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Fahrbericht Atlas Unimog 435

Atlas Unimog 435
Expeditionsmobile auf Basis aktueller Unimogs? Teuer und komplex. Dieses hier entsteht nahe des Traditionswerks Gaggenau auf Gebrauchtbasis – preiswert, und die alte Klasse-III-Lizenz reicht. Erbauer Michael Denning lädt uns zur Probefahrt.
Bild: 
Dieter Rebmann / AUTO BILD
Atlas Unimog 435
Das Vorführfahrzeug von Atlas 4x4 aus Kuppenheim basiert auf einem 1987er-Unimog 435 der schweren Klasse (Verkaufsbezeichnung: U 1300 L). Den darf man mit einem bis 1999 erworbenen Klasse-III-Führerschein fahren, da gültig bis 7,5 t Gesamtgewicht. Der Atlas 4x4 bleibt mit 6,3 Tonnen darunter. 
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Dieter Rebmann / AUTO BILD
Atlas Unimog 435
Einen schweren Unimog der ersten Generation fährt man so: Den bodennahen Zugknopf der pneumatischen Handbremse ziehen und umlegen. Macht es "Pfft!", ist die Handbremse gelöst. Anfahren im dritten Gang. Schon bei 1500/min erreicht der Turbodiesel sein Drehmomenthoch.
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Dieter Rebmann / AUTO BILD
Atlas Unimog 435
Gas geben bringt kaum Tempozuwachs, Schalten schon. Die manuelle Schaltung erfordert Konzentration und Nachdruck. Gleich wechseln in die vierte Schaltgasse, und den Rest des Tages halten wir uns in den Gängen fünf, sieben und acht auf. 
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Dieter Rebmann / AUTO BILD
Atlas Unimog 435
Damit sich der Fahrer nicht verheddert in den vier Schaltgassen, zeigen ihm vier Lämpchen, wo er sich gerade befindet.
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Dieter Rebmann / AUTO BILD
Atlas Unimog 435
Wir fahren ein 100-Prozent-Gefälle hinunter. Untersetzung überflüssig, die ersten beiden der 16 Gänge sind kurz genug. Fies ist der abrupte Übergang der Steilabfahrt in die Ebene, aber der Böschungswinkel von 46 Grad reicht locker. 
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Dieter Rebmann / AUTO BILD
Atlas Unimog 435
Zurücksetzen muss man mit dem Unimog selten, da der Wendekreis mit 13,0 m überraschend klein ausfällt. Und wenn doch: Kleinen Hebel zwischen den Sitzen auf R drücken, und vier Rückwärtsgänge bieten sich an.
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Dieter Rebmann / AUTO BILD
Atlas Unimog 435
Die Geländewerte des Portalachsers (480 mm Bodenfreiheit, 1,20 m Wattiefe, Achsen mit 68 Zentimeter Verschränkung) lassen handelsübliche Geländewagen wie laue Kompromisse erscheinen. Reparaturfreundlich aufgebaut ist er auch noch. Das perfekte Offroadfahrzeug also? 
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Dieter Rebmann / AUTO BILD
Atlas Unimog 435
Wir bedauern, aber so etwas gibt es nicht. Auch ein Unimog hat Nachteile: hohe Fahrwiderstände und ungefederte Massen, bescheidene Fahrleistungen, ...
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Dieter Rebmann / AUTO BILD
Atlas Unimog 435
... und eine kurze Passage mit bodenlosem Matsch einfach mit Schwung zu nehmen, wäre nicht leicht bei 6350 Kilo Gewicht.
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Dieter Rebmann / AUTO BILD
https://i.auto-bild.de/ir_img/2/1/9/0/2/3/3/Atlas-Unimog-435-1200x800-130f06789dd41ee7.jpg
Auch an einem Unimog gibt es viel zu verbessern; die Liste der Umbaumaßnahmen an dieser rollenden Leistungsschau von Atlas 4x4 umfasst mehr als hundert Posten. Darunter sind ein jüngerer 6,0-l-Turbodiesel, Ladeluftkühler, stärkeres Getriebe ...
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Dieter Rebmann / AUTO BILD
https://i.auto-bild.de/ir_img/2/1/9/0/2/3/3/Atlas-Unimog-435-1200x800-ad26a51162bc9859.jpg
... und Achsen vom gepanzerten Bundeswehr-Dingo. Im Ausbau einer guten 435er-Basis stecken rund 1500 Arbeitsstunden. Der Wert unseres Fotomodells liegt bei 175.000 Euro – preiswert für Unimog-Verhältnisse.
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Dieter Rebmann / AUTO BILD