Eine Begegnung der besonderen Art: Der Ferrari 250 GT Berlinetta SWB trifft auf seinen mehr als 40 Jahre jüngeren Nachfahren Ferrari Enzo. AUTO BILD SPORTSCARS hat es sich nicht nehmen lassen, ...
... die beiden Sportler für eine zügige Ausfahrt auf die Landstraße zu bitten.
Kurios: Obwohl deutlich wertvoller als der Enzo, erweckt der schöne SWB keinen Neid.
Hinterherfahren nur fürs Bild: Was die Fahrleistungen angeht ist der Enzo seinem Urahn haushoch überlegen.
Zwei Raritäten: Der Enzo wurde 400 Mal gebaut, vom 250 GT SWB sind nur 166 Exemplare vom Band gerollt.
Der sehr handliche und leichte 250 GT wurde in zwei Versionen angeboten: eine Lusso-Variante und ein Competition-Modell.
Ein Bild von einem Motor: Der Zwölfzylinder mit der nachträglich homologierten Weber-Vergaseranlage holt aus drei Litern Hubraum 300 PS.
Fanfaren: Der volle, röhrende Sound des Triebwerks ist ein Genuss.
Fahrleistungen: Aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigt der 250 GT in 6,3 Sekunden, maximal sind 241 Sachen drin.
Da versickert der Treibstoff: 95 Liter passen in den Tank, aber nach rund 500 Kilometern ist ein Boxenstopp angesagt. Der 250 GT genehmigt sich im Schnitt 20 Liter auf 100 Kilometer.
Sperre gegen Langfinger: Der Tankverschluss ist mit einem kleinen Vorhängeschloss gesichert. Auch sonst ist der Oldie reich an liebevollen Details, wie ...
... den filigranen Speichenrädern im 15-Zoll-Format mit zentraler Radmutter, ...
... den halbkugelrunden Leuchten am Heck oder ...
... den Rückspiegeln, die sich in den frühen 1960ern noch nicht der Knechtschaft der Aerodynamik beugen mussten.
Sitzkomfort aus einer anderen Epoche: Die Leder-Sportsitze sind nur spärlich konturiert.
Fühlt sich nur auf den ersten Metern komisch an: Mit dem dürren Volant hat man die präzise Lenkung gut im Griff.
Schlicht und schön: Instrumente und Schalter auf der Mittelkonsole.
Nur zur Zierde: Zigaretten und anderes Rauchwerk sind in so einem Auto tabu. Hier soll es ...
... nach Leder riechen, und nicht nach Bahnhofskneipe.
Langer Stock: Die Gänge werden über eine manuelle Viergang-Schaltung sortiert.
Die Original-Werkzeugtasche diente dem Herrenfahrer für Notfälle. Der Hammer löst die zentrale Radmutter.
Vor 45 Jahren kostete ein Ferrari 250 GT SWB 50.275 Euro. Das war schon damals viel Geld. Heute ist er ein fast unbezahlbares Sammlerobjekt.
Die Ferrari-Interpretation des Supersportlers für die Neuzeit heißt Enzo. Eine unglaubliche Fahrmaschine, die den Namen des Firmengründers zu Recht tragen darf.
Kraftpaket: Der Zwölfzylinder kann seine Formel-1-Gene kaum verleugnen. Die insgesamt sechs Liter großen Brennräume entlassen 660 PS und 657 Nm Drehmoment in den Antriebsstrang.
Kunstwerk: Schöne Motoren versteckt Ferrari grundsätzlich nicht, sondern präsentiert sie – in diesem Fall unter einer 20.000 Euro teuren Plexiglashaube. Und selbst wenn man den Motor nicht sehen könnte, ...
... verrät er sich spätestens mit seinem metallisch kreischenden Klang aus vier Endrohren.
Geht ab wie eine Rakete: Der Enzo katapultiert seine Passagiere in 3,6 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt jenseits von 350 km/h.
Durstig: Bei einem Durchschnittsverbrauch von 23 Litern Super plus ist auch ein 110 Liter großer Tank recht zügig leer.
Üppiges Schuhwerk: Der Enzo steht auf 19-Zöllern im Fünfspeichen-Design. Dahinter ...
... sorgt eine üppig dimensionierte Bremsanlage mit Keramikscheiben für erbarmunslose Verzögerung.
Böser Blick: Beim Topmodell aus Maranello blitzen die Xenon-Scheinwerfer aus senkrechten Schlitzen, ...
... am Heck treten die Leuchteinheiten aus dem Blech hervor. Dieses Designelement findet sich auch beim F 430.
Verheißungsvoll: Wenn dieser Name auf einem Fahrzeug prangt, ist schneller Vortrieb garantiert. Vor allem, wenn es sich um einen Enzo handelt.
Der Kofferraum des Supersportler kann sich gerade noch das Prädikat "spärlich" verdienen. Doch: Wen interesiert das?
Der Ferrari Enzo ist erstaunlich geräumig und komfortabel. Die Schalensitze sind in vier verschiedenen Weiten lieferbar.
Dominanter Drehzahlmesser: Bei 8000 Touren kommt der Zwölfzylinder im Heck an sein Limit.
Alles im Griff: Der Formel-Renner für die Straße lenkt messerscharf ein, am Volant ...
... lassen sich die unterschiedlichen Fahrprogramme anwählen. Hinter dem Lenkrad findet der Pilot die Kohlefaser-Wippen für das sequenzielle Sechsgang-Getriebe.
Liegt wie ein Brett: Dank ausgeklügelter Aerodynamik bringen auch Bodenwellen den Enzo nicht aus der Ruhe.
Das ist sicher eines der wenigen Fotos, in denen der Enzo die Rolle des Schnäppchens spielt. Der SWB ...
... ist heute etwa dreimal soviel wert wie ein Enzo – der kostete 645.000 Euro.
Schöne Kostbarkeiten: Beide Autos sind auf öffentlichen Straßen selten zu sehen. Die meisten Exemplare fristen ein wenig bestimmungsgemäßes Dasein in klimatisierten Sammlergaragen.
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