Was tun, wenn es das persönliche Ideal vom Automobil nirgendwo zu kaufen gibt? Machen Sie's doch wie Bernd Benninghoven, der den Benarrow auf Basis des
Audi S5 auf die Räder gestellt hat, und bauen Sie sich Ihr eigenes Traumauto.
Benninghoven liebt Briten und Italiener, und er mag Audi. Etwas ausgefallener sollte es aber sein, exklusiver, einzigartig. Ein Auto wie sein eigener, ganz persönlicher Benarrow, und so ...
... wandte sich der Unternehmer an die Universität Coventry mit der Bitte um Hilfe bei der Entwicklung des Autos. Dazu engagierte er ein kleines Team junger Designer aus Deutschland.
Außen blieb am S5 nichts, wie es war (außer der Frontscheibe und den vorderen Dachholmen). Um die neue Haut zu pressen, ließ Benninghoven sogar eigene Werkzeuge gießen, ...
... die Flanken wurden prägnanter und breiter, die Front flacher. Der längere Karosserieüberhang hinten streckt das Coupé um 18 Zentimeter.
Design-Detail: Das Heck des Benarrow soll GT-Stil verkörpern. Die Rückleuchten erinnern an italienische Entwürfe, ...
... während die Frontscheinwerfer durchaus von einem Rover 75 stammen könnten.
Die Kraftquelle: Audi-Tuner MTM bläst den 4,2-Liter-V8 mittels Kompressor von 354 auf 525 PS auf, ...
... damit soll der Benarrow sogar den neuen
Audi RS 5 hinter sich lassen, von dem es noch keine Fahrleistungsangaben gibt. Die Tachonadel im Benarrow sollte aber schon über 250-km/h kommen und die 100-km/h-Marke in unter fünf Sekunden erreichen.
In puncto Fahrwerk orderte Benninghoven von MTM eine Abstimmung, die dem traditionellen GT-Charakter entspricht – sportlich, aber komfortabel genug, ...
... um auch lange Strecken zum Vergnügen zu machen. Das scheint gelungen, denn der Benarrow legt nicht nur eine erstaunliche Kurvenpräzision an den Tag, sondern federt auch erfolgreich, ...
... eine reife Leistung angesichts der gewaltigen 21-Zoll-Räder, die Rimstock für den Benarrow fertigt. Noch mehr begeistert freilich die Kraft. Das Audi-Derivat ballert los ...
... wie ein Muscle-Car der glorreichen US-Vergangenheit. Vorn heult der Kompressor, ...
... hinten donnert der Auspuff, Passanten gefrieren zu Standbildern.
Innen bleibt es unterdessen angenehm ruhig, so, wie es sich für einen echten GT gehört. Hier zeigt der Benarrow eine eigene Handschrift. Weiches Leder ...
... in der Farbe eines gekochten Hummers, wohin der Blick schweift, ...
... blau leuchtende Instrumente mit Kursivbeschriftung, dazu diverse Exemplare des Firmenlogos (ein Zahnrad). Vielleicht ein bisschen zu verspielt und detailverliebt, aber auf jeden Fall exklusiver als ein Serien-Audi, ...
... dessen MMI-Bediensystem Benninghoven (fast) 1:1 übernimmt.
Benninghoven ist inzwischen von seinem Projekt derart begeistert, dass er eine kleine Serie auflegen möchte. Vermutlich auch mit Blick auf die stattlichen Investitionen.
"Wir rechnen so mit zehn Exemplaren pro Jahr", sagt Rettig, das Stück zu 210.000 Euro (ohne Steuer), wobei einige schon verkauft sind. Dieser hier geht nach Bukarest.
Benninghovens Firmenlogo: ein Zahnrad, in dem der erste Buchstabe seines Nachnamens steht. Moment mal, ein großes "B" als Logo? Das nutzt doch auch, ...
... richtig, Erich Bitter für seine Umbauten. Sein neuester Streich: der
Opel Insignia.
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