Finden Sie das Auto: Vor den verschneiten Bäumen verschwindet der getarnte BMW X1 fast.
Erlkönigjäger-Perspektive: Versteck hinter großen Bäumen – so bekommen Erlkönig-Fotografen die geheimen Prototypen meist zu sehen.
autobild.de durfte im Fall des BMW X1 näher ran. Viel näher. Im finnischen Rovaniemi erlaubte BMW einen Blick in die nahe Allrad-Zukunft.
Wichtigster Neuzugang: der BMW X1. Ende 2009 soll der kompakte Wühler in Leipzig vom Band rollen.
Technisch steckt unter der schrillen Tarnung ein Mix aus BMW 1er, 3er und X3. Für das ausgefallene Muster gibt es bei BMW übrigens keinen Namen. Noch nicht. Wie wäre es mit "Disco Inferno"?
Das schwarz-weiße Muster soll die Konturen des Fahrzeugs verwischen und den Objektiven der Erlkönig-Jägern das Scharfstellen erschweren.
Hereinspaziert: Denkt man sich das hohe X-Fahrwerk weg, sieht der X1 fast wie ein etwas zu hoch geratener Kombi aus. Ist er im Prinzip ja auch.
Nur ein winziges Stück der Heckleuchte ist unter der Tarnung zu erkennen. Die Form der Leuchten wird sich allerdings nicht von der unterscheiden, die am X1 Concept zu sehen war.
Die gelbe X1-Studie feierte auf der Paris Motor Show 2008 Premiere – ging aber neben dem ...
... ersten offiziellen Auftritt des neuen 7ers etwas unter.
Der Look des X1 Concepts ist auch für das Serienmodell verbindlich. Eine etwas dezentere Farbe und kleinere Räder – fertig ist der Serien-X1.
Bis es soweit ist, gibt es den X1 nur mit Tarn-Überzug. Um die Form der Scheinwerfer zu verbergen, wurden die Leuchten aufgepolstert und abgeklebt.
Statt einer klassischen Dachreling ziert den X1 eine geschlossene Dachhalterung. Das kennt man so zum Beispiel vom Audi A3 Sportback.
Schräg: Halbkreisförmige Heizdrähte in der Heckscheibe sorgen für freie Sicht.
Bitte einsteigen: Wer im BMW 3er gut sitzt, wird sich im X1 auch wohl fühlen. Was fehlt, ist die luftige Höhe eines BMW X3.
Jeder Prototyp ist ein handgefertigtes Unikat – und damit entsprechend wertvoll.
Was nicht heißt, dass die Testwagen mit Samthandschuhen angefasst werden. Im Gegenteil. Unser X1-Erlkönig stampfte, angetrieben von einem 272 PS starken Sechszylinder-Benziner, sehr ...
... souverän durch den Schnee. Das Gefühl, in einem hohen SUV zu sitzen, kommt im X1 nie auf.
Beim Tanz auf dem Eis verhält er sich eher wie ein 3er Touring mit Allrad-Antrieb – mit dem er technisch ja auch verwandt ist.
Slalom auf Eis und Schnee? Mit einem schnell reagierenden Allrad-Antrieb, einem sensiblen Gasfuß und flotten Lenkbewegungen kein Problem.
Wer es übertreibt, landet maximal in einer der zahlreichen weichen Leitplanken aus Schnee – noch so ein Vorteil des Testgeländes in der Nähe des Polarkreises.
Ob der flache X1 das Zeug hat, Tiguan und Co. die Stirn zu bieten, zeigt sich spätestens Ende 2009.
Dann rollt der X1 im BMW-Werk Leipzig vom Band.
Finnland und Polarkreis? Da war doch was? Genau: die Heimat des Weihnachtsmanns.
Ehrensache, dass Santa Claus auch im Arctic Driving Center vorbeischaute. Eine echte Alternative zu seinem Rentierschlitten sind die X-Allradler aus Platzgründen allerdings nicht.
Wer kommt denn da angeschlichen? Der BMW X6 ActiveHybrid. Im Elektro-Modus ist der erste Hybrid von BMW fast nicht zu hören.
Erst wenn es etwas schneller gehen soll, schaltet sich der Benzinmotor zu. Welcher genau, das ist natürlich noch geheim.
Für einen gepflegten Drift reicht die Kraft aber allemal – trotz der gut 200 Extra-Kilo, die der Hybrid-Antrieb auf die Waage bringt.
Dennoch soll der Xybrid mindestens 15 Prozent sparsamer sein als ein vergleichbarer Benziner.
Der Aufwand ist allerdings enorm. Diverse Nebenaggregate (Klimaanlage, Servolenkung) müssen auf Elektrobetrieb umgestellt und ...
... die Automatik an die neuen Kraftverhältnisse angepasst werden.
Finger weg: Wo wie beim X6-Hybrid Starkstrom im Spiel ist, dürfen nur Ingenieure ans Steuer.
Thomas Hopper (links) ist Projektleiter der DSC-Entwicklung für den X6 ActiveHybrid. Sein Beifahrer ist ein Computer, der sämtliche Daten des Fahrzeugs aufzeichnet.
Durch den zähen finnischen Nebel kämpft sich dieser BMW 750i xDrive. Den gibt es bislang noch nicht beim Händler.
Spätestens zur IAA 2009 soll sich das aber ändern. Dann können sich auch die Luxus-Kunden von BMW allradgetrieben chauffieren lassen.
Interessant ist das neue xDrive-Dickschiff vor allem wegen der geänderten Kraftverteilung.
Statt die Power im Verhältnis 60:40 auf Vorder- und Hinterachse zu verteilen, werden beim Allrad-7er voraussichtlich 70 Prozent der ...
... Kraft an der Hinterachse landen. Damit soll die Agilität eines Hecktrieblers erhalten bleiben, ohne dabei die Qualitäten des Allrad-Antriebs zu verlieren.
Ohne elektronische Helfer lassen sich mit dem xDrive-7er so ganz vortreffliche Haken schlagen.
Immer mit dabei: Rauno Altonen. Der Rallye-Großmeister spielte den Fremdenführer und impfte den Journalisten mit schnellen Runden im X6 die nötige Demut vor Eis und Schnee ein.
Im Stress: Wer um diese Jahreszeit in Finnland arbeitet, muss schnell sein. Mehr als drei Stunden Tageslicht sind nicht drin.
Erstmal komplett: Wenn der X1 Ende 2009 startet, zählt die X-Familie vier Mitglieder. Hinzu kommen diverse xDrive-Ableger in den "normalen" Baureihen.
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