Citroëns neuer Lifestyle-Flitzer
DS3 ist ein echter Hingucker. Ob der flotte Franzose auch auf der Straße überzeugt, klärt ein erster Fahrbericht.
Selbstbewusst sind sie ja, die Franzosen. Citroën will mit dem neuen DS3 schon "heute die Erinnerung für morgen schaffen". Und stellt den Neuling mit einer provozierenden Anti-Retro-Kampagne ins Rampenlicht.
Tatsächlich ist der DS3 vom nostalgischen Charme eines
Mini so weit entfernt wie Big Ben vom Eiffelturm.
Mit ausgestellten Kotflügeln, grimmigem Blick und aggressiven LED-Tagfahrleuchten wirkt der Kleine stämmig wie kein Citroën zuvor.
Ein Dach im Schwebe-Look und markante Finnen an den B-Säulen sind bei den Franzosen neu.
So flott, wie er aussieht, fährt er nämlich auch. Erstaunlich, denn der bullige Zweitürer teilt sich die Technik mit dem
C3, der bei flotter Gangart eher schwerfällig wirkt – von Freude am Fahren keine Spur.
Am Steuer des DS3 THP 150 ist davon nichts zu spüren. Dank strafferer Federelemente, verstärkter Lager und Stabilisatoren sowie der modifizierten Lenkung turnt der DS3 bemerkenswert flink, präzise und sicher um Kurven, unterstützt vom neu abgestimmten ESP.
Klasse auch, wie hellwach der 156 PS starke 1,6-Liter-Turbo am Gas hängt. Ohne Verzögerung macht der Vierzylinder (der auch im Mini steckt) zwischen 2000 und 4000 Touren so viel Druck, dass man sich entspannt im hohen Gang der exakten Sechsgang-Box treiben lassen kann.
Die Harmonie von Antrieb und Fahrwerk wird nicht einmal auf welliger Bahn über Gebühr erschüttert, Querfugen und Frostaufbrüche absorbiert die straffe Federung durchaus anständig.
Den positiven Eindruck verstärken zudem die gut gedämmte Karosserie, bequeme Sessel und viel Platz in Reihe eins.
Fünf Personen finden im DS3 Platz, die Vordersitze ...
... sind je nach Kundenwunsch flauschig-weich oder als Sportvariante mit mehr Kontur und Seitenhalt versehen.
Oh là là: Das Cockpit strahlt DS3-Piloten mit blauen Zeigern aus tiefen Höhlen an.
Individualität ist Trumpf: Für den Schaltknauf bietet Citroën sieben verschiedene Dekors (Chrom, Leder, Farbe nach Wunsch) an.
Edel-Flitzer: Die Plattform teilt sich der DS3 mit dem C3. Mit dem DS3 will Citroën aber vor allem im Lifestyle-Segment gegen Konkurrenten à la
Mini und
MiTo auf Kundenfang gehen.
Mit 3,95 Meter Länge und 1,71 Meter Breite kommen die Abmessungen kommen denen des
Mini Clubman recht nahe.
Beim DS3 Damit dürfen Käufer kombinieren auf Teufel komm raus: Außenspiegel, ...
... unzählige Dach- und Karosseriefarben, ...
... grafische Motive, Räder oder Cockpitblenden lassen sich fast beliebig zusammenstellen.
Zusätzlich lassen sich Karosserie und Interieur mit sieben verschiedenen Dekorfolien verzieren.
Da haben sich die Citroën-Designer so richtig ins Zeug gelegt: Der Schlüssel ist kein liebloses Plastik-Accessoire, sondern könnte auch als Schmuckstück durchgehen.
Zum Marktstart stehen fünf Motoren zur Auswahl, zwei Diesel mit 90 bzw. 110 PS ...
... sowie drei Benziner mit 95, 120 oder 150 PS in der Turboversion THP. Pikantes Detail: Die Motoren stammen aus einer Kooperation mit
BMW und befeuern nicht nur Fahrzeuge des PSA-Konzerns, sondern auch den Mini.
Der DS3 startet am 12. März 2010 ab 15.200 Euro für die 95-PS-Basisvariante "Chic", der von AUTO BILD gefahrene THP 150 mit der Topausstattung "SportChic" kostet 19.800 Euro.
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