28.09.2009
Fahrbericht VW Golf Variant Mopf Aubi 4009
Mehr Glanz, weniger Chrom: Als letztes Mitglied der Golf-Familie wird der Variant an die Optik des Golf VI angepasst. Wie gut der neue 1,6-Liter-Common-Rail-Diesel mit dem Golf Variant harmoniert, klärt ein erster Fahrbericht.
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Als letzter Golf verliert der Variant das Chromlätzchen rund um den Kühlergrill. Mehr Glanz gibt es trotzdem, denn der in Mexiko gebaute Kombi erbt von der Limousine auch das feinere Cockpit und den verbesserten Geräuschkomfort.
Am Heck fallen die Neuerungen nicht so schnell ins Auge: Die Leuchten tragen dunklere Einfassungen, und die Stoßfängerlippe ist nun auch beim Basismodell in Wagenfarbe lackiert.
Basisarbeit bei den Benzinern leisten die altbekannten Saugmotoren mit 80 PS (1,4 Liter, nur für Trendline) und 102 PS (1,6 Liter). Darüber rangieren zwei aufgeladene 1,4-Liter-Triebwerke (122 und 160 PS), die sich für 1800 Euro Aufpreis mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG kombinieren lassen.
Erstmals im Variant zu haben ist der aus dem Polo bekannte Common-Rail-Diesel mit 1,6 Litern und 105 PS. Er soll auf 100 Kilometer nur 4,5 Liter verbrauchen – 0,7 Liter weniger als zuvor der veraltete 1.9 TDI mit Pumpe-Düse-Technik.
Als Alternative zur Fünfgangschaltung bietet VW auch hier ein Doppelkupplungsgetriebe an. Die Siebengangbox kostet 2150 Euro, treibt den Verbrauch zwar um 0,3 Liter nach oben, kaschiert dafür die Anfahrschwäche des 1.6 TDI – ein Plus vor allem im Stadtverkehr.
Da das Getriebe sehr früh hochschaltet, rollt man mit entspannten 1000 Touren durch die City. Beim Gasgeben steht blitzartig ein kleinerer Gang parat; dann geht es mit 250 Newtonmeter Drehmoment so stramm voran, dass der große 2.0 TDI (140 PS, 1775 Euro teuer) wie purer Luxus wirkt.
Die Preise für den renovierten Golf Variant starten bei 18.500 Euro, 575 Euro höher als bisher. Für den günstigsten Diesel verlangt VW 22.450 Euro. Macht 885 Euro Kombizuschlag im Vergleich zur viertürigen Limousine.
Feiner möbliertes Cockpit mit weiß beleuchteten Instrumenten. Die Klimaanlage ist Standard, das Touchscreen-Navigationssystem gibt es für 1140 Euro extra.
Das VW-Gestühl ist ohne Tadel, die Vordersitze sind straff gepolstert, bieten genug Beinauflage und guten Seitenhalt. Auch hinten ist das Platzangebot für Familien ausreichend.
Unverändert blieb der Kofferraum. Nach wie vor passen 505 bis 1495 Liter Gepäck hinter die Heckklappe.
Um eine ebene Ladefläche zu erhalten, müssen Rücksitzbank und -lehne leider auch immer noch getrennt voneinander umgeklappt werden – das können andere inzwischen besser.
Der Common-Rail-Diesel mit 105 PS und 1,6 Litern Hubraum arbeitet zwar leiser als der alte 1,9-Liter-Motor mit Pumpe-Düse-Einspritzung, doch er leidet unter einem spürbaren Turboloch. Das optionale 7-Gang-DSG (2150 Euro) kaschiert die Anfahrschwäche.
Die Qual der Wahl: Es soll ein VW sein, ein familienfreundlicher dazu. Kein Problem, sechs verschiedene Konzepte kommen da infrage. AUTO BILD hat sie miteinander verglichen. Gemeinsamkeit: Sie basieren alle auf dem Golf. Außerdem sind alle mit einem 140 PS starken Diesel motorisiert.
