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Essen Motor Show (2016): Geschmackssachen

Essen Motor Show (2016): Geschmackssachen
Was geht beim Tuning zu weit? Oder kann man überhaupt zu weit gehen? Beispiel Golf 7 GTI JP. Katharina Berndt meint: "Ich muss vorweg sagen, dass ich Golf grundsätzlich langweilig finde. Dieser Golf 7 GTI von JP Performance aber sieht außerdem noch aus wie ein Marienkäfer ohne Punkte. Den extremen Farbkontrast allein hätte ich mir ja noch gefallen lassen, aber dazu goldene Felgen und so tief? Sorry, das ist mir zu überladen."
Bild: Auto Bild
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Jan Götze ist da anderer Meinung: "Von wegen Marienkäfer! Das ist endlich mal ein JP-Design, das mir richtig gut gefällt. Im Vergleich zur letzten Folierung des Golf mit Digitaldruck und tausend Farben finde ich das neue Design schön klassisch. Dazu die goldenen Rotiform-Felgen und endlich auch ein Luftfahrwerk – das passt!"
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Beim Lamborghini Aventador Liberty-Walk meint Katharina Berndt: "Nicht mal für echtes Carbon hat es beim Liberty Walk gereicht. Alles nur Dekorfolie auf einem Bodykit, das den Lambo garantiert eher langsamer als schneller macht – man beachte allein den unsinnig großen Flügel. Kein Wunder, dass der Innenraum in Tarnfleck ist – darin möchte niemand gesehen werden.
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Jan Götze: "Ich bin eigentlich kein Fan der Liberty-Walk-Breitbauten: Kennen wir jetzt schon seit Jahren und haben wir so langsam auf fast jedem Auto gesehen. Der Lamborghini Aventador ist aber eine Ausnahme! Ab Werk ist der Lambo schon ein Ballermann, da passt das extreme Bodykit einfach perfekt. Zugegeben, die Carbonfolie hätten sie sich sparen können. Den Militär-Look im Innenraum finde ich ganz witzig!"
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Beim rostigen Porsche 911 GT3 RS kommt Katharina Berndt ins Grübeln: "Neue Autos im Schrottplatz-Look mag ich eigentlich. Diesem Porsche 911 GT3 RS nimmt man den aufgemalten Rost aber überhaupt nicht ab. Die neongelb folierten Scheinwerfer passen nicht dazu und erinnern mich an die gelben Sonnenbrillen, die alternde Rockstars gern tragen."
 
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Jan Götze dagegen mag den Look: "Der nagelneue 911 GT3 RS schon im Retro-Stil! Der Used-Look auf diesem Porsche ist genau nach meinem Geschmack. Dabei ist es nicht einfach irgendein Design, sondern das legendäre Gulf-Design. Um den klassischen Look perfekt zu machen, wurden die Scheinwerfer und Blinker gelb foliert. Den letzten Touch verleihen MB-Design-Felgen mit Zentralverschluss und Bremssättel in Acidgelb."
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Beim Nissan Skyline R32 GTR VSpec ist Katharina Berndt auf Kontra-Kurs: "Langweilig! Der Nissan Skyline GTR ist so erwartbar getunt! Ein Auspuffrohr, in das mein Arm passt. Auf dem Heckdiffusor kann man seitlich Getränke abstellen. Und der Spoiler sieht nicht sportlich aus, sondern wie ein gepolsterter Henkel? Da ist doch mehr drin!"
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Jan Götze gefällt das: "Ein Nissan Skyline GTR ohne Tuning ist fleischlos wie ein Veggie-Burger – Tuning gehört beim Skyline einfach dazu. Wenn es so geschmackvoll wie in diesem Fall gemacht wurde, bekommt Godzilla definitiv meinen Segen. Schlichter weißer Lack, originale Anbauteile, zeitgenössische Felgen (zumindest auf der Beifahrerseite) und ein sportlicher Innenraum inklusive Schalensitze – das passt! Den letzten Touch verleiht das japanische Nummernschild – Daumen hoch für diesen Skyline!"
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Entsetzen bei Katharina Berndt über diesen BMW M6: "Hier ist einfach alles schiefgelaufen. Die Goldfolierung ist schlecht gemacht und steht an den Enden über, Bodykit und Felgen lassen das Auto einfach nur obszön aussehen. Kein Wunder, dass da eine Pappfrau auf dem Beifahrersitz ist, eine echte steigt in diese Pornokarre niemals ein."
