Messe-Star mit Mütze: Der 571 PS starke Mercedes SLS wird 165.000 Euro kosten. Offiziell sollte er eigentlich erst im September 2009 in Frankfurt zu sehen sein.
Flügel-Tier: Wenn der SLS AMG seine Türen aufschwingt, wird es Fans des legendären 300 SL aus den 50er Jahren warm ums Herz. Auch Retro: die große Kühler-Nase mit XL-Stern und breiten Schwingen.
Gullwing-Doors heißen die coolen Klappen bei englischen Autonarren. Kein Mercedes ist bekannter als der 300 SL. Jetzt kehrt er zurück.
Schaltzentrale: Bei der Gestaltung des SLS-Cockpits ließen sich die schwäbischen Designer vom modernen Flugzeubau inspirieren. Die Lüftungsdüsen sind optisch verwandt mit Flugzeugturbinen.
Klare Linien, reduzierte Bedienung: Ein SLS-Pilot soll und muss sich auf die Sraße konzentrieren – immerhin verwaltet er 571 PS.
Auch wenn der Tacho bis 360 geht – im Werkstrimm werden nur rund 315 km/h möglich sein. Erst spätere Versionen sollen mehr vom Tacho-Potential nutzen.
Das Siebengang-DSG (Doppelkupplungsgetriebe) empfängt seinen Befehle über Schaltwippen am Lenkrad – und diesen "Schubhebel" auf der Mittelkonsole.
Das spitze Heck ist wie die Türen historisch inspiriert. Es erinnert an den 300 SL der 50er.
Kraftprotz: Der Achtyzlinder sitzt fast komplett hinter der Vorderachse und wurde komplett von AMG entwickelt. 571 PS holen die Affalterbacher aus 6,3 Liter Hubraum.
Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zupacken können: Die Beläge der SLS-Stopper beißen Scheiben aus Keramik-Verbundmaterial.
Motor vorne, Getriebe hinten – die Transaxle-Bauweise steht für klassischen Sportwagenbau und optimiert die Gewichtsverteilung: 52 Prozent des Gewichts liegen auf der Hinterachse.
Nimm's leicht: Im Kampf gegen hinderlichen Hüftspeck durften die AMG-Ingenieure ganz tief ins Alu-Regal greifen. Erstmals sitzt bei Mercedes eine Alu-Karosserie auf einem Alu-Chassis. 1620 Kilo bringt der Flügeltürer so auf die Waage.
Aus der Erlkönig-Mottenkiste: Dass hier ein SLS AMG über die Nordschleife fegt, war 2008 noch nicht klar. Der SLR-Nachfolger hatte damals noch viele ...
... Namen – und noch keine eigene Karosserie. Als Erprobungsträger musste eine Dodge Viper herhalten.
Über Flügeltüren konnte zu diesem Zeitpunkt nur spekuliert werden.
Erst 2009 erlaubten die Schwaben einen ersten Blick in die SLR-Entwicklung – und lieferten ...
... die passenden Erlkönig-Bilder von den weltweiten Testfahrten gleich mit. Berge und Täler, ...
... Eiseskälte und Wüstenglut – der SLR musste die gleiche Test-Tortur wie alle anderen Mercedes-Modelle hinter sich bringen.
Und immer wieder Nordschleife: Hier haben die Erlkönig-Jäger von autobild.de einen SLS mit relativ ...
... dezent getarnter Nase erwischt. Gut sichtbar: der klassisch-große Stern und die breiten Schwingen im Kühler. Beides ...
... prägte schon den 300 SL aus dem Jahr 1954 – und steht auch dem modernen Flügeltürer gut zu Gesicht.
Anker werfen: Wenn es darum geht, so viel Speed wie möglich zu entsorgen, springt den Keramik-Stopper ein aufklappender Flügel auf dem Kofferraumdeckel zur Seite. Die so genannte Airbrake erhöht den Luftwiderstand. Kennt man auch von landenden Flugzeugen.
Der Klassiker: Mit dem 300 SL schaffte es Mercedes 1954 aus dem Stand auf die Titelblätter der Welt. Stars und Sternchen war verrückt nach dem ...
... deutschen Sportlern mit den abgefahrenen Türen. Noch heute werden spätere SL Roadster zu Flügeltürern umgerüstet, um die große Nachfrage zu befriedigen.
Ein ganz heißes Eisen: Für die Sportwagen-Weltmeisterschaft baute Mercedes 1955 den 300 SLR – einen offenen Zweisitzer, der ...
... mit einer ausklapbaren Luftbremse antrat. Die hat er nun auch an den SLS AMG vererbt. Ob auch der SLS einen scharfen R-Ableger bekommen wird, steht noch in den Sternen.
Noch ein Flügeltürer: Nach dem 300 SL versuchte sich Mercedes in den 60er und 70er Jahren erneut an Flügeltüren. Die Experimentalfahrzeuge der C111-Familie hatten allerdings ...
... nicht nur ausgefallene Türen, sondern auch moderne Kunststoff-Karosserien und ganz unterschiedliche Motorisierungen. Dieser C111 wurden von einem mittig eingebauten Einspritz-Wankelmotor angetrieben.
Zur Serienreife brachte es die C111-Flotte und der Wankelmotor bei Mercedes nie. Ein Jammer.
Dafür experimentierten die Schwaben schon in den späten 70er Jahren mit Dieselmotoren. Der C111-III ...
... dieselte 1978 auf der Hochgeschwindigkeits-Strecke im italienischen Nardo auf 320 km/h.
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