Kastige Langweiler ade: Ford schickt mit Galaxy und S-Max gleich zwei sportliche Familienvans ins Rennen. Gut sind sie beide.
Obwohl sich die beiden Brüder sehr ähnlich sind, favorisiert Dirk Branke den S-Max: "Er sieht besser aus, ist das spannendere Auto, fährt sich wunderbar und hat auch jede Menge Platz. Der Galaxy ist das Auto für Großfamilien."
Der Galaxy ist ein typischer Van: leicht kastenförmig, kantig und richtig groß – 4,82 Meter lang, 1,96 Meter breit und 1,72 Meter hoch. Mit sieben Sitzen serienmäßig, zu Preisen ab 26.350 Euro. Der S-Max ...
... ist schärfer geschnitten und bestimmt kein Van im klassischen Sinn. Er baut einen Tick kürzer (5,2 cm), schmaler (7,7 cm) und flacher (6,5 cm) als der Galaxy. Fünf Sitze sind Serie, zwei zusätzliche kosten 775 Euro. Grundpreis: 24.625 Euro.
In der dritten Reihe spürt man den Größenunterschied: Die Sitzauflage ist vier Zentimeter kürzer als im Galaxy, das maximale Knickmaß 16 Zentimeter – für Erwachsene ...
... ist es im Galaxy deshalb gemütlicher. Heranwachsende bis etwa 14 fühlen sich in beiden Autos gleich wohl.
In der ersten und zweiten Reihe bieten beide Autos jede Menge Platz, man sitzt entspannt auf bequemen Einzelsitzen. Die Sportsitze – groß, straff und mit viel Seitenhalt – gibt es im S-Max ab "Trend" serienmäßig.
Auch nicht ungemütlich: Die Sitze des Galaxy sind weicher gepolstert als die des schnittigen Bruders. Sie bieten etwas weniger Seitenhalt.
Für den Umzug zwischendurch braucht man in S-Max und Galaxy die Sitze in Reihe zwei und drei nicht mehr mühselig auszubauen, sondern nur noch zusammenzufalten. Das System ...
... ist in beiden Autos identisch und funktioniert auch ohne Probleme.
Herrlich: Der ebene Ladeboden ist große Klasse – in beiden Autos. Das Schluckvermögen ist aber nicht in beiden gleich gut. Der S-Max kann 285–2000 Liter fassen, der Galaxy ...
... großfamilientaugliche 308–2325 Liter.
Fast schon Audi: Das Cockpit wirkt wie aus einem Guß, ist edel gemacht und funktionell tadellos.
Die kleinen Feinheiten: Es sind schöne Details, die im S-Max besonders gefallen. Zum Beispiel die Handbremse in Bügelform ...
... oder das Panoramadach mit Sonnenblenden. Für 785 Extra-Euro schafft es eine luftige Atmosphäre.
Finden Sie den Unterschied! Denn ja, es gibt welche: Die Holzleisten an Tür und Cockpit gibt es nur im Galaxy.
Typisch Familientransporter: Im Galaxy kann in den praktischen Staufächern in der Mittelkonsole eine Menge Kleinkram verstaut werden (Serie in Trend und Ghia). Das Glasdach kostet 765 Euro.
Feine Knöpfchen: Für beide gibt's auf Wunsch Bedienungstasten am Lenkrad.
Gegen Geld geht's weiter: Das große Navi-System kostet 3145 Euro.
Die Fahreigenschaften passen zum Image: Der S-Max fährt vor, nimmt dem Galaxy in Spurt und Elastizität jeweils rund eine Sekunde ab. Außerdem ...
... ist er leichtfüßiger, spritziger – dank präziser Lenkung sowie straffer Federn und Dämpfer.
Noch ein paar Pluspunkte für den S-Max: Er verbraucht weniger (6,8 statt 7,2 Liter Diesel) und bremst mit gleichen Reifen besser. Mit kalten Bremsen steht er nach 37,1 Metern, 2,2 eher als der Galaxy.
Auch der Galaxy liegt für einen Van ausgesprochen handlich und agil. Er ist komfortabel gefedert, aber nicht schaukelig.
Einen Punkt gibt es, in dem der Galaxy den S-Max schlägt: die Höchstgeschwindigkeit. Der S-Max schafft 191 km/h, der Galaxy zwei mehr.
Absolut empfehlenswert: die Zweiliterdiesel. Im S-Max leistet er 130 PS, im 85 Kilo schwereren Galaxy 140. In beiden ...
... präsentiert er sich als laufruhig, leise und durchzugsstark.
Zugeständnisse ans Image: Für den sportlichen S-Max bietet Ford einen 220-PS-Benziner an, beim vernünftigen Galaxy ...
... gibt es dafür einen sparsamen 1,8-Liter-Diesel.
Alles nur Show: Die Lüftungsschlitze sollen den S-Max noch sportlicher aussehen lassen. Sie haben aber keinerlei Funktion.
Auch am Heck: S-Max macht auf schnittig und durchtrainiert. So fallen die Heckleuchten ...
... deutlich schmaler und dynamischer aus als beim gemütlicheren, höher bauenden Galaxy.
Von vorn sehen sich die beiden Ford recht ähnlich. Gut unterscheiden kann man sie im Rückspiegel an den Nebellampen: Die des Familienvans sind groß und viereckig, ...
... die des Sportvans viel kleiner und rund.
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