Lange hat
Fiat seine Fans mit mieser Qualität und wenig verführerischem Design gefoltert. Der knuffige
Fiat 500 brachte den Stimmungswandel und die Italiener in Europa zurück auf die Erfolgsspur. Weltweit sind die Italiener traditionell recht gut aufgestellt. Vor allem in Südamerika fährt man gerne Fiat. Los geht die Reise aber in Deutschland.
Neben dem etablierten
Fiat 500 soll der
500C für frischen Wind im Kleinwagen-Segment sorgen. Der Oben-ohne-Zwerg ist seit September 2009 am Start. Kostenpunkt: mindestens 13.800 Euro. Dafür gibt es 69 PS und ein elektrisches Rotkäppchen.
Der Kleine mit dem kleinen Preis. Auch nach der Abwrackprämie rückt Fiat den
Panda für 5990 Euro raus – wenn man im Gegenzug seinen alten Gebrauchten stilllegt. Technisch gehört der Panda noch lange nicht zum alten Eisen. Er hat viele Teile seiner Bodengruppe gerade erst an den Fiat
500 vererbt.
Allradantrieb und höhergelegtes Fahrwerk – fertig ist der
Panda 4x4. Der kleine Italiener ist eine echte Kletterziege und sieht als "Cross" auch noch wirklich nett aus – auch wenn der Offroad-Look mit 18.070 Euro ganz schön ins Geld geht.
Eine Nummer größer? Dann wird der Fiat-Händler sicher den
Grande Punto aus dem Hut zaubern. Der hier läuft allerdings schon als Auslaufmodell. Denn ...
... seit Oktober 2009 ist der
Punto Evo am Start – die überarbeitete Version des Grande Punto. Mit modernen MultiAir-Motoren, neuem Gesicht, aufgefrischtem Cockpit und dem Chrom-Schnäuzer des
Fiat 500.
Bei Fiat selbst läuft der
Linea als kompaktes Stufenheck und ist damit eine Art Bravo mit Kofferraum – technisch passt die Einordnung aber nicht wirklich. Denn der Linea basiert auf dem
Grande Punto und wird im türkischen Bursa gebaut.
Ein bisschen Kombi, ein bisschen Mittelklasse-Limousine und ein bisschen Hochdach-Fiat: der
Croma fällt etwas aus dem klassischen Fiat-Rahmen und konnte seit seinem Start 2005 nur wenig italienische Herzen erobern. Unterm Blech stecken viel Technik des
Opel Signum und diverse
Saab-Bauteile (Zündschloss in der Mittelkonsole).
Qubo klingt irgendwie nach Würfel – und ist es eigentlich auch. Der kantige kleine Familientransporter wird in der Türkei gebaut und ist baugleich auch als
Peugeot Bipper und
Citroën Nemo zu haben.
Sein großer Bruder heißt
Fiat Doblo und hat seit dem Modellwechsel 2009 eine deutlich hübschere Nase bekommen.
Dass der
Fiat Sedici optisch nicht so ganz zum Rest der Fiat-Familie passen will, ist schnell erklärt: er ist eigentlich ein
Suzuki und wird im ungarischen Werk des japanischen Automobilherstellers produziert.
Ältere Semester kennen diesen Kastenwagen sicher noch – es ist die zweite Generation des
Fiat Fiorino, der bis heute in ...
... Argentinien, Uruguay und Bolivien als Neuwagen verkauft wird.
Und auch der hier ist ein guter Bekannter – wenn auch kein ganz so alter. Der
Fiat Idea wurde bis 2007 auch in Deutschland verkauft, allerdings ohne die lustigen Plastik-Planken und das Schlechtwege-Fahrwerk, mit dem er ...
... zum Beispiel in Argentinien und Brasilien als Fiat Idea Adventure über die Prärie hoppelt. In Bolivien heißt das gute Stück Fiat Idea Locker Power, was nichts daran ändert, dass er ohne Allradantrieb auskommen muss.
Weltauto? Da haben die Italiener seit 1996 den Palio am Start. Der Kleine für den ganzen Globus war von 1998 bis 2003 auch in Deutschland zu haben – allerdings nur als Kombiversion mit dem hübschen Namenszusatz Weekend.
