"Der neue Suzuki Splash soll mit seinem Auftritt auf der Straße ein 'Wow' kreieren." Guido Hannich, Director European Marketing bei Suzuki, erklärt die Marketing-Welt des kompakten Japaners. Tatsächlich hat ...
... Suzuki einen erstaunlich kompletten Kleinwagen auf die Räder gestellt und führt konsequent weiter, was vor drei Jahren mit dem Swift angefangen hat: Die Marke will ein Global Player werden.
Der Swift bildet auch die Basis für den Splash, der zwei Zentimeter länger (3,72 Meter) und drei Zentimeter höher (1,59 Meter) als sein Markenbruder ist. Herausgekommen ist erstaunlich viel Platz – selbst im Fond kneift es erst bei Personen jenseits der 1,85 Meter.
Das Plastik im Innenraum sieht erstmal ganz passabel aus. Nach einem ersten Griff dann die Ernüchterung: Alles hart, irgendwie hohl. Aber irgendwoher muss der Einstiegspreis unter 10.000 Euro ja kommen.
Für die erste Ausfahrt wählt autobild.de-Autor Stephan Bähnisch das Volumenmodell mit einem neu entwickelten 1,2-Liter-Benziner, der mit 86 PS durchaus die gewünschte Spritzigkeit vermittelt.
12,7 Sekunden braucht der Japaner bis zur 100-km/h-Marke, erst bei 175 km/h ist Schluss. Dabei soll er nur 5,6 Liter Kraftstoff konsumieren, 131 Gramm CO2 schlagen dann pro Kilometer zu Buche.
Noch sparsamer kann das der 1,0-Liter-Dreizylinder, der sich mit fünf Litern Sprit zufriedengeben soll.
Für Vielfahrer hat Suzuki einen 1,3-Liter-Selbstzünder mit 75 PS entwickelt, der nur 4,5 Liter Diesel schluckt, dafür aber mit üppigen 190 Newtonmetern Drehmoment punktet.
Auch wenn er etwas brummig arbeitet und die Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h wenig Sportpotenzial vermuten lässt: Er ist die spritzigste Antriebs-Alternative im Programm.
Den Rußpartikelfilter liefert Suzuki serienmäßig mit.
Wer den Vorgänger Wagon R kennt, der wird verwundert sein, wie flott sich der Splash um die Ecken zirkeln lässt.
Die Lenkung arbeitet zielgenau, der Komfort ist für einen Kleinwagen gut. Auffällig der Ton des Blinkertaktgebers: Er ist höher als bei anderen Autos, tockt irgendwie weiblich.
Auch von der Kastenform des Vorgängers ist wenig übrig. "Dicke Backen" durch weit ausgestellte Radkästen, die ansteigende Gürtellinie, ...
... scharf gezeichnete Scheinwerfer und Heckleuchten signalisieren: Hier rollt ein zeitgemäßer Vertreter seiner Zunft an den Start. Auch, was den ...
... Preis angeht. Die Basis Classic ist mit 9990 Euro als Kampfangebot einzustufen. Dann hat der Splash nur vier Airbags, weder ESP noch Klimaanlage oder Radio an Bord.
Sechs Airbags und vor allem ESP kosten in der Club-Version samt Klima 12.200 Euro, der empfehlenswerte 1,2-Liter-Benziner belastet den Etat mit 500 Euro zusätzlich.
Für 1300 Euro mehr baut Suzuki noch ein CD-Radio mit Lenkradfernbedienung ein, dazu gibt es 15-Zoll-Alufelgen. In dieser "Comfort"-Version ist auch eine Viergangautomatik lieferbar, die weitere 1300 Euro kostet.
Dieselfahren beginnt bei 14.700 Euro in der Club-Version.
60 Prozent der Splash-Kunden sollen Frauen sein. Deshalb setzt Suzuki auf peppige Farben innen wie außen.
Der Diesel leistet 75 PS und wird in Indien gefertigt. Er arbeitet brummig, verwöhnt aber mit gutem Durchzug.
In den Ausstattungen Club und Comfort versteckt sich ein doppelter Kofferraumboden im Heck, dann passen nur noch bescheidene 178 Liter Gepäck hinter die tief heruntergezogene Klappe. Für den Großeinkauf der Kleinfamilie zu wenig.
Der große Tacho erinnert irgendwie an das Instrument im Mini, der aufgesetzte Drehzahlmesser an einen frühen Smart. Aber es ist alles am richtigen Platz, die Bedienung ist sehr einfach.
Leider lässt sich das Lenkrad nur in der Höhe verstellen.
Kleine Fächer und Ablagen bietet der Splash reichlich.
Die Beleuchtung der Instrumente strahlt in Rot.
Auf Wunsch schluckt der Splash bis zu 1050 Liter Gepäck, die Rücksitze klappen kinderleicht und nahezu eben um.
Auf den folgenden Bildern gibt es jede Menge weitere "spritzige" Impressionen vom neuen Lady-Kracher aus dem Hause Suzuki. "Perlen" Sie sich durch!
Test Suzuki Splash Fahrbericht Markteinführung April 2008 Kleinwagen MPV
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