Angriff auf die Mittelklasse: Der neue
Mazda6 zeigt für japanische Verhältnisse schon geradezu anstößige Proportionen. Scharf geschnitten und appetitlich zubereitet, kommt er im Februar 2013 auf den Markt.
Rund 70 Prozent aller Käufer in Deutschland dürften laut Mazda den Kombi wählen, die meisten wohl mit einem 150 PS-Diesel (ab 28.490 Euro) hinter dem exaltierten Grill. Exakt mit diesem Modell waren wir jetzt erstmals unterwegs.
Der Kombi ist acht Zentimeter kürzer als die
Limousine und hat einen um sieben Zentimeter gekappten Radstand. Was nicht wirklich stört, schließlich bleiben noch immer respektable 4,80 Meter, ...
... um fünf Personen plus Gepäck artgerecht zu transportieren. In Reihe zwei sitzen dann auch stattliche Kollegen bis 1,85 Meter mehr als manierlich und mit akzeptablen Luftreserven überm Scheitel.
Das Kombitalent entspricht mit 522 bis 1664 Litern dem Klassenschnitt. Wie gehabt lassen sich die Rücksitzlehnen von hinten aus entriegeln ...
... und fallen selbstständig um, es entsteht eine ebene, 1,87 Meter lange Ladefläche.
Das Cockpit entspricht der Limousine und wetteifert – zum Glück – nicht mit der Außenhaut ums schärfere Design. Übersichtlich ist es, ...
... angenehm reduziert auf wenige Knöpfe, die meisten Funktionen sind intuitiv schnell begreifbar ...
... und über einen zentralen Drehschalter zu steuern.
Der auffällig laufruhige 150 PS-Diesel spielt vom Typ her zwar nicht unbedingt in der Sturmspitze, hat den knapp 1500 Kilo schweren Kombi aber stets bestens im Griff.
Mit der durchaus straffen Abstimmung des Fahrwerks wählt Mazda einen vernünftigen Kompromiss. Nur in kurz hintereinander folgende Schlaglöcher fällt der Sechser polternd hinein, ansonsten lässt er die Insassen weitestgehend in Frieden.
Die recht träge Sechsstufenautomatik bekäme von mir in der Preisliste kein Kreuzchen. Mehr Spaß bringt der Bursche zweifellos mit der knackigen Handschaltung.
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