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Fahrbericht Mercedes E-Klasse

Mercedes E-Klasse
Die Konkurrenz von Audi und BMW hat aufgeholt, fährt teilweise sogar vorweg, jetzt zieht Mercedes nach: Mitte April 2012 geht eine so tief überarbeitete E-Klasse an den Start, dass die Stuttgarter selbst bisweilen vom größten Facelift aller Zeiten sprechen.
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Dreh- und Angelpunkt der Modellpflege ist das Design, das von vielen Kunden als zu barock und behäbig kritisiert wurde. Deshalb verschwindet mit den neu gepressten Fondtüren nicht nur der breite Hüftschwung, ...
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... sondern analog zur C-Klasse bekommt die E-Klasse nun ein zweites Gesicht und wird auf Wunsch mit dem so genannten "Großstern" der Stuttgarter Coupés und Sportwagen ausgeliefert.
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Dann prangt ein riesiger Stern zwischen den zwei Lamellen der weit nach außen gewölbten Kühlermaske mit der Softnose des Flügeltürers SLS.
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Alternativ dazu gibt es aber weiter das klassische Gesicht mit drei Rippen im Grill und dem kleinen Stern oben auf dem Kühler.
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Egal für welche Variante man sich entscheidet: Immer bekommt man die etwas gekürzte Motorhaube ...
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... sowie die neuen Scheinwerfer mit zwei eckigen, spitz zur Mitte zeigenden Lichthaken, die den Fixstern am Mercedes-Himmel auch nachts unverwechselbar machen sollen ... 
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... und das alte Vier-Augen-Gesicht jetzt in jeweils einem Gehäuse vereinen. Erstmals in diesem Segment strahlt die E-Klasse dabei immer mit LED-Licht; nur für das Fernlicht mit Diodentechnik muss man noch einmal extra bezahlen.
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Auch innen haben die Designer den Wagen ein wenig aufgefrischt, auch bei den letzten Versionen den Schaltknauf ans Lenkrad verbannt und ein paar neue Zierteile eingezogen. Das sieht alles prima aus und fühlt sich klasse an, ...
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... und vor allem wirkt die E-Klasse damit wohnlicher als der BMW 5er. Aber an die kühle Perfektion der aktuellen Audi-Modelle kommt der Schwabenpfeil nicht heran.
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Außerdem wirkt der Monitor in der Mitte mittlerweile ein bisschen klein, dem Cockpit fehlt die Option auf ein Head-Up-Display und die mechanische Fußfeststellbremse wirkt seltsam antiquiert in so einem High-Tech-Auto.
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Mit einem knappen Dutzend neuer oder erweiterter Assistenzsysteme nimmt die Baureihe viele Errungenschaften vorweg, die im Sommer auch die nächste Auflage der S-Klasse bekommen wird.
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So erkennt, entschärft oder vermeidet die E-Klasse dank einer neuen Stereo-Kamera hinter dem Innenspiegel künftig auch Kreuzungsunfälle mit querendem Verkehr, bremst für Fußgänger, achtet beim Spurwechsel auf den Gegenverkehr, fährt dauerhaft mit Fernlicht, ohne andere Fahrzeuge zu blenden, und schlägt Alarm, wenn der Fahrer an der Autobahnauffahrt zum Geisterfahrer wird.
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Auch unter der Haube gehen die Schwaben noch einmal zur Sache und bringen die Antriebspalette auf Vordermann. Bei den insgesamt fünf Dieseln vom E 200 mit 136 PS bis zum E 350 mit 252 PS bleibt alles gleich, ...
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... und auch den E 300 Hybrid mit seinem Knauserverbrauch von 4,1 Litern Diesel kennt man schon aus der ersten Hälfte der Laufzeit.
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Doch bei den Benzinern tut sich einiges: An der Basis steht im E 200 mit 184 und im E 250 mit 211 PS zum ersten mal ein Vierzylinder-Turbodirekteinspritzer, der auf dem Weg von der C- in die E-Klasse noch einmal gründlich überarbeitet wurde ...
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... und den Verbrauch auf 5,8 Liter senkt. Damit ist die E-Klasse die erste Limousine in dieser Liga, die in der Energieeffizienzklasse A fährt. Dabei ist der Motor etwa im E 250 beileibe keine Spaßbremse. Er klingt beim Anlassen noch ein bisschen kernig, ...
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... aber sobald er auf Touren kommt, wirkt er sehr kultiviert – und vor allem ziemlich kraftvoll. Mit maximal 350 Nm gelingt der Spurt in 7,4 Sekunden, und mit 243 km/h fährt man auf der Überholspur lange ganz vorne mit.
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Darüber rangiert der bekannte 3,5-Liter-V6, der im E 300 auf 252 PS kommt und im E 350 (Bild) weiterhin auf 306 PS. Die zweite große Neuheit ist der darüber positionierte E 400 mit einem V6-Direkteinspritzer und zwei Turboladern. Er holt aus den drei Litern Hubraum dann schon 333 PS und 480 Nm schon ab 1400 Touren.
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Egal ob vier oder sechs Zylinder, Stahl- oder Luftfederung – in jeder Variante überzeugt die E-Klasse mit einem ausgezeichneten Reisekomfort. Sie mag zwar nicht ganz so sportlich, ...
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... stramm und fordernd sein wie ein Fünfer BMW. Und ganz so weitreichend wie die Charakterregelung bei Audi oder BMW ist das Umschalten vom Comfort- in den Sportmodus auch nicht.
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Doch wenn es darum geht, auch größte Distanzen vollkommen gelassen und entspannt abzuspulen, gibt es in dieser Klasse kein besseres Auto. Einsteigen und wohlfühlen lautet das Motto, selbst wenn man ohne Stopp durch halb Europa fährt. Wer trotzdem noch mehr Power und Prestige möchte, dem bietet Mercedes natürlich weiterhin den E 500 mit seinen 408 PS an. "Und AMG ist ja auch noch da", sagt Produktmanager Rehkugler mit Blick auf ein ebenfalls gewachsenes Angebot.
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Denn zum bisherigen E 63 mit jetzt 557 statt 525 PS bietet die schnelle Schwester nun auch noch ein S-Modell an, das mit
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... 585 PS zur stärksten E-Klasse aller Zeiten aufsteigt. 800 Nm lassen sie in 3,6 Sekunden auf Tempo 100 schnellen ...
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... und bringen die Reifen so ins rotieren, dass AMG nun erstmals auch diesseits seiner Geländewagen einen Allradantrieb ins Programm aufnimmt. Weil es den optional auch für den konventionellen E 63 ...
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... sowie für zwei Diesel und vier Benziner aus der Großserie gibt, summieren sich die Palette von Limousine und Kombi auf runde 80 Modellvarianten. Entsprechend groß ist auch die Preisspanne, ...
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... los geht es mit 40.430 Euro für den E 200 CDI als Limousine und 43.643 Euro als Kombi. Und mit den 121.023 Euro für den E 63 AMG S ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht, ...
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... denn das E in E-Klasse könnte auch für Extras stehen, weil man mit ein paar Assistenten und ein bisschen Ambiente schnell mal 10.000 oder 20.000 Euro mehr zusammen hat.
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E wie Eleganz, E wie Elektronik und E wie Effizienz – wenn Produktmanager Rehkugler die E-Klasse buchstabiert, fallen ihm für das Baureihenkürzel viele Bedeutungen ein, ...
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... aber nur eine bringt die ganze Modellpflege auf den Punkt: "Mit all diesen Verbesserungen sorgen wir dafür, dass das E in der E-Klasse auch weiterhin für Erfolg steht." Wir werden sehen – ab April 2013.