Gebaut wird der Palio unter anderem in Brasilien, Ägypten, China, Indien, Russland, Südafrika und der Türkei. Das letzte Facelift 2007 mitgerechnet, hat der Palio bereits die dritte Gesichts-OP hinter sich.
In den meisten südamerikanischen Märkten ist bereits die vierte Palio-Generation am Start – was nicht heißt, dass Palio Nummer drei von der Bildfläche verschwunden ist. Das Vorgänger-Modell wird als
Fiat Palio Fire Economy weiterverkauft – zum Beispiel in Brasilien.
Das gilt natürlich auch für den
Fiat Siena, der als Sondermodell Fire günstig an den Mann gebracht wird.
Man nehme einen
Fiat Palio Weekend, ein Schlechtwege-Fahrwerk, eine Differenzialsperre an der Vorderachse und diverse Plastik-Anbauteile und fertig ist der Fiat Palio Adventure, mit dem die Gauchos in Argentinien querfeldein unterwegs sein sollen. Je nach ...
... Markt heißt der Kombi fürs Grobe etwas anders. Nueva Palio Adventure in Mexiko und Bolivien oder auch Palio Locker Power in Südafrika. Außerdem gibt es das gute Stück auch noch mit dem Namenszusatz Trekking – ein moderner Name fürs Vorgängermodell mit kleinerem Motor.
Ganz ohne Plastik-Planken wird aus dem Palio Adventure ein normaler Kombi, der ganz klassisch als ...
...
Palio Weekend verkauft wird. In Argentinien, Brasilien und Bolivien zum Beispiel.
Der Fiat Palio mit Stufenheck heißt weltweit ziemlich einheitlich Fiat Siena. Warum ziemlich? Weil man in Russland, Mexico und Rumänien ...
... einen Fiat Albea ordern muss, um die kleine Limousine geliefert zu bekommen. Seit 2002 gibt es den Fiat Siena auch in Nordkorea, wo er aber Pyeonghwa Huiparam heißt.
Noch ein Palio-Ableger: Mit praktischer Ladefläche wird aus dem Palio der
Fiat Strada, der praktisch in allen südamerikanischen Märkten zu haben ist. Der hier stammt aus Argentinien und heißt Fiat Strada Adventure Locker. Adventure steht fürs Schlechtwege-Fahrwerk und die ...
... Plastik-Planken, Locker für die Differenzialsperre an der Vorderachse. Einen Allradantrieb gibt es wie gehabt nicht für Geld und gute Worte. Mit etwas weniger Plastik und kleinerem Motor wird aus dem Adventure der Strada Trekking. Ebenfalls fotografiert in Argentinien.
Brasilianer kennen außerdem noch den Strada Fire Flex (kann auch Ethanol tanken) sowie den Strada Working (mit Doppelkabine).
Und wieder ein alter Bekannter: Der
Fiat Stilo rollte bei uns als Vorgänger des aktuellen Bravo über die Straßen. In Argentinien wird er nach wie vor gebaut.
Da ist er wieder, der
Fiat Uno! Die Karriere des kantigen Minis endete in Deutschland 1993. Nicht aber in Argentinien. Dort wird er bis heute verkauft. Der hier heißt ...
... Fiat Uno Fire, wobei Fire für ein besonderes preisgünstiges Modell steht.
Auch in Brasilien ist der Fiat Uno noch unterwegs, dort aber als Mille Economy, der natürlich auch ...
... mit Ethanol betankt werden kann.
Der würde sich garantiert auch in Deutschland gut verkaufen: Den Fiat Doblo gibt es auch bei uns – allerdings nicht als robusten Doblo Adventure. Den kriegt man nur in Brasilien.
Weniger Uno geht fast nicht: Der Fiat Uno Furgao stammt aus Brasilien und ist das kleinstmögliche Nutzfahrzeug, das die Italiener weltweit anbieten. In China heißt der Lasten-Zwerg Fiat Uno Cargo.
Thema China: Dort sind neben Bravo, 500 und Linea auch noch die bewährten Palio-Modelle zu haben – allerdings nicht in der jeweils aktuellsten ...
... Version, sondern im Look des Vorgänger-Modells.
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