Ein neuer Look für den Mercedes-Edelroadster im Modelljahr 2008: Scharfe Kanten fassen mächtige Lufteinlässe ein, der Bug ist V-förmig gepfeilt, ...
... und jetzt schaut der SL aggressiv aus großen Augen mit serienmäßigem Bi-Xenonlicht. Keine Spur mehr von der dezenten Eleganz und den fließenden Linien des Vorgängers.
Zwei Höcker auf der Haube sollen an den legendären 300 SL erinnern. Unter der Haube mit den beiden Powerdomes gibt es ein neues Motorenprogramm. AUTO BILD fuhr den SL mit dem ...
... hochdrehenden "Sportmotor" – ein weiterentwickelter 3,5-Liter-V6, der 316 PS und 360 Nm Drehmoment in den Antriebsstrang schickt.
Zügiges Fortkommen garantiert: Der SL 350 beschleunigt in 6,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100, ...
... maximal sind 250 km/h drin, dann regelt der Begrenzer ab.
So gepflegt wie er im Stand aussieht, geht er auch bei der Beschleunigung zu Werke: Der aufgeweckte Motor macht ab 3000 Touren richtig Musik, und ...
... dann darf auch der Auspuff ein wenig röhren. Aufdringlich wird die Geräuschkulisse aber natürlich nicht.
Die Bewegungen des Dachs sind immer noch eine Show. Das mechanische Balett, bei dem ...
... eine Hydraulikpumpe mit 200 Bar Druck und elf Stellzylinder zusammenspielen, ...
... dauert 16 Sekunden. Dann hat sich das Dach kunstvoll zusammengefaltet, und ...
... es ist vollständig im Heck verschwunden. Bei offenem Verdeck schluckt der Kofferraum 235 Liter, ...
... geschlossen sind es 339 Liter. Für einen Wochenend-Ausflug zu zweit sollte das allemal reichen, zumal ...
... hinter den Sitzen auch noch kleines Gepäck untergebracht werden kann.
Mit der neuen Direktlenkung (179 Euro Aufpreis) kommt richtig viel Dynamik in den Edel-Roadster. Mit zunehmendem Einschlag ...
... wird sie immer direkter. Da wirkt der SL in engen Kurven schon fast eine Nummer kleiner.
Parallel zum Plus an Sportlichkeit hat Mercedes auch den Komfort verbessert. Dazu gehören neben den bequemen Sportsitzen auch ...
... zahlreiche Ausstattungsoptionen wie das Luxus-Navi Comand APS und das intelligente Lichtsystem ILS.
Fließende Linien innen: Optisch und haptisch ist das Cockpit des SL eine geschmeidige Wohlfühl-Landschaft. Das Lenkrad und die Instrumente sind neu gestaltet, auf der Mittelkonsole gibt es Alu-Blenden.
Ebenfalls überarbeitet: der Monitor des Bediensystems Comand.
Der aufpreispflichtige Luftschal: Beim SL sind die Ventilatoren und die Heizung des "Airscarf"-Systems in die Kopfstützen integriert. So umweht ...
... den Nacken der Passagiere stets ein angenehm kuscheliger Sommerwind – bei Bedarf auch im tiefsten Winter.
Ab 5. April 2008 ist der neue SL zu haben. Für den 350er verlangt Mercedes-Benz dann mindestens 86.573 Euro. Ein stolzer Preis.
Das Fazit: "Der SL überzeugt. Der gedopte V6 macht richtig Laune. Außerdem ist er leichter als der V8, was dem Handling guttut. Die Direktlenkung unterstreicht das noch. In diesem SL kommen nicht nur gesetzte Herrschaften auf ihre Kosten."
Der edle SL-Gegner aus München gibt sich ebenfalls dynamisch: Verstellbare Stabis und die Aktivlenkung (beides Extras) verleihen der 1,7 Tonnen schweren Luxusyacht einen erstaunlichen Sportsgeist.
Sechs Zylinder, natürlich in Reihe – ein appetitlicher Anblick. Die Maschine holt aus drei Litern Hubraum 272 PS und 320 Nm Drehmoment.
In Sachen Fahrleistungen kann der BMW mit dem SL 350 nicht ganz mithalten: Für den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 braucht der Bayer 6,7 Sekunden. Wie im Mercedes ist bei 250 km/h Schluss mit Vortrieb.
Klassisch: BMW setzt zum Wetterschutz für Passagiere und Interieur auf ein Stoffdach, ...
... das beim Zurückklappen die Heckscheibe ausklinkt und ...
... sich in 20 Sekunden im Heck verstaut.
Flach, aber lang: Der 6er-Gepäckraum mit dem eckigen Deckel schluckt 350 Liter – wenn das Verdeck geschlossen ist.
Münchner Neo-Barock: Das Cockpit des 6er wirkt technoid und wuchtig.
Üppig: Weiche Sessel mit integrierten Gurten sorgen vorne für komfortables Reisen, ...
... während die beiden hinteren Plätze nur für die Kurzstrecke taugen. Zum reinen Zweisitzer ...
... wird der Sechser bei montiertem Windschott.
Suchspiel: Die Verdeck-Tasten sind reichlich klein geraten.
Großes Kino: Der Monitor für den elektronischen Pfadfinder sitzt unter einem geschwungenen Dach über der Mittelkonsole.
Neues Feature: Den Schalter für den Spurhalte-Assistenten platziert BMW im Lenkrad.
Preiswert: Das BMW 630i Cabrio ist mit einem Grundpreis von 75.100 Euro im Vergleich zum SL schon fast ein Schnäppchen.
Der Porsche 911 Carrera S Cabrio ist das reinste Eisen unter den SL-Konkurrenten. Der Held der Landstraße, der Querbeschleunigung, der Zwischenspurts.
Innere Werte: Traditionell trägt Porsche seinen Motor nicht zur Schau. So zeigt der 3,8-Liter-Boxer nur ein paar Anbauteile und entwickelt seine 355 PS und 400 Nm Drehmoment eher im Verborgenen.
Spitze: In 4,9 Sekunden absolviert die Fahrmaschine den Prestigesprint auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 293 km/h.
Ohne Abdeckung: Beim Carrera Cabrio bleibt die oberste Lage des gefalteten Verdecks frei liegen. In 20 Sekunden ...
... faltet sich die klassische Stoffmütze schützend über die Passagiere. Dieses elegante Kunststück ...
... gelingt dem Porsche bis Tempo 50.
Egal ob mit offenem oder geschlossem Verdeck: Der Porsche-Kofferraum im Bug schluckt immer 135 Liter. Wer ein Windschott mitführt, hat nur noch Platz für einen Aktenkoffer.
Klare Linie: Das relativ schmale Cockpit des Carrera ist im klassischen Porsche-Look gehalten. Die Rundinstrumente sind ineinander verschachtelt, als Extra gibt es eine analoge Stoppuhr.
Die halten Pilot und Beifahrer fest: Porsche setzt auf straff gepolsterte Sitze ohne integrierten Sicherheitsgurt.
Volles Programm: Die Tastensammlung rund ums Navigationssystem ist reichhaltig und verwirrend.
Was für ein Anblick: Wer diesen knackigen Sportwagen-Hintern beim Öffnen der Garage genießen will, muss mindestens 102.548 Euro nach Zuffenhausen überweisen. Das ist nochmal eine ganze Ecke mehr, als der SL kostet.
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