Wer sagt, Polizeiautos können nicht cool aussehen? Die amerikanischen Polizei soll demnächst im Ford Interceptor unterwegs sein, der hier noch als Studie zu sehen ist.
Basis für das Cop-Mobil ist das Ford Interceptor Concept, das 2007 auf der Detroit Motor Show stand, es aber nie in die Serienproduktion schaffte.
Jetzt soll der Interceptor ab 2011 die alten Ford Crown Victoria beerben, die nicht nur bei den US-Cops als zu alt, wenig sicher, zu langsam und vor allem zu durstig gelten.
Hinter den Plänen steckt nicht nur Prestige, sondern auch ein lukratives Geschäft: Ford rüstet 75 Prozent der US-Polizei mit Fahrzeugen aus, jedes Jahr werden 45.000 Autos neu in Dienst gestellt.
Wieviel am Ende von der Interceptor-Studie übrig bleibt, ist spannend. Der Entwurf von 2007 war ein viertüriges Muscle-Car im Look der 60er-Jahre.
Der 400 PS starke Fünfliter-V8 des Fünfmeter-Schiffs stammte direkt aus der Ford-Rennabteilung und soll auch mit klimaschonendem Ethanol fahren können.
Doch die Polizei hat ganz andere Anforderungen an die neue Cop-Kutsche. Die soll nicht nur flott, sondern vor allem sicher, zuverlässig und sparsam sein.
Die Basis Interceptor wäre nicht schlecht: Die Studie sieht cool aus. Daneben wirkt der Crown Victoria wie ein echter Dinosaurier.
Die kleinen Scheiben sind allerdings nichts für einen guten Überblick, die fetten Räder am Concept Car natürlich nur Show.
Genau wie das Interieur des Interceptor Concept. Hier schwimmen die Designer voll auf der Retro-Welle ...
... und setzten voll auf Purismus.
So eine Inneneinrichtung dürfte auch Cops erfreuen, ...
... an der Langstreckentauglichkeit der Sitzschalen können allerdings gewisse Zweifel gehegt werden.
Auch hinten sind Sitzschalen verbaut, getrennt durch einen Mitteltunnel, der sich durch das ganze Fahrzeug zieht. Aber es gibt noch mehr Kuriositäten aus dem Polizeidienst, wie unsere Galerie beweist.
So soll der "Rumbler" künftig die New Yorker mit Kopfhörern oder Hörschäden wachrütteln. So heißt der spezielle Vibrationsalarm, mit dem das New York Police Department (NYPD) 157 seiner Einsatzfahrzeuge ausgerüstet hat. Die zusätzlichen Lautsprecher stoßen einen Ton mit besonders niedriger Frequenz aus, der noch in 70 Meter Entfernung die Erde vibrieren lässt.
Doch das NYPD fährt nicht nur Ford Crown Victoria oder Chevy Impala. In New York werden derzeit 40 Nissan Altima mit Hybridantrieb für ein Jahr im Einsatz getestet. Bislang schien es, als sei der Spritverbrauch den US-Gesetzeshütern schnurz.
Die neuen Hybrid-Streifen gurgeln mit knapp sieben Litern auf 100 Kilometer nur halb so Sprit durch wie die Chevys oder Ford.
Mit 25.391 Dollar Kaufpreis pro Fahrzeug kosten die Hybridautos zwar rund 1.500 Dollar mehr als ein neuer Chevrolet Impala. Bürgermeister Bloomberg ist zuversichtlich, dass die Mehrkosten schnell wieder wettgemacht werden.
Abgerechnet wird nach einer einjährigen Testphase. Fällt die positiv aus, geht's den dicken Brummern an den Kragen.
Anderswo gibt es noch weitaus ungewöhnlichere Polizeiautos. Zum Beispiel in England.
Lexus IS-F V8, kein schlechter fahrbarer Untersatz. 5,0-Liter-V8, 423 PS, in 4,8 Sekunden von 0 auf 100, 270 km/h Spitze.
Die Polizei in Humberside hat die japanischen Sportlimousinen angeschafft.
Sie brauchte ein stabiles Auto für ihr immer schwerer werdendes Equipment zur Verkehrsüberwachung, so die offizielle Erklärung. Ob ihre bisherigen Subaru Impreza WRX langsam langweilig wurden?
