Barack Obama im Fiat 500? Der Mailänder Karosseriebauer Castagna kann sich das gut vorstellen. Die Italiener haben ein Konzept einer Stretchlimousine auf Basis des Kleinwagens entworfen.
Der Radstand wurde um 1,78 Meter verlängert.
Das Konzept existiert bislang nur als Computer-Illustration, ...
... dafür aber in verschiedenen Varianten.
Die Stretchlimo verfügt über elektrische hintere Schiebetüren und vier dicke Ledersessel im Fond.
Wie in einer "echten" VIP-Limo teilt eine dicke Glaswand den Fahrgastraum vom Cockpit, getönte Scheiben sorgen für zusätzliche Privatsphäre.
Auch eine offene "Sun"-Variante, bei der die hinteren Seitentüren komplett weggelassen wurden, ist Teil des Konzepts.
Als Antrieb dienen jeweils zwei E-Motoren, die die Allrad-Limousine ...
... auf bis zu 160 km/h beschleunigen. Die maximale Reichweite beträgt 250 Kilometer.
Ein weiteres Konzept auf Basis des Fiat 500 ist der CrossUp.
Allen, die jetzt an die gleichnamige
VW-Messestudie denken, ...
... sei gesagt: Das Castagna-Konzept hat damit rein gar nichts gemein. Der CrossUp aus dem Hause Castagna ist ein kleiner Pick-up, ...
... der ebenso wie die Limo-Version als geschlossene Karosserievariante oder als luftiger Sun-Cruiser gezeichnet ist.
Die Variante "St. Tropez" ist ein fast komplett offener Strandflitzer mit zusätzlicher Ladepritsche fürs Reisegepäck.
Einen edlen Eindruck macht die Verwendung hochwertiger Materialien wie Leder, Edelstahl, Chrom und Teakholz.
Ähnlich freizügig: die etwas poppiger designte Version "SunnyUp".
Die Modellbezeichnung "CrossUp" hat Castagna übrigens bereits im Jahr 2005 rechtlich schützen lassen.
Der Fiat 500 hat es den italienischen Blechschneidern wohl angetan: Bereits im Jahr 2008 ...
... hatte der Karosserie-Spezialist den Winzling schon einmal bearbeitet und dem Winzling kurzerhand das Dach abgesägt. Auch die Türen wurden entfernt. Das Ergebnis, der "TenderTwo", ist ein echter Beach-Sunnyboy.
Schönwetter-Cruiser: Der TenderTwo wurde in Anlehnung an den "Jolly"-Fiat 500 aus den 50er-Jahren entwickelt und ist genau wie sein Urahn ein Strand- und Funmobil.
Um die Karosseriesteifigkeit zu erhalten, hat Castagna die Seitenwände des Fiat verstärkt ...
... und mit edlem Holzfurnier beplankt. Auch der Innenraum des TenderTwo ...
... macht einen hochwertigen Eindruck: Ledersitze, Teakholzverkleidungen und Chrombügel machen den offenen Winzling zum Hingucker. Wer damit zum Strand fährt, ...
... bleibt garantiert nicht lang allein: Der schicke TenderTwo ist ein echter Gigolo – Aufmerksamkeit seitens der Damenwelt garantiert, suggerieren die Pressefotos.
Beach Boy: Jetzt noch schnell ein flotter Spruch in Richtung der Strandschönheit ...
... und schon steht einem gemeinsamen Ausflug nichts mehr im Wege.
Der TenderTwo wird nicht in Serie gefertigt, sondern ausschließlich auf Bestellung. Als Antrieb sind sämtliche Motorisierungen des aktuellen Fiat 500 verfügbar – inklusive der Abarth-Maschine mit 135 Turbo-PS.
Alternativ bietet Castagna auch einen Elektro-Antrieb an, der 130 km/h Spitze und eine Reichweite von 140 Kilometern schaffen soll.
Maritimes Flair im Kofferraum: Das ist keine Bootsplanke, sondern der Teakholz-vertäfelte Ladebereich des TenderTwo.
Die Heckklappe fehlt komplett, lediglich eine Korbgeflecht-Abdeckung verhindert den Verlust der Ladung.
Sehr wetterbeständig ist das natürlich nicht. Der TenderTwo ist halt für Sonnenschein in Bella Italia gemacht.
An schönen Details haben die Italiener beim TenderTwo nicht gespart. Trotz seiner geringen Maße macht der offene 500 ...
... durch die edlen Materialien eine elegante Figur. Die schicken Chromverzierungen hatte übrigens auch schon der erste offene Fiat 500 "Jolly" (im Hintergrund).
1957 vom Karrosseriebauer Ghia vorgestellt, war der Jolly trotz spartanischer Ausstattung ein ähnlich exklusives Vergnügen und kostete damals stolze 4700 D-Mark – satte 50 Prozent mehr als ein regulärer Fiat 500.
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