum 2001 beruhigten sich die Gemüter wieder. Der Geburtstags-GTI punktete mit einem anständigen Spoilerpaket, 18-Zoll-Alus und einem 180 PS starken Turbo-Vierzylinder.
Wiederbelebt: 2005 reanimiert Volkswagen den "Mythos GTI" und schickt die fünfte GTI-Generation an den Start.
Durch den schwarzen Kühler, schicke Schürzen und die durchdachten Details ist der Fünfer-GTI jetzt gut vom zivilen Golf zu unterscheiden, ohne allzu prollig zu wirken.
Entsprechend schnell stürmt er die Herzen der GTI-Fans. Zumal auch die Leistung stimmt. Unter der Haube schnaubt ein 200 PS starker TFSI.
Vergittert: Das schwarze Wabengitter ist seit GTI Nummer fünf eines der GTI-Markenzeichen.
Verspielt: Ein dickes, unten abgeflachtes Sportlenkrad und ...
... der kurze Schaltknüppel verpassen auch der Inneneinrichtung einen sportlichen Touch.
Festgeschraubt: Knallenge Sportsitze, natürlich im traditionellen Karo-Muster, bieten in schnellen Kurven Seitenhalt.
Grenzenlos: VW selbst zeigt, was sich mit so einem GTI alles anstellen lässt. Dieser 240 PS starke Gumball-GTI wurde 2005 für das gleichnamige Rennen gebaut.
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.