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Erster Vergleich: BMW i3 vs. VW E-Golf

BMW i3 VW E-Golf
Duell der Stromer: Mit dem e-Golf tritt VW gegen den BMW i3 an. Wolfsburg gegen Wunderauto – welches Modell ist das bessere Elektroauto? Wir wollten es genau wissen ...
Bild: Thomas Starck
BMW i3 VW E-Golf
... und haben beide E-Mobile einen Tag lang durch Stadtverkehr, über Landstraßen und die Autobahn gefahren.
Bild: Thomas Starck
BMW i3
Leichte Carbonkarosserie, Öko-Werkstoffe, Heckantrieb mittels Elektromotor – der BMW i3 ist ein revolutionäres Konzept, das völlig neue Wege geht. Bislang gab es dafür reichlich Beifall, auch von AUTO BILD. 
Bild: Martin Meiners
VW E-Golf
Nun kontert VW und bringt ebenfalls ein kompaktes Elektroauto, ohne dabei aber gleich einen automobilen Umsturz zu beschwören. Der e-Golf bewegt sich konzeptionell auf den gewohnten Pfaden, hat weder nachwachsende Rohstoffe zu bieten ...
Bild: Werk
VW E-Golf
... noch ein Leichtbau-Chassis aus Kohlefasern. Der e-Golf bleibt ein Golf. Volkswagen hat ihn nur elektrifiziert. Typisch VW eben, eher konservativ-abwartend als mutig-progressiv.
Bild: Werk
VW E-Golf
Doch es zählt nicht die Optik. Wichtigstes Testkriterium ist natürlich die Reichweite. Rund 190 Kilometer beträgt sie beim e-Golf, die ...
Bild: Werk
BMW i3
... gleiche Distanz verspricht der i3. Los geht's! Agil und flink flitzt der BMW durch die Stadt. Beim Einlenken reagiert seine Lenkung extrem spontan, ja fast schon zu spitz.
Bild: Sven Krieger
BMW i3
Hinten drückt kräftig der 170 PS starke E-Motor. Fahrspaß? Keine Frage, der i3 ist ein untypisch-typischer BMW. Beim Wenden beeindruckt er mit kleinem Wendekreis – ein tolles Stadtauto mit sehr hohem Aufmerksamkeitspotenzial.
Bild: Sven Krieger
VW E-Golf
Ganz anders der Golf: Trotz blauer Streifen und spezieller Typschilder bleibt er unauffällig. Dass er elektrisch fährt, behält er für sich – ein Allerweltsauto eben. 
Bild: Werk
VW E-Golf
Gefühlt schießt er fast genauso zügig nach vorn wie der i3, trotz 55 PS weniger Leistung ...
Bild: Werk
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... und rund 300 Kilo mehr Gewicht. Beim Fahreindruck wirkt der e-Golf in puncto Dynamik nicht weit vom i3 entfernt, obwohl er laut Werksangabe 3,2 Sekunden länger auf 100 km/h braucht als der BMW. Der größte Unterschied liegt im Pedalgefühl.
Bild: Werk
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Während der i3 beim Lupfen stets stark rekuperiert und man fast ohne Bremse auskommt, fährt sich der e-Golf konventioneller und mit langen Ausrollphasen. 
Bild: Thomas Starck
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Anders als im BMW kann der Golf-Fahrer den Rekuperationsmodus über den Schaltknaufwählen – von Stufe eins bis drei sowie die besonders intensive "B"-Position. In Letzterer wandelt er ein Maximum an Bewegungsenergie um, dann ...
Bild: Thomas Starck
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... fährt sich der e-Golf ähnlich wie der i3. Diese Möglichkeit ist ein Vorteil für den VW, weil der Fahrer so aktiver mit mehr Optionen unterwegs ist. Gleiches gilt für das Geräuschniveau, der ...
Bild: Werk
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... e-Golf wirkt leiser. Bei mehr als 80 km/h produziert seine Karosserie weniger Windgeräusche. Elegant, weil fast lautlos, rollt er über die Straße. Fußgänger bemerken ihn oft erst in letzter Sekunde.
Bild: Thomas Starck
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Allerdings rollt der VW auf schlechten Straßen ähnlich straff ab wie der i3. Absätze und Fugen geben die speziell entwickelten Conti-Energiesparreifen als kräftige Schläge in den Innenraum weiter.
Bild: Thomas Starck
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Ergonomisch ausgefeilte Sitze, Türinnenkonstruktion, Instrumente und Mittelkonsole des VW umschließen den Fahrer fast perfekt. 
Bild: Thomas Starck
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Im i3 dagegen sorgt die erhöhte Sitzposition zwar für gute Übersicht, doch Beinwinkel und Sitzgefühl sind auf längeren Strecken deutlich ungemütlicher.
Bild: Thomas Starck
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Auch beim Alltagsnutzen zieht der BMW den Kürzeren. Der BMW-Fond ist eng, die originellen Türen machen den Einstieg kaum besser.
Bild: Thomas Starck
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Der Sitzkomfort im Golf-Fond ist auch auf langen Strecken hoch, Ein- und Aussteigen leicht.
Bild: Thomas Starck
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Und der Verbrauch? Nach 35 Kilometern durch Stadt und Land ist die Restreichweite beider Autos spürbar geschrumpft – deutlicher jedenfalls, als die Bordrechner beim Start kalkuliert haben. Der BMW-Monitor zeigt noch 67 Kilometer an, ... 
Bild: Thomas Starck
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... der Golf würde noch 101 Kilometer weit stromern.
Bild: Thomas Starck
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Doch nun kommt die Autobahn. Beide Modelle fahren Vollgas. Der BMW erreicht dabei mit angezeigten 155 km/h die etwas höhere Endgeschwindigkeit. Doch die linke Spur mögen weder i3 noch E-Golf. Nach weniger als 20 Kilometern haben sich die Akkus rapide geleert.
Bild: Thomas Starck
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Nur noch 28 Kilometer will der BMW elektrisch fahren. Aber der getestete i3 verfügt über einen Range Extender. Ohne den wäre er ein paar Kilo leichter, 4500 Euro günstiger und seine E-Reichweite vielleicht noch einen Tick besser. So aber rattert sein Verbrennungsmotor sieben Kilometer vorm Ziel los und lädt die Batterie.
Bild: Thomas Starck
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Der e-Golf dagegen bleibt cool und zeigt am Ende immer noch 24 Kilometer elektrische Restreichweite. Klare Sache: Der VW hat das BMW-Wunderauto entzaubert.
Bild: Thomas Starck
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Das Fazit von Jörg Maltzan: "Der i3 hat einen echten Gegner bekommen. Wenn es um die technische Leistungsfähigkeit geht, zeigt sich der Golf sogar überlegen. Schade nur, dass VW die überzeugende E-Technik in den Golf eingebaut hat. Eine eigene Leichtbaukarosserie wie beim i3 hätte noch mehr Signalcharakter."
Bild: Thomas Starck