Ein neuer X im Anflug: In seiner vollen Pracht will BMW den X1 noch nicht zeigen, aber ein Vorgeschmack darf schon sein – bei einer Spritztour durch die Provinz Mallorcas.
Runter mit der letzten Tarnung: So steht der X1 im September 2009 auf der IAA in Frankfurt und danach in den Autohäusern. Das kleinste BMW-SUV, eher ein höhergelegter 3er, soll fertig sein, ...
... bevor der Begriff Geländewagen zum verbotenen "G-Wort" wird. Also arbeiten die BMW-Ingenieure mit Hochdruck an den Zielvorgaben unserer Zeit, am perfekten Spagat. Ein Auto für Hausfrau und Hasardeur, für Berg und Boulevard, ...
... für Spaß und Sparsamkeit. Ein Auto mit typischen BMW-Genen, nicht so hart wie der X3, nicht so maßlos wie der X6.
Laut Entwickler Sebastian Sauerbrei dürfe der X1 nicht den Fehler des X3 wiederholen, der zu sportlich-straff ausgelegt war. Komfortabel soll der X1 abgestimmt sein – und trotzdem "ums Eck pfeifen". Dass das gelungen ist, zeigt sich schon nach wenigen Kilometern auf spanischem Schotter.
Untypisch für die SUV-Klasse, neigt der X1 nicht zum Untersteuern. Im Gegenteil: Da kommt auf Wunsch ...
... schon mal das Heck rum wie bei einer Limousine. "Spüren Sie den BMW?", fragt Sauerbrei bang. "Wenn nicht, haben wir was falsch gemacht."
BMW hat Schlammdurchfahrten und andere Offroad-Gemeinheiten organisiert. Alle Aufgaben löst der X1 mit seinen 194 Millimetern Bodenfreiheit und seinen Assistenzsystemen wie ESP (heißt bei BMW "DSC"), ...
... der Allradtechnik xDrive (regelt elektronisch die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse) und der Bergabfahrhilfe. Der X1 hat genug Talent fürs Gelände.
Die neue Größe unter den Geländewagen: Der kleinere X1 könnte seinen großen Allradbruder X3 schon bald in den Schatten stellen, denn der ...
... scheint langsam dem Ende seiner Popularität entgegenzufahren. Im April 2009 wurden vom X3 1272 Exemplare verkauft – im Jahr davor waren es noch 2109.
Andere Linie: Der noch leicht beklebte X1 vor dem X3. Klar erkennbar sind die unterschiedlichen Heckformen.
Eine Handbreit kürzer: Den X1 trennen elf Zentimeter Länge vom X3. Das kommt der Wendigkeit des Kleinen zugute.
Schon vor dem Einsteigen ist der Unterschied zum X3 sichtbar. Der auf der 3er-Limousine basierende X1 ist deutlich flacher, ...
... das Heck macht einen weniger wuchtigen Eindruck als bei den anderen Mitgliedern der X-Familie. Vorn sitzt man höher, ...
... aber nicht richtig hoch, hinten hat auch ein 1,90-Meter-Mann genug Kopffreiheit. Der X1 – hier ist es der 23d mit dem 204-PS-Diesel aus dem 123d – ...
... hat beim Fahrwerk schon Serienreife erreicht. "Jetzt geht es nur um den Feinschliff", erklärt Entwickler Sebastian Sauerbrei.
Der X1 wird vielen BMW-Fans gefallen. Er ist wendiger als sein großer Bruder. Und auch die Hoffnung der Ingenieure, Kindern möge auf langen Touren ...
... "hinten nicht so schnell schlecht werden" wie im harten X3, dürfte sich erfüllen. Nur billig wird der X1 nicht werden. Geschätzte 34.000 Euro stehen auf dem Zettel, wenn er im Herbst auf den Markt kommt.
Das Fazit von AUTO BILD-Redakteur Hauke Schrieber: "Der X1 beweist, dass es auch eine Nummer kleiner geht, ohne allzu große Abstriche beim Nutzwert machen zu müssen. Das optionale Sportfahrwerk ...
... kitzelt noch mehr Fahrdynamik heraus. Der kleinste X wird sicher den größten Erfolg am Markt haben, trotz des hohen Preises. Das sympathischste BMW-SUV ist er allemal."
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