Fast 20 Jahre nach seiner Premiere wird der
Honda CR-V zum Softie. Schnittiger und schlanker gezeichnet, innen geräumiger denn je und erstmals auch mit Frontantrieb lieferbar, ...
... gibt die vierte Generation des kompakten SUVs künftig den modischen Hochdachkombi mit dem eingebauten Panorama-Blick, der nur noch ausnahmsweise das Abenteuer sucht.
Gleichzeitig wird er preislich neu positioniert. Um mehr Kunden anzusprechen, soll die abgespeckte Variante ohne Allradantrieb deutlich weniger als die bislang knapp 27.000 Euro für das Basismodell kosten.
Und damit der CR-V auch ein wenig vom Premium-Trend profitiert, wird oben mit besonders üppig ausgestatteten Versionen ebenfalls ein wenig angestückelt. Zum Abstandstempomat mit Notbremsfunktion gibt es deshalb künftig jede Menge weiterer Extras wie ein schlüsselloses Zugangssystem, ...
... Hilfen für Spurführung und Spurwechsel, ein großes Panoramadach oder Bi-Xenon-Licht.
Mit dem Abschied vom Abenteuer sind die Japaner auf einem guten Weg. Denn so wird der CR-V zu einem prima Reisewagen. Obwohl in Breite und Länge nahezu unverändert und sogar drei Zentimeter flacher als früher, bietet er innen spürbar mehr Platz. Schon vorn wirkt er deutlich luftiger ...
... und in der zweiten Reihe wachsen Knie- und Kopffreiheit.
Aber am größten ist der Zuwachs im Gepäckabteil mit der gründlich abgesenkten Ladekante: Der Kofferraum wächst um 147 auf 589 Liter und ist jetzt einer der größten in diesem Segment.
Wem das nicht reicht, der kann vom Heck aus mit einem Handgriff die beiden Hälften der Rückbank umfalten. Klack, klack, klack – dann fasst der CR-V sogar 1669 Liter und wird tatsächlich zum Kombi. Dazu gibt es Transportnetze in den Flanken, einen doppelten Ladeboden und zum ersten Mal eine elektrisch aufschwingende Heckklappe.
Das Design ist neu und wirkt deutlich sportlicher und der Innenraum ist sehr viel praktischer geschnitten, ...
... aber unter dem Blech ist der neue CR-V im Grunde ganz der Alte, steht auf der Plattform des Vorgängers und nutzt die bekannten Motoren. Weil allerdings kein einziges Bauteil unverändert übernommen wurde, ...
... rollt er nicht nur komfortabler und vor allem leiser über den Asphalt. Mit optimierter Aerodynamik, reduzierter innerer Reibung, serienmäßiger Start-Stopp-Funktion für die Handschalter, einem Eco-Trainer für den Fahrer ...
... und einem leichterem Allradantrieb ist er auch deutlich sparsamer geworden: Bis zu zwölf Prozent weniger CO2-Ausstoß versprechen die Japaner ...
... für den 150 PS-Diesel und den jetzt 155 PS starken Benziner, der nun auf Wunsch auch als Fronttriebler angeboten wird. So kommt der immerhin bis zu 190 km/h schnelle CR-V im besten Fall auf einen Normwert von 5,6 und 7,2 Litern – nicht sensationell, aber auch nicht schlecht für ein Auto von bis zu 1,8 Tonnen.
Zwar ist der CR-V ein Auto ohne nennenswerte Fehler. Aber so ganz ohne Tadel geht es trotzdem nicht. Denn in Zeiten von iPhone & Co wirken die Displays der Japaner im luftigen Cockpit ziemlich pixelig und altbacken, ...
... unter den vielen Assistenzsystemen vom Abstandshalter mit Notbremse bis zum aktiven Spurführungshelfer ist keine echte Innovation, und bei der Materialsauwahl mangelt es an der Liebe zum Detail.
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