Bei soviel Auswahl fällt die Entscheidung schwer: Welcher ist der beste Familienfreund – Golf, Golf Plus, Golf Variant, Tiguan, Touran oder Caddy Life? AUTO BILD hat die sechs Volkswagen auf der Suche nach einer Antwort miteinander verglichen.
Ein Traumwagen? Nicht für Familien. Im Autoalltag überrascht der VW Tiguan mit dicken Nachteilen. Das erfolgreiche Kompakt-SUV auf Golf-Basis fährt ...
... mit nur zehn von 20 möglichen Sternen den anderen Testkandidaten hinterher.
So sieht die Maschine im Tiguan aus: Der Common-Rail-Diesel holt aus zwei Litern Hubraum 140 PS und 320 Nm Drehmoment.
Dei Fahrleistungen: Für den Sprint auf Tempo 100 benötigt der Tiguan 2.0 TDI 9,8 Sekunden, maximal schafft er 190 km/h.
Der hohe Schwerpunkt macht sich deutlich bemerkbar: Ungelenk bis träge folgt der Tiguan zackigen Lenkmanövern. Als Fronttriebler leidet er ...
... bei voller Beschleunigung unter Traktionsproblemen. Um Überschusstempo abzubauen, wird er zum ausgeprägten Untersteuerer und schiebt kräftig zum Kurvenaußenrand. Durch diese Eigenarten fühlt sich der Tiguan ...
... größer an, als er ist. Er wirkt insgesamt deutlich unhandlicher als seine agileren VW-Schwestermodelle.
Bekanntes Bild: Die Armaturen gleichen denen des Golf Plus/CrossGolf bis ins Detail, die ordentliche Grundausstattung umfasst Klimaanlage, vier elektrische Fensterheber, beheizbare Spiegel und mehr.
Als einziger in diesem Vergleich hat der Offroader eine elektrische Parkbremse. Ein Vorteil ist das nicht.
Groß ist anders: Auf den Vordersitzen fühlen sich Mama und Papa wie eingemauert. Die Übersicht ist mäßig und ...
... der Zugang zum Fond sowie zum Kofferraum nicht optimal. Immerhin kann der Tiguan mit der gleichen Rückbank-Variabilität wie der Golf Plus aufwarten.
Die hohe Ladekante nervt, das Stauvolumen ist anständig: Der Kofferraum schluckt mindestens 470 Liter, ...
... maximal verpackt das Kompakt-SUV 1510 Liter.
Front- statt Allradantrieb macht den Tiguan 2.0 TDI 1400 Euro billiger. Das ist okay, ein Sonderangebot ist er bei einem Grundpreis von 27.900 Euro natürlich trotzdem nicht, ...
... zumal auch Finanzamt und Versicherung kräftig Geld verlangen. Dafür punktet er mit einem relativ günstigen Verbrauch von 5,9 Litern auf 100 Kilometer.
Das Fazit: Was für eine Enttäuschung! Der beliebte Tiguan fällt als Familienauto durch. Trotz der wuchtigen Karosserie kann er gegen die ...
... hausinterne Konkurrenz nicht bestehen. Dazu kommt sein sperriges Handling, das den Fahrspaß einschränkt. Wer Kinder hat, sollte sein Geld sinnvoller investieren.
Den Tiguan kann der Caddy Life knapp abhängen, aber elf Sterne reichen am Ende nur für den fünften Platz. Zwar überzeugt der zivile Lieferwagen ...
... als idealer Kinder- und Gepäcktransporter, beim Komfort muss man aber große Abstriche machen.
Der Caddy-Motor versteckt seine Technik nicht unter einer ausladenden Abdeckung. Im Zweiliter-TDI ist noch eine Pumpe-Düse-Einspritzung am Werk, die aber ebenfalls für 140 PS und 320 Nm Drehmoment gut ist.
