Mercedes hat sein Flaggschiff modernisiert: Mit leichten optischen Retuschen und viel Hightech unterm Blech geht die aktuelle S-Klasse in die zweite Runde. Endlich ist jetzt auch ein Hybridantrieb für den großen Benz verfügbar. AUTO BILD ist den ...
... S 400 Hybrid schon gefahren. Mit zwei Herzen unter der Haube soll er gegen Hybrid-Hauptkonkurrent Lexus antreten. Was – nach dem ersten Fahreindruck – allerdings nur teilweise gelingt.
Zuvor ein Blick auf die optischen Änderungen: Der Kühlergrill der S-Klasse steht jetzt steiler ...
... und glänzender da, als wolle der Mercedes seinen Anspruch bekräftigen.
„Champion der Luxusklasse“, verkündet Mercedes stolz. Geht es um die klassischen Autowerte, dann bleibt die S-Klasse ...
... das Maß der Dinge: In Komfort, Leistung, Luxus, Prestige und Preisen ist das Topmodell der Marke ungeschlagen.
Der S400 Hybrid, eine von neun Motorisierungen, traut sich jedoch eher vorsichtig in ein neues Feld – den Hybridantrieb: Der 3,5 Liter große V6-Benziner ...
... wird unterstützt von einem kleinen 20-PS-Elektromotor. Der schiebt beim Gasgeben zusätzlich an, beim Gaswegnehmen und beim Bremsen gewinnt er Strom, ...
... der in der Lithium-Ionen-Batterie gespeichert wird. Die ist erstmals in einem Serienauto verbaut. Mutig, mutig!
Rein elektrisch fahren wie Konkurrent Lexus, das kann der Mercedes nicht. Was ihm dann auch die Verniedlichung als "Mildhybrid" einträgt.
So soll es sein: Das Zusammenspiel mit der Siebengang-Automatik klappt reibungslos, beim Stehen geht der Motor aus.
Mercedes verspricht 7,9 Liter Normverbrauch, bei ersten Testfahrten meldete der Bordcomputer jedoch zwischen 9,5 und 11,7 Liter.
Das sind etwa die Werte des S 350 CDI, der jedoch souveräner beschleunigt. Zudem arbeitet die aufwendige Elektronik nicht so sanft wie bei Lexus.
Auffällig: Beim Bremsen, wenn die Chips eingreifen, wirkt das Pedalgefühl seltsam künstlich – wie unter Big-Brother-Einfluss.
Der neue S 400 Hybrid wird einen schweren Stand haben. Denn mit 85.323 Euro Kaufpreis ...
... ist er satte 9163 Euro teurer als der kaum langsamere Benziner ohne E-Motor und 12.316 Euro teurer als der S 350 CDI mit dem überzeugenden Dieselmotor.
Der Preis sagt alles: Das ist die S-Klasse für überzeugte Gutmenschen. Wem die Umwelt weniger am Herzen liegt als der Kontostand, ...
... der verzichtet auf die teure Hybrid-Technik und greift zur S-Klasse mit klassischem V6 unter der Haube. Und falls es etwas mehr sein darf, hält Mercedes ja auch noch den V8 im S 500 und den mächtigen Zwölfender im Topmodell S 600 parat. Weitere Eindrücke von der gelifteten S-Klasse gibt's auf den folgenden Bildern.
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