Ein SUV auf die softe Tour: Der neue
Volvo V40 Cross Country trägt der Tatsache Rechnung, dass moderne Geländewagen deutlich mehr Lifestyle-Produkt als Arbeitstier sein müssen. Wir haben den Schweden mit der Offroad-Optik ausprobiert.
"Die Kunden wollen bequemer einsteigen, etwas höher sitzen und ein etwas auffälligeres Auto fahren", umreißt Volvo-Sprecher Michael Schweitzer die Anforderungen des gemeinen Geländewagen-Käufers, ...
... von Untersetzungsgetrieben und Differentialsperren ist dabei in der Regel genauso wenig die Rede wie von der Watteife oder dem Rampenwinkel. Denn der kompakte Kombi, der in diesen Tagen zu Preisen ab 26.780 Euro in den Handel kommt baut in der Abenteuer-Variante zwar gute drei Zentimeter höher, ...
... doch statt wuchtiger Plastikplanken und bulliger Stoßfänger wie früher der V70 Cross Country trägt er nur noch sehr dezente Anbauteile und verkneift sich in den meisten Varianten sogar den Allradantrieb. Der ist im Abenteuer-Zuschlag von 1800 Euro nicht enthalten, ...
... wird für nur für das Top-Modell angeboten – und legt den Wagen sogar wieder etwas tiefer. Natürlich ändert sich nichts an der kommoden Sitzhöhe. Doch weil das Verteilergetriebe mehr Platz braucht, schmilzt der Raumgewinn unter dem Bodenblech auf magere zwölf Millimeter.
Einen nennenswerten Unterschied zum normalen V40 kann man deshalb kaum herausfahren. Ja, das Einsteigen ist bequemer und die Aussicht im Stau vielleicht ein kleines bisschen besser. Aber auf einer einsamen Landstraße fühlt sich der CrossCountry ganz genau so an, wie jeder andere V40.
Und bei Eis und Schnee kommt er auch genauso ins Rutschen. Selbst der Allradler braucht in einer glitschigen Kurve ein paar Zehntelsekunden Bedenkzeit, bis er den Wagen wieder einfängt und entlang der Ideallinie führt.
Angeboten wird der V40 Cross Country zunächst mit drei Dieseln von 115 bis 177 PS und mit zwei Benzinern, die auf 180 oder 254 PS kommen. Damit schafft der V40 Cross Country zwischen 185 und 210 km/h und ist im besten Fall mit 3,8 Liter Diesel zufrieden.
Dass es den Allrad nur für den stärksten Motor gibt, der dann auch gleich 8,3 Liter braucht, ist für die deutschen Kunden besonders schade. "Denn über unsere Modellpalette kommen wir auf einen Diesel-Anteil von über 90 Prozent", sagt Pressesprecher Schweitzer.
Ein paar Millimeter mehr Freiraum, ein bisschen frische Schminke und einen Aufschlag von 1.800 Euro – das macht den Cross Country zu einem besseren Sondermodell. Doch birgt die Neuheit auch eine weitere Botschaft, die sich erst mit dem Blick auf die Nomenklatur erschließt.
Hießen die Geländekombis bislang nur XC, schreiben die Schweden jetzt wieder den vollen Namen aufs Auto, sagt Pressesprecher Schweitzer: "Könnte ja sein, dass wir das Kürzel XC40 mittelfristig mal für einen Geländewagen brauchen."
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