Schon die aufrechte Sitzhaltung signalisiert, dass der Caddy Life kein Sportler sein kann und will. Entsprechend zurückhaltend ist der Vorwärtsdrang: 11,1 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und 186 km/h Spitze bedeuten in diesem Vergleich den letzten Platz in Sachen Längsdynamik. Für seine Größe ...
... ist er trotzdem handlich, auch wenn seine Lenkung weniger direkt ausgelegt ist als bei den Konkurrenten. Er fühlt sich jederzeit stabil und sicher an. Der Pumpe-Düse-Diesel ...
... zieht ihn natürlich nicht so schnell nach vorn wie einen Variant oder Touran. Auf schlechten Straßen ...
... nervt das Stoßen der hinteren Starrachse, und bei schnellem Tempo werden laute Windgeräusche hörbar.
Wer das Golf-Cockpit kennt, greift auch beim Raum-Bruder nicht daneben. Qualität und Verarbeitung sind auf Golf-Niveau. Das Lenkrad lässt sich in Höhe und Weite verstellen.
In diese Halle passen wir alle: Nicht nur das eigene Bruderpaar fühlt sich im Caddy wohl, sondern bei Bedarf auch noch bis zu drei Nachbarskinder. Denn den Kastenwagen ...
... gibt es wie den Touran wahlweise als Fünf- oder Siebensitzer – mit einer weiteren Reihe hinter der Fondsitzbank. So problemlos wie im Caddy ...
... kommt man sonst nirgends in den Fondbereich. Es sind vor allem die praktischen Schiebetüren, die Kleine wie Große begeistern, ...
... dafür nervt die riesige und schwere Heckklappe, die nur umständlich schließt.
Dass der Caddy Life vom Lieferwagen abstammt, ist nicht zu übersehen. Das Raumgefühl beeindruckt: Bis zu 2850 Liter passen rein – ein Rekordwert. Besetzt mit fünf Personen, bleiben noch üppige 750 Liter Volumen.
Der fünfsitzige Caddy Life 2.0 TDI hat den mit Abstand günstigsten Neupreis (22.812 Euro). Weniger gut allerdings: die Schadstoff-Einstufung seines Pumpe-Düse-Motors (Euro 4) und ...
... sein Durst: Mit sieben Litern auf 100 Kilometern im Schnitt hat er den höchsten Verbrauch in diesem Vergleich. Außerdem fällt die Restwertprognose deutlich niedriger aus als bei den Mitbewerbern.
Das Fazit: Als reine Familienkutsche ist er ideal für Fahrten zum Kindergarten, zur Schule und zum Baumarkt. Auf Langstrecken indes wird der laute Caddy anstrengend. Sein rustikaler Abrollkomfort, ...
... die harte Rückbank und schlecht konturierte Vordersitze werfen ihn zurück. Außerdem machen der hohe Verbrauch und die teure Versicherung den Vorteil beim Anschaffungspreis auf Dauer zunichte.
Auf den geteilten dritten Platz des Siegertreppchens fährt mit 15 von 20 möglichen Sternen das Original. Für Papa ist der Golf VI sicher die erste Wahl, aber ...
... nicht für Mama und den Kindergarten-Nachwuchs – denen wird der Kompakte nämlich ganz schnell zu eng.
Im Golf versteckt sich der moderne Common-Rail-Diesel unter einer großen Abdeckung. Wie bei den Konkurrenten leistet der 2.0 TDI 140 PS und 320 Nm Drehmoment.
Nein, der Kleinste im Vergleich ist nicht auch automatisch der Sprintsieger: Bis Tempo 100 vergehen im Golf 9,6 Sekunden. Bei 209 km/h Spitze kann ihm kein Konkurrent das Wasser reichen.
Keiner im Test ist agiler als der Golf. Der mit adaptivem DCC-Fahrwerk ausgerüstete Testwagen fährt sich sehr handlich ...
... und zeigt bei extremen Manövern nur wenig Karosserieneigung. Bei zu hohem Kurventempo schiebt er leicht untersteuernd über die Vorderräder, ...
