Der stärkste Serien-Opel aller Zeiten im Anflug auf die Nordschleife des Nürburgrings. Die Rüsselsheimer sind in der Grünen Hölle auf "letzten Abstimmungsfahrten". AUTO BILD war dabei.
Fit machen für den Marktstart: Auf der legendären Eifel-Achterbahn darf die Allrad-Limousine jetzt schon zeigen, was ab Herbst 2009 den Kunden gefallen soll.
Der Dampfmacher des Opel ist ein quer eingebauter V6, der mittels Turbolader aus 2,8 Litern Hubraum 325 PS und 435 Nm Drehmoment holt.
In sechs Sekunden soll der Opel von null auf 100 km/h sprinten, maximal sind 250 Sachen drin – abgeregelt. Mit seiner Power könnte er 275 km/h rennen, und bei Opel reden sie gern über Pläne, die Begrenzung aufzuheben, sofern man extra zahlt und ein spezielles Fahrsicherheitstraining gebucht hat.
Im Kurvengeschlängel der Rennstrecke zählt nur die Ideallinie, um schnell unterwegs zu sein. Und wir sind schnell – dank der im Vergleich zum Insignia Sport nochmals um zehn Millimeter tiefergelegten Karosserie und ...
... dem adaptiven Fahrwerk "Flex-Ride", das per Knopfdruck in die Programme "Komfort", "Sport" und "OPC" wechselt. Am Steuer sitzt übrigens Opel-Pressechef Frank Klaas, Ex-Langstreckenpilot und Ringkenner.
Anker von Brembo stauchen den Insignia gehörig zusammen. "Wir haben mit der neuen Bremsanlage einen Riesenschritt gemacht", sagt Frank Klaas.
Leider halten die schön anzusehenden Schalensitze nicht das, was auf den ersten Blick zu erwarten wäre. Sie bieten viel Komfort, aber zu wenig Seitenhalt. Etwas mehr Feinschliff ...
... würde auch der Motorklang gut vertragen. Zwar hört man den Sechszylinder auch unter einem eng anliegenden Helm noch laut und deutlich, aber sportlich klingt irgendwie anders.
Ein Blick ins Interieur: OPC/VXR-Instrumente, ein unten abgeflachtes Lenkrad und die Recaros prägen das Bild. Geschaltet wird manuell per Sechsganggetriebe.
Sinnvoll: Das Display im Cockpit zeigt Öltemperatur, Öldruck und den Ladedruck des Turboladers an.
Brav war gestern, egal ob in Schwarz oder Weiß: Tiefe Schürzen und mit Chrom eingefasste Kühl-Schlitze stehen für das neue ...
... Selbstbewusstsein der Opelaner. Der Insignia verkauft sich bestens – da darf die OPC-Version auch gerne wieder einen Tick selbstbewusster antreten.
Schöne Aussichten: Die in die Stoßfänger integrierten Endrohre geben dem Heck das gewisse Extra.
Die tief nach unten gezogene Heckschürze soll den Abtrieb an der Hinterachse verbessern. Die kleine Spoilerlippe auf dem Kofferraumdeckel hilft dabei.
Markenzeichen des OPC-Insignia sind die Chrom-Nüstern, die die Designer in die Frontschürze geschnitten haben. Ein kleiner Design-Gruß vom E-Mobil Ampera.
Auf großem Fuß: Ab Werk sorgen 19-Zoll-Räder für Bodenhaftung. Auf Wunsch, und natürlich gegen Aufpreis, schrauben die OPC-Werker aber auch extra leichte, geschmiedete 20-Zoll-Alus in die ausgestellten Radhäuser.
Punktlandung beim Preis: Zum Marktstart im Herbst 2009 wird der schnellste Insignia für glatte 43.000 Euro zu haben sein.
Das Fazit: "Wenn ein Insignia Opels neue Ambitionen zeigt, dann dieser: Mit dem 325 PS starken OPC bläst Opel mitten in der dicksten Krise zum Angriff auf Nobel-Renner wie Audi S4 oder BMW 335i. Passt nicht in die Zeit? Mag sein, ...
... aber Technik und Dampf des Topmodells verdienen Respekt. Fest steht: 43.000 Euro sind eine Kampfansage an die Etablierten." Ein wenig teurer wird es sicher ...
... bei dem hier, auch wenn sich Opel noch nicht offiziell zum Preis des Insignia Sports Tourer OPC geäußert hat. Der Lademeister im Renntrimm kommt ebenfalls im Herbst 2009 auf den Markt.
Ganze 1530 Liter Fassungsvermögen bringt der Rüsselsheimer mit. Daneben warten die gleichen technische Leckereien, die auch die OPC Limousine und das Schrägheck auf Zack bringen. Natürlich auch der 2,8-Liter-V6 mit 325 PS. Der hat aber ...
... mit dem Kombi etwas schwerer zu schleppen. Der Sprint auf Tempo 100 soll nach Herstellerangaben in rund 6,5 Sekunden gelingen. Wie bei seinen beiden Brüdern Limousine und Schrägheck greift auch beim Sports Tourer die Elektronik in den Vortrieb ein – mehr als 250 km/h sind nicht drin.
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