Abgeklebte Embleme, schwarzer Lack: Das hier ist ein ganz besonderer BMW – der X6M, die Münchner Antwort auf Porsche Cayenne Turbo S und Mercedes ML 63 AMG.
Dickschiff auf der Nordschleife: AUTO BILD SPORTSCARS durfte den Prototypen des BMW X6M weltexklusiv durch die grüne Hölle jagen.
Geheimniskrämerei: Hinter der Niere sorgt ein Biturbo-V8 für Dampf. Aus wie viel Hubraum er wie viel Kraft schöpft, will BMW noch nicht verraten. Allerdings wird gemunkelt, ...
... dass sich die Nordschleifen-Rundenzeit auf dem Niveau des BMW M3 bewegen soll. Kaum vorstellbar, 2,3 Tonnen Gewicht in 8:23 Minuten um den legendären Rundkurs zu wuchten, aber die Fuhre ...
... prescht in der Tat los, als sei ihr Gewicht nur irgendeine Zahl und nicht physikalische Wirklichkeit. Und das gilt nicht nur ...
... für Geraden, die sich vermeintlich bis in die Unendlichkeit ziehen, sondern auch ...
... und ganz ausdrücklich für das Kurvengeschlängel der Nordschleife. Wahnsinn, wie agil das dickste M um die Kurven geht.
Gründlich geschärft: Die überarbeitete Abstimmung des variablen Allradsystems xDrive sorgt für das entscheidende Dynamik-Plus. Dort, wo der normale X6 bei aufkommendem Schlupf schon längst den Vorderradantrieb zuschaltet und damit ein leichtes Untersteuern verursacht, ...
... konzentriert sich die Kraft bem M-Modell noch voll auf die Hinterachse. Erst spät, wenn es wirklich Zeit wird, schaltet sich die Vorderachse zu.
Flache Scheinwerfer, Leuchtringe als Tagfahrlicht: Das BMW-typische Layout sollte im Falle des X6M für besondere Aufmerksamkeit sorgen, wenn es im Rückspiegel auftaucht. Eine ebenso wahrscheinliche ...
... Ansicht des X6M dürfte diese hier sein – sowohl beim Sprintduell als auch auf der linken Autobahnspur. Was sich das erste M-Auto mit Allradantrieb dort an Kraftstoff reintut, ist nicht bekannt und muss dem Besitzer vermutlich auch egal sein.
Hier atmet der Biturbo-V8 kraftvoll aus. Der X6M gibt sich mit zwei dieser Doppelendrohre zu erkennen.
Mehr durfte AUTO BILD SPORTSCARS vom Prototypen leider nicht freilegen. Immerhin: Es ist eindeutig ein BMW.
Innenansichten: Bis auf den roten Notaus-Knopf, das Fehlen der BMW-Embleme und die M-Instrumente gleicht das Cockpit des X6M dem der normalen X6-Varianten.
Das Fazit: "Die Performance des BMW X6M Prototyps ist schon jetzt überragend. Das Handling setzt für Fahrzeuge dieser Größe Maßstäbe, ...
... Leistung und Anprechverhalten des Biturbo-Achtzylinders sind sensationell. Wir freuen uns heute schon auf die erste Fahrt im Serienmodell."
AUTO BILD SPORTSCARS-Redakteur Lars Zühlke im Gespräch mit Ludwig Willisch, Chef der M GmbH. Er sieht den X6M seinen Konkurrenten in Sachen Sportlichkeit, Längs- und Querdynamik überlegen. Eine klare Kampfansage an ...
... den hier zum Beispiel: Hinter dem üppig dimensionierten Kühler des Porsche Cayenne Turbo S bollert der bekannte 4,8-Liter-V8, dem zwei Turbolder gewaltige ...
... 550 PS und ein maximales Drehmoment von 750 Newtonmetern abpressen. Damit fegt der Porsche aus dem Stand in 4,8 Sekunden auf 100 km/h.
Ganz dickes Ding: Bei maximal 280 Sachen sorgen der fette Motor und die vier Endrohre für den passenden Soundtrack zur Vollgasfahrt.
Bereits ab Werk sitzt der Turbo-S-Kunde auf zweifarbigen Ledersitzen und krallt die Finger in ein dick aufgepolstertes Sportlenkrad.
Kein wirklich billiges Vergnügen: Porsche verlangt für den Cayenne Turbo S satte 132.774 Euro.
Der zweite deutsche X6M-Konkurrent kommt aus Stuttgart und hört auf den Namen Mercedes-Benz ML 63 AMG. Kenner wissen, dass sich hinter der Modellbezeichnung ...
... ein echtes Hubraummonster verbirgt. Die stärkste M-Klasse schöpft ihre 510 PS und 630 Nm Drehmoment aus einem 6,2 Liter großen V8. Der Motor klingt in etwa so brachial ...
... wie er den fast 2,2 Tonnen schweren Mercedes beschleunigt. In 4,9 Sekunden sprintet der ML 63 AMG auf Tempo 100 und ...
... erreicht maximal 250 km/h. Weil der Begrenzer einschreitet, nicht weil die Kraft fehlt. Mit aufpreispflichtiger Aufhebung der elektronischen Barriere sind 275 Sachen drin.
Der Arbeitsplatz weicht kaum von denen der weniger stark motorisierten Brüder ab, wenn man mal von den speziellen Instrumenten und der Drehzahlgrenze bei 7000 Touren absieht.
Auch der ML 63 AMG ist wie der Porsche Cayenne Turbo S nur für einen sechsstelligen Betrag zu haben: Aktuell kostet das rasende SUV 101.805 Euro.
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