... Traktionsprobleme sind ihm trotz des hohen Drehmoments fremd. Seine Federung ist straff ohne dass der gute Abrollkomfort darunter leidet.
Der Golf VI setzt bei der Qualität die Maßstäbe. Vor allem in der edlen Highline-Version wirkt er ...
... hochwertig wie ein Oberklasse-Auto. Interessiert das Kinder? Sie wollen lieber Ablagen für Spielzeug und große Türfächer. Da hat der Golf nicht viel zu bieten.
Auf Knopfdruck straffer: Die adaptive Dämpfung kostet 925 Euro Aufpreis.
Okay, zwei Kindersitze passen auf die Golf-Rückbank, aber seine Variabilität ist mau. Bei umgelegten Sitzlehnen bleibt eine Stufe, und mit 350 Liter Kofferraumvolumen müssen Eltern und Kinder sich beim Urlaubsgepäck stark einschränken. Auch beim ...
... Maximalvolumen hinkt der Golf der Konkurrenz hinterher: Bei umgeklappten Rücksitzlehnen gehen höchstens 1305 Liter ins Heck.
Alles andere als ein Schnäppchen: 24.850 Euro für den Golf 2.0 TDI Comfortline sind eine Menge Geld, trotzdem ist der Fünftürer ...
... der Zweitbilligste in diesem Feld. Sein sparsamer Testverbrauch (6,3 Liter auf 100 Kilometer) und die günstige EU-5-Abgaseinstufung schonen das Familienkonto.
Das Fazit: Der Golf kann viel, aber nicht alles. Vor allem nicht alles, was eine vierköpfige Familie schätzt, wenn sie in den Urlaub fährt. Dann wird es nämlich eng im Golf. Gepäck, Spielzeug und ...
... vielleicht noch das Kinderrad? Passt nicht! Auch beim Ikea-Großeinkauf sind die Grenzen seiner Ladefähigkeit schnell erreicht, da sich die Rückbank wenig flexibel zeigt.
Der zweite Dritte mit ebenfalls 15 Sternen ist der VW Touran, der zwar nicht besonders sexy, aber ...
... sehr, sehr praktisch ist. Eigentlich ein idealer Familienfreund, wenn er nicht so teuer wäre.
Unter der Plastikhaube der Touran-Maschine arbeitet noch die alte Pumpe-Düse-Technik. Davon abgesehen, sind auch hier die Leistungsdaten identisch zur Konkurrenz: 140 PS und 320 Nm Drehmoment aus zwei Litern Hubraum.
Mit seiner Beschleunigung von 10,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100 reißt der Touran keine Bäume aus, aber 200 km/h Spitze können sich durchaus sehen lassen.
Selbst mit 565 Kilo maximaler Zuladung ist der Touran in jeder Fahrsituation sicher. Der ESP-Eingriff erfolgt spät und zurückhaltend, was für die hohe Güte der Fahrwerkabstimmung spricht. Erkauft wird ...
... sein knackiges Handling allerdings mit einer recht harten Federung. Der Pumpe-Düse-Diesel ist zwar laut, sorgt aber für sehr gute Elastizität. Beim Zwischenspurt lässt der Van ...
... den neuen Golf deutlich hinter sich. Bei hohem Autobahn-Tempo reagiert der Touran empfindlich auf Seitenwind.
Dieser VW ist "fit for family". Er bietet alles, was Mama und Papa mit zwei Kindern wünschen. Vor allem ...
... in der zweiten Reihe: Hinten ist der Touran mit fast 1,50 Metern breiter als alle anderen, ...
... darum passt auf den Mittelplatz bequem ein Kindersitz. Die soliden Sitze klappen einzeln und ...
... sind ausbaubar. Das schafft jede Menge Innenraumvarianten. Der kubische Kofferraum ...
