Am dritten Testtag in Valencia hatte der Rekordweltmeister Michael Schumacher das Cockpit ganz allein für sich. Trotz wohl gefüllter Tanks und damit schwerem Auto, rangierte der Kerpener nach 82 Runden auf Rang drei.
Schumachers Ex-Team Ferrari stand am Abend erneut ganz oben in der Zeitenliste. Fernando Alonso lenkte den roten Renner aus Maranello zur Tagesbestzeit, welche gleichzeitig die schnellste Zeit aller drei Testsessions bedeutete.
Weltmeister Jenson Button feierte Premiere im neuen Arbeitsgerät. Während am Montag und Dienstag seine Teamkollegen Gary Paffett sowie Lewis Hamilton am Lenkrad drehten, übernahm Button am Mittwoch das Steuer des MP4-25.
Nico Hülkenberg absolvierte im Williams-Cosworth FW32 insgesamt 126 Trainingsrunden. Damit war er am Mittwoch hinter Alonso der fleisigste Pilot. Der Ferrari-Mann fuhr nur eine Runde mehr als Hülkenberg.
Nach einem Unfall mit Sauber-Pilot Pedro de la Rosa landet Hülkenberg im Gesamtklassement auf Rang 13.
Auch Vitaly Petrov feierte beim Test in Valencia seinen Einstand im Renault-Cockpit. Er belegte am Mittwoch die sechste Position.
Jaime Alguersuari hetzte am dritten Tag 97 Mal über die Rennstrecke in Valencia. Dabei spulte der spanische Toro-Tosso-Pilot fast 390 Testkilometer runter und landete auf Rang vier.
Rückblick auf den ersten Testtag: Um 10.36 Uhr feierte der neue Silberpfeil von Mercedes sein Debüt auf der Rennstrecke im spanischen Valencia. Nico Rosberg hatte die Ehre bei der ersten Ausfahrt des nagelneuen Mercedes GP W01 am Steuer zu sitzen.
Zuvor hatte Mercedes sein neues Auto erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Anders als von Teamchef Ross Brawn prognostiziert ("2010 werden alle F1-Autos hohe Nasen haben"), präsentierte sich der neue Silberpfeil mit einer tiefen Höckernase. Mit den Fahrern Michael Schumacher (l.) und Nico Rosberg bildet Mercedes das neue deutsche Nationalteam in der Königsklasse des Automobilrennsports.
Am Vormittag testete zunächst Nico Rosberg den neuen Silberpfeil. Der junge Deutsche mit Wohnsitz in Monaco absolvierte insgesamt 39 Runden und war danach sehr angetan von seinem Arbeitsgerät. "Ich habe mich im Auto sofort sehr wohl gefühlt." Kurz vor halb vier am Nachmittag übernahm Michael Schumacher das Steuer des Mercedes GP W01 (Foto).
Beobachtet von fast 300 Medienvertretern fuhr Schumi nach 39 Monaten erstmals wieder ein aktuelles Formel-1-Auto. Das vielleicht spektakulärste F1-Comeback aller Zeiten ist damit perfekt. An seinem ersten Arbeitstag für das neue Mercedes-Team spulte Schumacher 40 Runden ab.
Auch Ferrari nutzte die Chance, den neuen F10 erstmals auf der Rennstrecke zu testen. Am Steuer saß am ersten Testtag in der neuen Saison der Brasilianer Felipe Massa. Er war am Ende mit einer Zeit von 1.12,574 Minuten auch Tagesschnellster.
Am Freitag vor dem ersten Test präsentierte man deb neuen McLaren MP4-25. Im Cockpit saß Testfahrer und Mercedes-DTM-Pilot Gary Paffett. Markant am neuen Auto ist vor allem die gewaltige bis in den Heckflügel reichende Flosse hinter der Airbox. "Wir sind beim Design bis ans Limit gegangen und stolz auf jede Errungenschaft", kommentierte Teamchef Martin Whitmarsh das gewöhnungsbedürftige Aussehen des McLaren, der nach wie vor von einem Mercedes-Motor angetrieben wird.
Die Jungfernfahrt im neuen Sauber C29-Ferrari absolvierte der Spanier Pedro de la Rosa (l.). Der einstige McLaren-Pilot drehte 74 Runden und war auf seinem schnellsten Umlauf nur rund zwei Zehntelsekunden langsamer als der Tagesbeste Felipe Massa.
Wieder im klassischen gelb-schwarzem Design präsentierte Renault den neuen R30. Robert Kubica drehte die ersten Runde in dem erst Tags zuvor präsentierten neuen Rennwagen. Er glaubt nicht, dass das umstrukturierte Team aus dem Stand an die alten Erfolge anknüpfen kann.
Go east heißt es bei Renault in Sachen Fahrerwahl. Neben dem schon länger als Nummer-eins-Pilot feststehenden Polen Robert Kubica (l.) verpflichteten die Franzosen den Russen Vitaly Petrov als zweiten Fahrer. Der 25-Jährige ist der erste Stammpilot in der Formel 1 aus Russland. 2009 war Petrov in der GP 2 Zweiter hinter Nico Hülkenberg.
Routinier Rubens Barrichello testete erstmals für sein neues Team Williams. Er war gleichzeitg der einzige Fahrer, der mit einem der neuen Cosworth-Motoren unterwegs war.
Den Testtag hatte Sébastien Buemi im neuen Toro Rosso eröffnet. Der junge Schweizer kam aber wegen zahlreicher technischer Problemchen an seinem Auto, vor allem am Getriebe, am Ende des Tages nur auf 18 Runden.
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.