Frischzellenkur für den großen VW: Der Multivan geht mit neuem Look, neuen Motoren und mehr Ausstattung an den Start. AUTO BILD hat das Basismodell Startline getestet.
Neues Markengesicht: Die Wolfsburger spendierten dem "Bulli" eine neue Nase. Jetzt sieht der Multivan von vorne aus ...
... wie ein Golf oder Polo in XXL. VW mag es eben nicht, wenn sich Familienmitglieder optisch zu sehr unterscheiden.
Die Seitenlinie bleibt unverändert, dafür ...
... bekommt der Multivan neue Heckleuchten. In den Außenspiegeln steckt künftig die Sat-Antenne fürs Navi. Unter der Haube ...
... hat sich richtig was getan: Moderne Common-Rail-Diesel lösen die rauhen Pumpe-Düse-Motoren ab. Der Fünfzylinder fällt weg, die Speerspitze bildet künftig ein Zweiliter-Biturbo mit 180 PS.
Das gefällt: Endlich herrscht auch im Basismodell Startline kein rustikales Transporter-Flair mehr.
Innen ist nun kein nacktes Blech mehr sichtbar. Die Fensterrollos stecken in den Seitenverkleidungen. Das Navi kostet mit Radio 1310 Euro extra.
Ein Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Gängen (2089 Euro) löst die betagte Fünfstufenautomatik ab. VW verspricht dadurch bis zu zwei Liter weniger Verbrauch. Mit 140 PS ...
... ... liefert der neue Zweiliter-TDI zehn PS mehr Leistung als der alte 2,5-Liter-Fünfzylinder. Deutlicher spürbar ist der Gewinn an Laufruhe. Neu ist auch die Gangwechsel-Anzeige, die zum Hoch- oder Runterschalten auffordert.
VW bringt echten Komfort in den harten Packesel-Alltag. Erfreulich ist auch, dass der Einstiegspreis für den 84-PS-Diesel bzw. 115-PS-Benziner ...
... trotz besserer Ausstattung (Kopf- und Seitenairbags Serie) sogar um 282 auf 29.950 Euro gesunken ist.
Der praktische Klapptisch (nun serienmäßig) verwandelt den VW Bus in ein ideales Picknickauto.
Auch die Schubfächer gehören nun zur Basisversion.
Fazit von AUTO BILD-Redakteur Carsten Paulun: Auch VW beugt sich dem Trend der Zeit. Der Multivan, teurer Traumwagen der Kinderreichen und Aussteiger, bietet endlich mehr Komfort und moderne Pkw-Motoren.
Der Zweiliter-TDI ist leiser und sparsamer als sein 130-PS-Vorgänger, kostet nur 295 Euro mehr. Dennoch: Mit ein paar Extras stehen nach wie vor schnell 40.000 Euro auf der Rechnung. VW weiß, dass der "Bulli" Wünsche weckt und viele dafür tief in die Tasche greifen.
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