Sachliche Linien, dramatische Proportionen – der Artega gehört zu den schönsten Autos des Designers Henrik Fisker. Fisker hat zahlreiche Aston Martin und den BMW Z8 entworfen.
Der Artega hält, was er optisch verspricht: Der VW-Sechszylinder bietet satten Schub in jeder Lebenslage, die Doppelkupplung hält stets den passenden Gang bereit, während der Fuß immer auf dem Gas steht. Erst bei 272 km/h bremst ihn der Fahrtwind aus.
Die elektromechanische Lenkung des gefahrenen Vorserien-Artega hat zwar noch nicht den Serien-Stand, beeindruckte dennoch mit knackigem Handling. Lediglich die Bremsen könnten bei starkem Verzögern mehr Biss zeigen. ESP gibt es ab Anfang 2009.
Wieselflink: Fahrdynamisch gehört der Artega klar in die oberste Sportwagen-Liga. Das geringe Gewicht von nur 1150 Kilo und das gut abgestimmte Fahrwerk lassen den Sportwagen leichtfüßig jede Kurve nehmen.
Trotz der Sportwagen-typischen Fahrwerksabstimmung und der flachen 19-Zoll Räder filtert der Artega erstaunlich viele Fahrbahnunebenheiten. Nur auf schlechten Pisten kommen die Federwege an ihre Grenzen.
Hingucker: Der Artega wird nicht nur wegen seiner betörenden Optik zahlreiche Fans finden. Die technische Umsetzung des Leichtbau-Konzepts ist gut gelungen und dürfte so manchen Porsche-Fahrer nachdenklich werden lassen ...
Bullig, breit, flach, muskulös: Aus dieser Perspektive werden ihn die meisten Verkehrsteilnehmer sehen.
Der 3,6-Liter-V6 von VW wurde komplett neu abgestimmt. Der Direkteinspritzer grummelt im Leerlauf, beim Gasgeben kommt ein infernalischer Sound aus der eigens entwickelten Auspuffanlage, dass es eine helle Freude ist.
Sitzt, passt, gut so. Die dünnen Recaro-Schalensitze bieten eine perfekte Position und sehr guten Seitenhalt, das Lenkrad lässt sich in der Höhe und längs verstellen.
Hinter dem Artega steht der Automobilzulieferer Paragon. Instrumente und Cockpitsysteme sind das Kerngeschäft, der Artega gilt als Referenzobjekt.
Im Rundinstrument liegen die Zeiger für Tempo und Drehzahl auf derselben Achse, die benachbarten Displays sind vom Fahrer frei konfigurierbar.
Die Instrumente sind ein schräger Mix aus alter Schule und New Age – genug individuelle Handschrift, um von einigen Großserienteilen abzulenken. Zündschloss, Luftdüsen, Lenkstockhebel oder Schaltknauf sind aus diversen VW bekannt.
Die Navigationsanzeige ist im Innenspiegel integriert. Somit liegen relevante Informationen im direkten Blickfeld des Fahrers.
Liebe Frühbesteller, jetzt nicht neidisch werden: Ja, es war ein Riesen-Spaß. Auch weil überm Scheitel noch genug Luft bleibt.
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