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Jan Götze: "Hier stimme ich dir vollkommen zu, Katharina. Ich liebe den BMW M6 E63 allein schon wegen des legendären V10-Motors, aber das geht gar nicht. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll – hier gefällt mir einfach gar nichts mehr. Felgen, Bodykit, Spoiler – das ist nur noch peinlich. Und dann dieser Schriftzug am Heck: MSex – da fällt mir gar nichts mehr ein."
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Den getunten SLR McLaren Roadster findet Katharina Berndt schwierig: "Dass man einen Supersportler wie den Mercedes SLR McLaren Roadster nur schwer veredeln kann, dürfte auch dem Macher dieses Autos aufgefallen sein. Speichenfelgen, die Front vom SLR 722 und ein neues AMG-Lenkrad drauf – fertig. In meinen Augen ist das Auto verschlimmbessert worden. Vorher war es perfekt, jetzt sieht es zusammengeschustert aus."
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Jan Götze: "Da gebe ich dir recht: Einen Supersportwagen vom Schlage eines SLR zu veredeln, erfordert Fingerspitzengefühl. Aber genau das wurde hier bewiesen. Auf überdimensionale Spoiler und ausgeflippte Farben wurde glücklicherweise verzichtet. Dafür gibt es einen schlichten Satz MB-Design Felgen und die Frontlippe vom Sondermodell SLR 722. Besonderes Detail im Innenraum: ein modernes Mercedes-AMG Lenkrad. Sehr geschmackvoll!"
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Oldtimer-Tuning – das geht für Katharina Berndt im Falle dieses Mercedes-Benz 280 SE 3.5 gar nicht: "Muss das sein? Ein Oldtimer mit Luftfahrwerk? Der Mercedes 280 SE ist so niedrig, dass man drüber stolpern könnte. Dazu noch diese Noträder, das ist wirklich albern und irgendwie auch Majestätsbeleidigung."
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Jan Götze findet es gut: "Auch wenn Oldtimer-Tuning nicht jedermanns Sache ist, mir gefällt es. Wichtig ist mir dabei, dass die Originalität nicht zu sehr auf der Strecke bleibt. Dieser 72er Benz ist dank Luftfahrwerk knüppeltief und rollt dabei auf klassischen Barock-Felgen in 15-Zoll. Jetzt noch den Track "Beamer, Benz oder Bentley" anschmeissen und einfach nur cruisen – lässig!"
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Differenzen auch beim Range Rover Startech. Katharina Berndt: "Ich bin ein Fan von sinnvollem Tuning. Dieser Spoiler auf dem Range Rover von Startech hat keinen Sinn. Der macht weder Anpress- noch Eindruck. Vielleicht gehört es heutzutage einfach zum guten Ton, überall einen Dachkantenspoiler dranzubauen. Mein Geschmack ist das nicht."
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Jan Götze findet: "Auch beim diesem Range Rover von Brabus-Tochter Startech ist weniger mehr: Das Bodykit ist dezent und fällt nur Kennern direkt auf. Dazu diese wunderschönen 23-Zoll-Felgen, die perfekt zum bulligen Range passen. Ab Werk versorgt einen JLR ja nur mit 22-Zöllern. Über den Dachkantenspoiler lässt sich streiten, aber der sonstige Look lässt den Range Rover noch bosshafter aussehen!"
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Einigkeit zum Ende über den Auftritt von Porsche motorsport. Katharina Berndt: "Ein 911 GT3 Cup und ein Lkw mit Logo, das ist alles, was es bei Porsche zu sehen gibt. Ansonsten viel freie Fläche. Ganz schön enttäuschend, die haben doch viel mehr zu bieten."
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Jan Götze fordert: "Jetzt macht doch mal den Truck auf und holt die Autos raus! Liebe Porsche-Motorsport-Abteilung, das kann doch nicht schon alles sein. Ein Auto, ein riesiger Truck und ein paar ausgestellte Motoren? Mehr nicht? Schade, ich hätte gerne mehr gesehen, zum Beispiel den nagelneuen 911 RSR!"
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