... schluckt zwar weniger, als VW verspricht, 561 Liter geprüftes Volumen (Werk: 695) sind dennoch reichlich. Und 1989 Liter Maximalkapazität schlägt in diesem Vergleich nur der Caddy Life.
Der Touran ist ein Erfolgstyp. Und das lässt sich VW kräftig bezahlen. Als 2.0 TDI Trendline für 28.250 Euro ist er teurer als der ähnlich ausgestattete Tiguan mit Frontantrieb. Wer sich den Highline mit DSG und ...
... ein paar Extras bestellt, landet schnell bei 35.000 Euro. Besonders ärgerlich: Mit günstigerem Anschaffungspreis wäre der Touran leicht Testsieger geworden.
Das Fazit: Warum muss er nur so teuer sein? Der Touran hat uns bis aufs Kostenkapitel voll überzeugt. Er empfiehlt sich als verwandlungsfähiges Familienauto und ...
... beeindruckt trotz seiner Höhe mit hoher Fahrdynamik. Nicht toll: Noch wird der Touran mit rauem Pumpe-Düse-Triebwerk und EU-4-Einstufung ausgeliefert. Wenn er bald den Common-Rail-Motor bekommt, wird er noch besser werden.
16 Sterne kann der Golf Variant einfahren, das reicht für den zweiten Platz. Mit seinem riesigen Kofferraum ...
... kommt der Kombi auf jeden Fall gut an. So richtig praktisch ist er aber nicht.
Von dem 4,56 Meter langen 1,5-Tonner haben wir keine Wunderdinge erwartet und sind angenehm überrascht. Er ist wendig und ...
... etwas härter abgestimmt als die Golf-Limousine. Auf schlechten Straßen rollt er entsprechend rustikal ab. Lenkgefühl und Fahrstabilität sind ...
... wie beim Normal-Golf klasse. Kurios ist der Drehzahlmesser: Der rote Bereich beginnt schon bei 4500/ min wie im Pumpe-Düse-Golf V üblich, ...
... vorn arbeitet aber ein Common-Rail-Aggregat, und das kann man bis 5000/min drehen. Wie gehabt produziert der zwei Liter große Vierzylinder 140 PS und 320 Nm Drehmoment, die ...
.. den Golf Variant zum schnellsten Sprinter dieses Vergleichs machen: Bis Tempo 100 vergehen 9,5 Sekunden. Spitze: 205 km/h.
Füße hoch und Spielzeug raus – in den Kombi vom Golf steigen die Kleinen gern ein. Denn im Variant ist es hinten nicht nur saugemütlich, sondern auch beim Packen muss man auf nichts verzichten, weil ...
... genug reinpasst: 500 Liter schluckt der Kofferraum – er ist damit in etwa so groß wie das Abteil des Passat Variant. Das Umlegen der Rückenlehnen ist aber zu umständlich, weil die Kopfstützen raus und die Sitzflächen nach vorn müssen. Immerhin gehen dann 1495 Liter rein, und ...
... wer will kann unterm Ladeboden in der Reserveradmulde auch noch ein bisschen Kleinkram verstauen.
Der Golf Variant wird in Mexiko produziert und ist ein ausgereifter Kombi mit solider Qualitätsanmutung. Gute Ausstattung mit serienmäßiger Dachreling und ordentliche Zuladung machen ihn zu einem gelungenen Allrounder.
Herkunftsindiz Cockpit: Im Variant belegen kleine Tachoziffern und rotes Licht, dass er ein Golf V ist.
Zu den Lifestyle-Kombis zählt der Golf Variant sicher nicht und deshalb bleibt er mit 25.700 Euro Grundpreis im gleichen Preisfenster wie der Golf Plus. Allerdings liegt ...
... sein Testverbrauch 0,3 Liter höher. Außerdem erreicht er trotz identischen Common-Rail-Motors nur die Schadstoffnorm Euro 4.
