Der läuft nur auf zwei Töpfen. Und das mit voller Absicht. Twin Air heißt das Sparrezept von
Fiat, das den
500 zur rollenden Sparbüchse machen soll.
Vor 50 Jahren haben uns zweizylindrige Antriebe massenhaft mobil gemacht. Damals krakeelten 13 bis 22 PS im
500, die neue Motorenfamilie von
Fiat geht auf Leistungen von 65 bis 105 PS. Richtig gelesen: 105 PS aus 0,9 Litern – bella macchina 2011.
Als erster Zweizylinder startet schon im September die 85-PS-Version. Twin Air heißt die Motoren-Familie.
Twin steht für die zwei Zylinder, Air für das Multiair-System – eine elektrohydraulische Ventilsteuerung, die die Einlassnockenwelle ersetzt. Jeder Zylinder bekommt eine eigene Hydraulikeinheit mit Magnetventil, mit der Öffnungszeiten gesteuert werden.
Und wie fährt er? Der Zweizylinder startet auf Schlag, hechelt lediglich im Leerlauf und agiert bei niedrigen Drehzahlen ungewohnt kernig und knurrig.
Doch das stört nicht wirklich und gibt sich spätestens nach der ersten Ampel. Der kleine Italiener, der aus Polen kommt, schnurrt zurückhaltend freundlich-heiser. Und schmeichelt sich ins Ohr. Urteil: Ein interessanter Klang, subjektiv nicht lauter als ein Vierzylinder.
Objektiv hängt das Aggregat gut am Gas und dreht bis knapp über 6000 Touren. Etwas schlapp wirkt er nur im auf Knopfdruck abrufbaren Eco-Modus. Ohne Eco kommt der Zweizylinder mit dem
Fiat 500 bestens zurecht: In elf Sekunden erreicht er Tempo 100, erst bei 173 km/h ist Schluss.
Jeder Zweizylinder läuft konstruktionsbedingt unrund, Fiat bekämpft die unerwünschten Massenkräfte ...
... mit einer gegenläufig drehenden Ausgleichswelle.
Für den Turbo beziffert
Fiat den Verbrauch mit 4,1 Litern und spricht im Vergleich zum 1,2-Liter-Vierzylinder mit 69 PS von einer Kraftstoffersparnis von 15 Prozent – bei 23 Prozent mehr Leistung. Lernen Sie auch den
Abarth 500 Dealers Edition kennen!
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