Fährt hier die Zukunft? BMW lässt im November 2009 den ActiveHybrid 7 zu den Händlern rollen. Mit Doppelherz und Öko-Antrieb dank 20 Elektro-PS als Unterstützung für den V8-Biturbo.
Hybrid-Schriftzug am Heckdeckel? Das ist eine Ansage, da zählt jedes eingesparte Gramm CO2.
Schließlich geht es auch ums Prestige. Kein Wunder, dass BMW an jedem noch so kleinen Schräubchen dreht, um den Verbrauch des neuen Hybrid-7er zu senken.
So bauen die Münchner besondere Aero-Räder mit Turbineneffekt an ihr Öko-Flaggschiff – dabei kommen gleich vier verschiedene Leichtmetallfelgen pro Auto zum Einsatz. Das spart ...
... immerhin zwei wichtige Gramm CO2 pro Kilometer ein. Deutlich mehr Effekt bringt natürlich das Hybridkonzept.
Ein 20 PS starker Elektromotor im Getriebe unterstützt den V8-Turbobenziner beim Beschleunigen, gewinnt beim Verzögern Energie zurück und funktioniert zudem als Start-Stopp-Anlage.
Unterm Strich stehen zwei beeindruckende Werte: insgesamt 465 PS und 9,4 Liter Verbrauch.
So gesehen ein toller Erfolg, damit unterbietet der ActiveHybrid 7 den etwas schwächeren Bruder 750i um immerhin zwei Liter Spritdurst.
Absolut betrachtet wirkt das jedoch eher wie ein besonders teures Feigenblatt. Denn der ActiveHybrid ist ausschließlich als mächtiger Achtzylinder zu haben und ...
... kostet mindestens 105.900 Euro (112.900 für die Langversion). Und: Der direkte Konkurrent des ActiveHybrid 7, der ähnlich gestrickte Mercedes S 400 Hybrid, unterbietet dank kleinerem V6-Motor sogar die Acht-Liter-Marke.
Immerhin rückt BMW die Verhältnisse beim Fahren zurecht ...
... und beeindruckt hier mit brutalem Schub und sanften Gangwechseln der Achtstufenautomatik.
Steht der 7er, stoppt die Maschine sanft. Würdevoll leise startet der V8 wieder, sobald das Bremspedal losgelassen wird.
Nur ans Anfahren muss man sich gewöhnen. Gaspedal und Motor wirken synthetisch entkoppelt.
Der Fahrer braucht Gefühl im rechten Fuß, um geschmeidig abzulegen, ...
... wenn es flott gehen soll.
Anders als Mercedes bringt BMW die Lithium-Ionen Batterie nicht im Motorraum unter. Stattdessen raubt der 120-Volt-Akku Platz im Gepäckabteil, ...
... von ursprünglich 500 Litern Volumen geht im Hybriden der Raum für eine pralle Sportasche verloren. Das muss man verschmerzen, schließlich geht's hier vorrangig um Prestige und eine grüne Weste.
Aero-Räder mit Turbinen-Effekt sollen sparen helfen ...
... und den Hybrid-Schriftzug am Heck rechtfertigen.
Das ohnehin schon kräftige V8-Aggregat unter der Haube bekommt Unterstützung von einem 20-PS-Elektromotor.
Innen geht es gewohnt nobel zu, ...
... das riesige Zentraldisplay informiert den Fahrer über die Art des Vortriebs.
Hinten müssen die Passagiere beim Platz keinerlei Kompromisse machen.
Klar gegliederter Arbeitsplatz ...
... mit ebenso klar gezeichneten Instrumenten ...
... und einer Zusatzanzeige rechts unterhalb des Drehzahlmessers, die über den ...
... den Ladezustand der Batterie informiert.
Eine aufwendige Grafik informiert über ...
... den aktuellen Betriebszustand des Hybridantriebs.
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