PCSO Charlotte Whittaker von der Polizei im englischen Sussex ist glücklich über ihren neuen Wagen, weil ihre Sondereinheit für Bürgerkontakt mit dem Kia Soul noch mehr auffällt.
Im englischen Wind und Wetter nicht mehr zu Fuß gehen zu müssen, wird auch nicht ganz unwichtig sein ...
Ulkige Idee der Polizeibehörde im Kreis Mettmann: Ausgewählte Beamte gehen mit einer Polizei-Ape auf Ganovenjagd.
Und sind die bösen Buben mangels Ape-Leistung über alle Berge, knattert sich das motorisierte Dreirad mit einer Werbebotschaft ins Gedächtnis staunender Passanten.
Anfang Juni 2009 übergab Landrat Thomas Hendele (Behördenleiter der Polizei Mettmann) den Schlüssel an Personalwerber Marten Harms.
Während der ersten Einsatzfahrt freundeten sich beide mit dem knapp 10 PS starken Dreirad an.
Der kleine Kult-Laster schafft mit seinem Einzylinder-Zweitaktmotor immerhin Tempo 60. Das reicht, um künftig ...
... als Logistik-Fahrzeug sowie im Versorgungs- und Kurierdienst eingesetzt zu werden.
Nicht alle Gemeinden geben Ganoven die Chance zur Flucht. Hier kommt der ultimative Streifenwagen: Der Carbon E7 soll ab 2012 die US-Polizei mobil machen, angeblich liegen 10.000 Vorbestellungen vor.
Denn künftig sollen die Cops nicht mehr im umgebauten Ford Crown Victoria auf Verbrecherjagd gehen, sondern im Carbon E7. Der stammt von der US-Schmiede Carbon Motors, die bisher vor allem durch die Checker-Taxis bekannt ist.
Weil die alten US-Polizeiwagen bei Verfolgungsjagden nicht durch übermäßige Dynamik auffielen, setzt der Carbon E7 auf pure Power.
Angetrieben wird das schwarz-weiße Monster von einem 304 PS starken Sechszylinder-Diesel, der das 1,8 Tonnen schwere Gerät auf bis zu 250 km/h beschleunigt.
Den Spurt auf Tempo 100 erledigt der E7 in 6,5 Sekunden, die Kraftübertragung übernimmt eine Sechsgang-Automatik.
Die LED in Landesfarben sollen nicht nur auffallen, sondern repräsentieren sicher auch einen Schuss Patriotismus.
Der Rammschutz ist nicht nur zur Zierde da, sondern soll bei Verfogungsjagden den Schutz für die Einsatzkräfte erhöhen.
Zahlreiche Knöpfe für die modernen Einrichtungen zur Kommunikation, ...
... belüftete Sitze für die Cops mit speziellen Einbuchtungen für das Tragen eines Waffengurtes, ...
... Nachtsichtgeräte, ein integrierter Rammschutz rundum, integrierte Überwachungskameras und schusssichere Fenster und Türen machen den E7 zum Albtraum aller bösen Buben.
Während es vorn ausgesprochen modern zugeht, ...
... sind die hinteren Türen gegenläufig angeschlagen, damit Personen in Handschellen besser im Fond untergebracht werden können. Auf Komfort müssen die unfreiwilligen Passagiere weitgehend verzichten: Die Sitze sind auf Hartplastik und komplett abwaschbar, eine Trennwand separiert sie von den Einsatzkräften.
Der E7 wurde nach Vorgaben von Polizei und ...
... Heimatschutzbehörde entwickelt. Scheiben, Türen und der Vorderwagen sind gepanzert.
Ein Polizeifahrzeug muss nicht nur schnell, sondern auch wirtschaftlich sein. Deshalb rollt der Carbon E7 auf einem relativ leichten Alu-Spaceframe und setzt auf den Diesel-Antrieb, der im Vergleich zu einem vergleichbaren Benziner 40 Prozent weniger Kraftstoff schlucken soll.
400.000 Kilometer soll der E7 halten, fast doppelt so lange wie bisher gängige Einsatzfahrzeuge. Das relativiert auch den Grundpreis von etwa 50.000 Dollar. Auch der Einsatz von LED-Technik für die tannenbaumartige Rundumbeleuchtung soll besonders langliebig sein.
