Ein US-Bestseller geht in die nächste Runde. Der
Ford Explorer kommt im Winter 2010 und rollt dann bereits in der fünften Generation zu den Händlern.
Beim ersten Blick auf den neuen Explorer stutzt der Betrachter: Der Ami sieht von vorn verdächtig aus wie ein aufgeblasener
Range Rover Evoque.
Gut, spätestens in der Seitenansicht ist es vorbei mit den Ähnlichkeiten und der Explorer ist auch zwei Nummern größer als der Brite.
Der Wirbel um den Explorer in den USA ist riesig, denn er ist so was wie das Brot- und Butter-SUV der Amerikaner. Er ist groß (exakt fünf Meter lang und fast 2,30 Meter breit) und vor allem billig. Einen
BMW X5 oder eine
Mercedes M-Klasse kann sich längst nicht jeder leisten, ...
... aber ein Explorer für unter 30.000 Dollar (circa 22.500 Euro) geht (fast) immer. Und der
Ford ist sogar eine Klasse größer.
Um die Kundschaft neugierig zu machen, füttert uns Ford seit Monaten mit Mini-Informationen und Bildausschnitten zum Bestseller.
Bisher wuselte ein mehr oder minder großer V8 unter der Haube (zuletzt 4,6 Liter), der zwar wunderbar blubberte, aber soff wie ein Loch.
Die V6-Motoren setzten ebenfalls auf Hubraum (vier Liter durften es gern sein) und waren auch nicht viel genügsamer. Genau das sollen die neuen Motoren viel besser können.
Und, fast unglaublich für die USA: Das Basis-Aggregat hat nur vier Zylinder! In einem SUV! Und dazu aus Europa! Denn der 2,0-Liter-Vierzylinder mit Turbounterstützung (Ecoboost) kommt aus Spanien und leistet 237 PS und 340 Newtonmeter.
Er steht laut Ford nur mit Frontantrieb zur Verfügung. Allrad gibt es nur für Motor Nummer zwei, ein amerikanisch-klassischer Saugmotor mit 3,5-Litern Hubraum und 290 PS, die es auf 343 Nm bringen.
Beide rollen mit einer Sechsstufen-Automatik vor und sollen 30 bzw. 20 Prozent weniger verbrauchen als die Vorgänger. Macht im Fall des Volumenmodells – und das wird der V6 sein – knapp unter zehn Liter auf dem Papier.
Und der Explorer wird (mit Allradantrieb) richtig geländetauglich: Er bekommt das Terrain Response System von
Land Rover, ...
... bei
Ford "Terrain Management System" genannt. Per Drehknopf lässt sich der Antriebsmodus wählen, so wühlt sich der Explorer wohl auch durch groberes Terrain.
Auch bei der Sicherheit hat Ford ordentlich nachgelegt. So sind unter anderem ein Toter-Winkel-Assistent oder eine Geschwindigkeitsregelung mit Abstandswarner zu haben.
Wie schon zahlreiche andere Mitglieder der Ford-Familie profitiert der Fahrer im Explorer künftig vom "My Ford"-Bedienkonzept, das die Bedienung aller wichtigen Funktionen zum Kinderspiel machen soll.
Dabei kann der Fahrer selbst bestimmen, welche Infos er sich ins Zentraldisplay zwischen Tacho und Drehzahlmesser holt, die Steuerung erfolgt über Bedientasten ähnlich wie bei einem Mobiltelefon am Lenkrad oder über Spracheingabe.
Bis zum Winter müssen sich die US-Kunden noch gedulden, dann gibt es den neuen Explorer beim Händler.
Wer jetzt darüber nachdenkt, sich einen Explorer zu kaufen, der muss schon einen Importeur bemühen, denn
Ford hat es 2001 aufgegeben, das Dickschiff nach Europa zu bringen.
Weitere Details sehen Sie, wenn Sie sich durch die Galerie klicken.
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.