Das Fazit: Der Variant ist ein grundehrlicher Kombi. Mag er auch neben dem Golf VI etwas angegraut wirken, beweist er doch eine hohe Fahrkultur und sehr guten Alltagsnutzen. Vorteilhaft ist vor allem ...
... seine bis zu 1,73 Meter lange und ebene Ladefläche. Leider entsteht die aber erst nach einem nervenraubenden Umbau der Rückbank.
Überraschungssieger: Mit 17 von 20 möglichen Sternen landet der Golf Plus ganz vorne und empfiehlt sich damit als der größte Familienfreund in diesem Vergleich.
Das Rentnerimage wird dieser Typ nicht los: reizarme Zweckform, hohes Sitzen als wichtigstes Kaufargument – nee, Charakterautos sind anders als der Golf Plus, ...
... dafür präsentiert er sich innen einladend und macht Kinder wie Eltern glücklich, ...
... dank verschiebbarer Rücksitze und vieler Ablagen – sogar im Dach – passt er sich jeder Lebenslage an.
Hier könnte der Golf Plus ruhig ein wenig größer sein, zumal VW bei der Angabe des Volumens übertreibt: Der Kofferraum fasst echte 306 statt versprochene 395 Liter. Maximal passen 1450 Liter hinter die Heckklappe.
2.0 TDI, die Sechste: Sie haben es sicher schon an der Plastikhaube erkannt – hier arbeitet der Common-Rail-Diesel aus dem Golf VI mit 140 PS und 320 Nm Drehmoment.
Die Fahrleistungen: Der Golf Plus sprintet in 9,8 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 204 km/h.
Der Plus ist rund einen Zentner schwerer als die Limousine. Das ist zu spüren: Er bremst etwas schlechter und zeigt bei schnellen Richtungswechseln mehr Wankbewegungen. Im Grenzbereich neigt er zu leichtem Übersteuern, ...
... bevor ihn das Serien-ESP zusammenstaucht. Gefährlich wird das natürlich nie, doch im Gegensatz zu Normal-Golf und Variant ...
... fährt er unruhiger. Die weiche Grundauslegung sorgt für hohen Abrollkomfort, Diesel- und Reifengeräusche wirken aber lauter als in der Limousine.
Der Innenraum dokumentiert die Verwandtschaft zum Genspender: Auch im Plus ist alles Golf.
Gleicher Testverbrauch wie der normale Golf (6,3 Liter auf 100 Kilometer), Euro-5-Einstufung und faire Versicherungsprämien – damit ist der Plus auf der Höhe der Zeit. Er ist mit seinem Grundpreis von 26.075 Euro zwar ...
... mehr als 1000 Euro teurer als der Normal-Golf, bietet dafür aber auch einen spürbaren Mehrwert durch den variableren Innenraum. Beim Wiederverkauf erzielt er stabil hohe Preise.
Das Fazit: Damit haben wir ehrlich gesagt nicht gerechnet: Der Golf Plus kann nichts überragend, aber alles ganz gut. Genau das macht seinen Erfolg aus. In allen Kapiteln ...
... eine ordentliche Leistung bringt ihm den Sieg. Als Familienauto ist er ideal, zumindest solange, wie nicht maximales Ladevolumen entscheidend ist und Papa bei der Fahrt zum Stammtisch einen Sportwagen erwartet.
AUTO BILD-Redakteur Jörg Maltzan über die Wolfsburger Familienfreunde: "Dass der normale Golf in diesem VW-Feld nicht die talentierteste Familienkutsche ist, war klar. Trotzdem offenbart der Vergleich Überraschungen. Eigentlich hatten wir ...
... Touran oder Tiguan vorn erwartet. Aber das SUV wird Letzter. Außer seinem Lifestyle-Image hat er Familien wenig zu bieten. Prestige macht eben ...
... keine Kinder glücklich. Überraschung Nummer zwei ist der Golf Plus: Er ist die graue VW-Eminenz, bieder und allzu diskret, dafür aber mit vielen praktischen Familientugenden. Er siegt knapp vor dem Golf Variant."
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