Beim Maserati GranTurismo S verschieben sich die Attribute in Richtung rassiger Sportwagen: Statt 405 PS wie im Standard-GT toben hier drehgierige 440 PS – mit unerbittlich straffer Dämpfung und höllisch lautem Italo-Rock gewürzt.
Längst hat der Asphalt der Superstradas rund um Modena seinen Sättigungsgrad erreicht. Dabei gibt er sich so saugstark wie der Rosso-mondiale-Lackanzug des Maserati GranTurismo S. Auch ...
... auf dessen geschärftem Pininfarina-Körper tummeln sich die Wasserperlen. Sachte rinnen sie die Endloshaube hinab, dippen auf die innerlich geschwärzten Schlitzaugen. Hinten ...
... dröppeln sie von der Kofferraumflosse, hangeln sich entlang der Kante des angedeuteten Diffusors, versuppen an den Lippen der Endrohrschlünde. Oder ...
... geraten in Aufruhr. Tanzen zum grollenden Startgruß der zweiflutigen Auspuffanlage, beginnen zu flitzen, sobald der um 35 PS erstarkte, auf 4,7 Liter Hubraum erweiterte V8 die Drehzahlleiter erklimmt, bei 4750/min saftige 490 Newtonmeter auf die Heck-Pirellis schaufelt ...
... und dem nach Transaxleprinzip balancegünstig an der Hinterachse platzierten MC-Shift-Getriebe bei 7600 Touren den Schaltbefehl erteilt. MC Steht ...
... für Maserati Corse, was nach Rennsport klingt, im Automatikmodus mit ausgedehnten Gangwechselpausen aber eher an die Cambiocorsa-Urzeit erinnert. Erst ...
... wenn die Sport-Taste klickt, der Pilot per Zupfer am verlängerten Schaltpaddel die Alleinherrschaft über die sechs Gänge beansprucht, brüllt der GTS die unselige Getriebevergangenheit geradewegs in die Emilia Romagna.
Jenseits von 5500/min wechselt die elektrisch gesteuerte Box ins MC-Shift-Programm, tauscht die Gänge in 100 Millisekunden, untermalt vom markigen Schlürfen beim Hoch- und gurgelnden Zwischengassalven beim Runterschalten.
Riesige 20-Zöller: Vorne steht der GTS auf 245er-, hinten auf 285er-Schluffen.
Schwerer Junge: Stolze 1,9-Tonnen Ruhelast drücken auf die Agilität.
Schickes, zigfach individualisierbares Cockpit, mit Knopfleiste für die Fahrtaktik.
Im Sportmodus schaltet der GTS nicht nur schneller, sondern reagiert spürbar direkter und klingt einfach nur sexy.
Die hart gepolsterten Sitze sind eigenwillig geschnitten.
Der Maserati GranTurismo S besitzt einen bildschönen und aufgebohrten V8 mit 440 PS. Das GTS-Vergnügen kostet mindestens 127.330 Euro.
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