Opel muss es gewusst haben: Astra heißt doch nicht zufällig "Sterne" auf Latein. Denn prompt erhält der neue Rüsselsheimer Kompakte fünf Crash-Flitter und die höchste Punktzahl unter 17 Kollisions-Kandidaten.
Erwachsenenschutz im Opel Astra: 34 Punkte, das entspricht 95 von 100 Prozent.
Zwei Arten von Seitencrashs praktiziert Euro NCAP: Nummer eins (Side Impact Car) simuliert den Einschlag einer Auto-Front, Nummer zwei (Wide Impact Pole) lässt sich am besten mit "um den Baum wickeln" umschreiben. Bei letzterem liegt der Astra im Mittelfeld.
Hier wird der Schutz des Opel Astra beim Heckaufprall getestet, also die Gefahr eines Schleudertraumas. Alles im grünen Bereich, sagt Euro NCAP.
Kindersicherheit im Opel Astra: 41 Punkte (84 Prozent).
Eine derartige Massen-Karambolage gab's bei Euro NCAP seit Jahren nicht mehr. Und zwei Teilnehmer holten sich auch – sinngemäß – eine blutige Nase. Vor allem dem Toyota Urban Cruiser ...
... erging es mies: nur drei Sterne von fünf möglichen. Das lag überwiegend an den Ergebnissen beim Seitenaufprall, wo im Kopfbereich ...
... der Frontinsassen schlimmste Verletzungen die Folge sind. Dafür gab es null Punkte und eine deutliche Abwertung. Insgesamt ...
... erntete der Urban Cruiser nur 21 Punkte (58 Prozent) in der Kategorie Erwachsenenschutz.
Kracht es am Heck, dann besteht für die Halswirbelsäule eine mittlere Gefährdung. Nicht lebensgefährlich, aber auch längst nicht akzeptabel.
Der Kleinwagen Chevrolet Spark macht insgesamt schon eine bessere Figur, doch leider fehlte ihm etwas Entscheidendes: Der Hersteller hat sich noch nicht dazu durchringen können, serienmäßig ESP einzubauen. Das gab den Ausschlag: nur vier Sterne.
Chevrolet Spark: 29 Punkte für den Erwachsenenschutz (81 Prozent).
Beim Seitenaufprall ist fast alles im grünen Bereich, nur die Begegnung mit dem Baumstamm kann dem Brustbereich leichte Blessuren zufügen.
Kindersicherheit im Spark: 38 Punkte (78 Prozent).
Auch beim Spark bewegt sich die Gefährdung der Halswirbelsäuzle im mittleren Bereich.
Kam weit besser weg als sein kleiner Bruder: Der Chevrolet Cruze erhielt fünf Sterne, nicht nur wegen der serienmäßigen Schleuder-Vorbeugung ESP. In Sachen Fußgängersicherheit sah der Kompakte allerdings miserabel aus (12 Punkte, 34 Prozent).
Erwachsenensicherheit: 35 Punkte (96 Prozent).
Kindersicherheit: 41 Punkte (84 Prozent).
Der Chevrolet Cruze im Seitenaufprall. Höchstens der Brustbereich leidet, wenn ein schmales Hindernis einschlägt.
Beim Heckaufprall ist keine Gefahr vorhanden.
Durchweg ordentliche Crashwerte erhielt der BMW X1. Guter Schutz für Fahrer, Beifahrer, Kinder und auch Fußgänger, lediglich das heftige Ausschlagen des Kopfes beim Heckaufprall ("Whiplash") führte zu mittlerer Belastung. Fünf Sterne.
Volkswagen hat für die Materialschlacht den Scirocco beigesteuert. Während hier die Halsbelastung beim Frontknall sehr gering war, präsentiert sich die Motorhaube als regelrechtes Fußgängergrab. Fünf Sterne.
Kindersicherheit im VW Scirocco: 36 Punkte (73 Prozent).
Erwachsenensicherheit: 31 Punkte (87 Prozent).
Wenn's in die Seite kracht, leiden Brust und Bauchbereich mäßig.
Kommt die Energie von hinten, fängt der Sitz die Bewegung gut ab.
Während die Insassen im Citroën DS3 beim Knall mit wenigen Blessuren davonkommen, hat ein Fußgänger durch die Kollision mit dem Kleinwagen schlechte Überlebenschancen. Fünf Sterne.
Die Kindersicherheit im Citroën DS3: 35 Punkte (71 Prozent).
Besser sieht's für die Erwachsenen vorne aus: 31 Punkte (87 Prozent).
Der Citroën DS3 beim Seitencrash. Üble Verletzungen drohen im Brustbereich, wenn sich ein Baum nähert.
Kommt der Stoß von hinten, fängt der Sitz nicht alles ab. Mittlere Gefährdung im DS3 für die Halswirbelsäule.
Auch das Luxus-SUV Infiniti FX verformt sich im Rahmen des Erlaubten, Fahrer und Beifahrer sind jeweils im Oberschenkel-Bereich mittleren Belastungen ausgesetzt. Fünf Sterne.
Kissenschlacht de Luxe: Der Infiniti FX schützt die Erwachsenen auf den Vordersitzen zu 86 Prozent (31 Punkte).
Kindersicherheit: 38 Punkte (77 Prozent).
Der Seitencrash offenbart höchstens eine leichte Gefahr für den Brustbereich.
Schleudertrauma nicht ausgeschlossen: mittlere Gefährdung beim Heckaufprall.
Beim Rückwärts-Crash gegen den Pfahl ist der Fahrer eines Mazda3 starken Belastungen im Brustbereich ausgesetzt, der Fußgängerschutz kann noch verbessert werden. Fünf Sterne.
Erwachsenensicherheit: 31 Punkte (86 Prozent).
Kindersicherheit: 41 Punkte (84 Prozent).
Kracht dem Mazda3 ein Auto in die Seite, drohen leichte Kopfverletzungen. Die Umarmung mit einem Baum kann tödlich enden (Brustbereich schwer gefährdet).
Die Halswirbelsäule ist beim Rückwärts-Crash mittelschwer gefährdet.
Die Mercedes E-Klasse sah beim Fußgängerschutz erheblich besser aus, fast alles im grünen Bereich. Fünf Sterne.
Erwachsenenschutz: 31 Punkte (86 Prozent).
Kindersicherheit: 38 Punkte (77 Prozent).
Achtung, Baum von links: Da kann es im Brustbereich eng werden – mittlere Gefährdung.
Auch der Hals kann etwas zu sehr durchstrecken, wenn's hinten einschlägt. Mittlere Gefährdung.
Auch die Mercedes GLK-Klasse verspricht ihren Eigentümern soliden Schutz. Lediglich beim Crash gegen den Pfahl wurde die Brust des Fahrers mäßig belastet, der Fußgängerschutz ist im Zentrum der Motorhaube okay. Fünf Sterne.
Erwachsenensicherheit: 32 Punkte (89 Prozent).
Kindersicherheit: 37 Punkte (76 Prozent).
Seitencrash: Mittlere Gefährdung für den Brustbereich, wenn der Baum ins Spiel kommt.
Der Kopf schleudert beim Heckaufprall so energisch nach hinten, dass eine mittlere Gefährdung besteht.
Im Van Peugeot 5008 ist die gesamte Besatzung ziemlich sicher, Unfallgegner zu Fuß leider aufgrund der harten Motorhaube weniger. Fünf Sterne.
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