Nicht weniger als das schnellste und teuerste Cabrio der Welt: Der neue Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport ist wie sein Coupé-Bruder in jeder Hinsicht übertrieben – und sehr sehr faszinierend.
Nicht gut für Rekordfahrten: Auf zwei 50-km-Abschnitten der Strecke wird per Section-Control-Radar der auf 130 km/h beschränkte Geschwindigkeits-Durchschnitt ermittelt. Da sitzt man mal in einer echten Asphalt-Rakete und dann sowas!
AUTO BILD-Autor Georg Kacher an einem der exklusivsten Plätze an der Sonne. Aber wehe, es regnet mal, dann sollte man sich einen trockenen Stellplatz suchen, oder ...
... nervige Handarbeit ist gefragt: Das leichte Stoffdach des Veyron Grand Sport will manuell in ...
... seine Position gefummelt werden – bei rund 160 km/h geht es fliegen.
Clever: Bei Nichtgebrauch lässt sich das Stoffmützchen wie ein Regenschirm zusammenfalten und ...
... im kleinen Stauraum vor der Vorderachse verstauen. Platz für Gepäck? Fehlanzeige.
Das Alternativverdeck ist aus getöntem Sicherheitsglas und hat keinen Platz im Wagen, wenn es geöffnet/abgenommen werden soll. Offen ist die Höchstgeschwindigkeit übrigens ...
... auf 360 km/h begrenzt, geschlossen darf der Grand Sport mit 407 km/h genauso schnell fahren wie das Coupé. Wir haben nicht einmal die 300-km/h-Schallmauer geknackt, denn der Roadster belebt schon bei 200 alle Sinne. Das liegt vor allem am W16, ...
... dessen kehliges Ansaugschlürfen sich bei Vollgas mit einem turbinenartig kreischenden Kreiselsog paart, den man bislang nur von startenden Jets kannte. Ein Monster von einem Motor, der mit seinen 16 Zylindern aus acht Litern Hubraum 1001 PS und 1250 Nm Drehmoment presst.
Albtraum Stadtverkehr: Um von qualmenden Lastern, träumenden Überlandbussen und unberechenbaren Vertreter-Fiats nicht übersehen zu werden, braucht unser Goldstück jedes verfügbare Lämpchen seines neuen Tagfahrlichts, die besten Bremsen der Welt und einen heißen Draht zum Schutzengel-Expressdienst. Erst auf der Autostrada wird es dann entspannter.
Trotz 102 Kilo Mehrgewicht beschleunigt auch der Roadster wie ein Wesen von einem anderen Stern: 0-100 km/h in 2,7 Sekunden, 0-200 km/h in 7,3 Sekunden, 0-300 km/h in 16,7 Sekunden. Bei 220 km/h fährt der Heckflügel in Positur, und ...
... die Klappen der Frontdiffusoren öffnen sich. Das erhöht den Abtrieb an der Hinterachse auf 350 Kilo.
Was ist das, wie schnell, wie stark und wie teuer? Wo immer der Grand Sport stoppt, ...
... sind die autoverrückten Italiener mit dem klassischen Fragenkatalog zur Stelle.
Im standesgemäß mit Leder und edlen Legierungen eingerichteten Cockpit gilt es, einige Neuigkeiten auszuprobieren. So informiert jetzt eine Rückfahrkamera beim Einparken über teure Hindernisse, ein digitaler Soundprozessor sorgt dafür, dass die Musik auch bei Vollgas die Passagiere erreicht.
Das Grand-Sport-Rad erkennt man an seinem Hufeisen-Design. Hinter den gewaltigen Walzen greifen die Bremsbacken bei Bedarf in 38 (hinten) bis 40 Zentimeter (vorne) große Scheiben.
Die Öko-Bilanz: Nach genau 602 Kilometern Fahrstrecke und zweimal Nachtanken errechnet sich ein Verbrauch von – nein, das verraten wir dann lieber doch nicht, aber ...
... wir sagen, was Bugatti als EU-Normverbrauch angibt: Im Standard-Testzyklus schnorchelt sich das Über-Cabrio 24,9 Liter Super plus auf 100 Kilometer aus dem Tank. Ressourcenschonend ist natürlich anders.
Vorgestellt wurde der Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport im Rahmen des Pebble Beach Concours d'Elegance in Kalifornien.
Die gut betuchten Gäste der Traditions-Veranstaltung bekamen nicht nur den allerersten Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport zu sehen, sie ...
... konnten ihn sogar kaufen. Der silberne Bolide wurde im Laufe des Events zu Gunsten eines guten Zwecks versteigert.
Klar, dass ein neuer Bugatti auf dem Golfplatz von Pebble Beach neben einem ...
... klassischen Modell in Szene gesetzt wird. Tradition verpflichtet eben.
Ausgeliefert werden die 150 Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport seit ...
... Mai 2009. Natürlich wird auch der luftigste Veyron im ...
... elsässischen Molsheim von Hand gefertigt. Und das hat seinen hohen Preis: Für den offenen Veyron inklusive der beiden Dächer verlangt Bugatti einen Grundpreis von 1.666.000 Euro. Offensichtlich kein Problem – für den auf 150 Einheiten limitierten Roadster liegen bereits 30 Bestellungen vor.
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