"Batman hat ein cooles Auto. Aber unseres ist echt!" Carbon Motors wirbt selbstbewusst für den Streifenwagen der Zukunft.
Dieser Sheriff im Bundesstaat Texas ließ sich vom deutschen Tuner GeigerCars einen 700-PS-Hummer bauen. Die Höchstgeschwindigkeit des Dreitonners liegt bei 250 km/h.
US-Autobauer Chrysler rüstet den aktuellen Dodge Charger/Magnum für den Streifendienst ...
... um. Ein 5.7-Liter-Hemi-V8 leistet satte 368 PS.
Die Stuttgarter Polizei geht mit einem Porsche Cayenne auf Ganovenjagd. Der Großraum-Sportler leistet mindestens 300 PS.
Speziell für die britische Polizei staffiert Mitsubishi den Lancer Evo X mit Blaulicht aus. 280-Turbo-PS wuchten das Einsatzfahrzeug in 5,2 Sekunden auf Tempo 100.
Bei deutschen Gesetzeshütern ist vor allem der Porsche 911 sehr beliebt. Hier ein luftgekühlter Carrera mit 3,6-Liter-Boxermotor und 272 PS.
Tuner Techart liefert das moderne Gegenstück: Ein 911 Carrera S mit getunten 370 PS. Wert: 125.000 Euro.
Für die Initiative "Tune-it-Safe" rüstete Brabus einen Rocket zum Einsatzwagen um. Der Mercedes CLS leitet brutale 730 PS an die Antriebsachse.
Vow wegen süß: Im Brabus Ultimate (Smart-Basis) mit Polizei-Equipment tut ein spezieller Dreizylinder mit 112 PS Dienst.
Den Behöden im US-Bundesstaat Texas steht ein 305 PS starker Ford Mustang mit 4,6-Liter-V8 zur Verfügung.
Am Strand von Waikiki (Honolulu/Hawaii) gehen die Herren Officer ebenfalls mit einem potenten Ford Mustang auf Ganovenjagd.
Streifenwagen-Romantik in Reinkultur: V8-Limo mit Weißwandreifen und Tatütata auf dem Dach.
Auf der südlichen Erdhalbkugel fegt das Gesetz in einem Holden Monaro GTO um die Ecken. Mit einem Siebenliter-V8 unter der Haube leistet der Wolf im Schafspelz enorme 571 PS.
In Bloomfield Hills (Michigan/USA) sind nicht nur die Einwohner gut motorisiert. Die Polizei geht in einer Corvette auf Streife.
Privilegiertere Kollegen lenken einen Cadillac XLR mit 4,6-Liter-V8 und 326 PS.
Bei unseren österreichischen Nachbarn reicht hingegen ein Serien-Smart fortwo für den alltäglichen Kampf um Gerechtigkeit.
Der 325 PS starke Porsche 911 Carrera steht nach sechsmonatiger Testphase im Porsche-Museum in Gmünd. Fazit der österreichischen Polizei: zu wenig Platz.
Krasse Idee: ein Bugatti Veyron mit Blaulicht. Eventuell eine Idee für die Stadt Wolfsburg.
Russische Gesetzeswächter schwören auf die Qualitäten des Porsche Cayenne.
Uriger Polizei-Mini aus England.
In Süditalien geht die Polizei auf der Autobahn Salerno-Reggio Calabria mit einem 500-PS-Lamborghini auf Raserjagd.
Edler Sportschlitten: Pontiac Firebird TransAm mit Police-Schriftzug und flachem LED-Blaulicht.
In den Vierziger und Fünfziger Jahren ging die New Yorker State Police mit Ford auf Verbrecherjagd.
Was für die einen der Porsche 911 ist, ist für die anderen der Nissan Skyline. Japanische Behörden schwören auf die Turbo-Power des rassigen Sportlers.
So stellt man sich in Rumänien ein adäquates Einsatzfahrzeug zur Verfolgung von Rasern vor.
Auch nicht schlecht: Ein Lotus Exige als Polizeifahrzeug.
Mit dem Caparo T1 wird Polizist endlich zu Traumberuf. Der Supersportler wird von einem 2,4-Liter-V8 mit 575 PS befeuert.
Ganz wild treiben es die Behörden in Süd-Korea: Mit über 500 PS geht es im Lamborghini Diablo verboten schnell zur Sache.
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