Zur Homepage

Formel 1: Die schlechtesten Teamwechsel

Formel 1: Die schlechtesten Teamwechsel
Phil Hill 1963 zu A.T.S.: 1963 spaltete sich ein Teil des Ferrari-Teams auf. Manche bleiben der Scuderia treu, viele aber taten sich im Zorn auf Enzo Ferrari zusammen und gründeten das A.T.S.-Team (Automobili Turismo e Sport). Phil Hill ging mit, das Projekt hatte aber nie Erfolg.

Formel 1: Die schlechtesten Teamwechsel
Chris Amon 1970 zu March: Er gilt als bester Rennfahrer, der nie einen Grand Prix gewonnen hat – und damit als größter Pechvogel der Formel 1. Amon fuhr für 14 verschiedene Teams – der absolute Rekord. Immer wieder entschied er sich völlig falsch. Etwa Ende 1969, als er von Ferrari zu March gewechselt ist. Ferrari war das einzige Team, das 1970 Jochen Rindt und Lotus das Wasser reichen konnte.
Formel 1: Die schlechtesten Teamwechsel
Jacky Ickx 1974 zu Lotus: Jacky Ickx war ein Topstar der frühen 70er Jahre, obwohl er nie einen WM-Titel gewann. Nach einer desaströsen Saison 1973, in der Ferrari wegen mangelnder Konkurrenzfähigkeit sogar manche Rennen ausgelassen hat, wechselte Ickx zu Lotus. Kaum war der Belgier weg, entwickelte sich Ferrari wieder zur WM-Truppe.
Formel 1: Die schlechtesten Teamwechsel
Emerson Fittipaldi 1976 zu Copersucar: 1972 für Lotus und 1974 für McLaren holte sich Emerson Fittipaldi jeweils den WM-Titel. Vor der Saison 1976 dann die Sensation: Fittipaldi verlässt McLaren und geht stattdessen zum Copersucar-Team, das seinem Bruder Wilson Fittipaldi gehört, aber im Mittelfeld herumkrebst. Fittipaldi begründet: „Die Chance, mit einem brasilianischen Auto Erfolg zu haben ist mir mehr Wert, als mit einem Topauto einen dritten Titel zu holen.“ Mit Copersucar gewann Fittipaldi keinen Grand Prix mehr.
Formel 1: Die schlechtesten Teamwechsel
Hans-Joachim Stuck 1979 zu ATS: Hans-Joachim Stuck hatte zwei Chancen zum Durchbruch seiner F1-Karriere. 1975 holte McLaren statt Stuck doch noch dessen deutschen Landsmann Jochen Mass. Aber 1979 hatte Stuck die große Chance, als ihm ein Angebot von Williams vorlag. Doch der Rennstall von Frank Williams balancierte damals Jahr für Jahr am Abgrund und am finanziellen Ruin vorbei. Ausgerechnet ab 1979 gelang Williams dank arabischen Sponsorgelder der Aufstieg zu einem Formel-1-Toprennstall. Aber da hatte sich Stuck schon für das deutsche ATS-Team entschieden... 
Formel 1: Die schlechtesten Teamwechsel
Jean Alesi 1991 zu Ferrari: Jean Alesi unterschrieb für die Saison 1991 drei Verträge! Einen Kontrakt mit Tyrrell hatte der Franzose, aber er wusste: Mit Tyrrell würde er nie Rennen gewinnen können. Also unterschrieb er einen Kontrakt mit Williams. Der sollte in Silverstone verkündet werden. Doch Frank Williams witterte plötzlich die Chance, Ayrton Senna zu verpflichten und ließ Alesi zappeln. Der fürchtete, zwischen Stuhl und Bank zu fallen und ging stattdessen zu Ferrari. Mit Williams hätte Alesi die Chance auf den Titel gehabt...
Formel 1: Die schlechtesten Teamwechsel
Olivier Panis 1994 zu Ligier: Olivier Panis wäre 1994 beinahe Teamkollege von Michael Schumacher bei Benetton geworden. Aber als der Franzose 1993 zu einem Test eingeladen wurde, sagte er ab. Er wollte sich stattdessen auf den Gewinn des Formel-3000-Titels konzentrieren. Panis‘ Job bekam daher Jos Verstappen und er musste sich mit einem Platz im Mittelfeldteam Ligier begnügen.
Formel 1: Die schlechtesten Teamwechsel
Damon Hill 1997 zu Arrows: Williams hat in den 90er Jahre alle Weltmeister verloren: Nigel Mansell in die IndyCar, Alain Prost in die Rente, Jacques Villeneuve an BAR und Damon Hill an Arrows. Als amtierender Weltmeister ging der Brite zu einem absoluten Hinterbänklerteam. Trotz Verhandlungen mit Benetton und vor allem McLaren. Aber Arrows zahlte mehr Geld.
Formel 1: Die schlechtesten Teamwechsel
Jacques Villeneuve 1999 zu BAR: Mit Williams Weltmeister suchte Jacques Villeneuve 1999 eine neue Herausforderung. Sein Manager Craig Pollock kaufte mit einem Konsortium, dem auch Villeneuve selbst angehörte, das Tyrrell-Team und formte daraus BAR. Die Ziele waren wohl zu euphorisch. Craig Pollock: „Wir haben so viel Geld, dass wir uns jeden Fahrer kaufen können – von Michael Schumacher bis Jacques Villeneuve.“ Statt Siege im ersten Jahr blieb BAR 1999 punktlos und Villeneuve bis zu seinem letzten Grand Prix sieglos.
Formel 1: Die schlechtesten Teamwechsel
Jacques Villeneuve 2001 bei BAR: Die erste Chance, BAR zu verlassen, hatte Villeneuve 2001. Benetton bemühte sich um die Dienste des Kanadiers. Gerade hatte Renault das Team gekauft um es zu einem neuen Toprennstall aufzubauen. Aber Villeneuve blieb aus Verbundenheit zu Pollock bei BAR. Und weil er glaubte, dass mit der immer größer werdenden Honda-Unterstützung BAR endlich zu einem Erfolgsprojekt werden könnte.
https://i.auto-bild.de/ir_img/2/1/8/7/7/2/7/Formel-1-Die-schlechtesten-Teamwechsel-1200x800-5859e3111e1d3c02.jpg
Fernando Alonso 2008 zu Renault: Eigentlich hatte Fernando Alonso einen mehrjährigen Vertrag mit McLaren. Doch der Zoff mit Lewis Hamilton ließ den Vertrag schon nach einem Jahr wieder bröckeln. Alonso hatte Angebote von Red Bull und Honda – beides Teams, die um die Vergabe von Siegpokale keine Rolle spielten, wenig später aber den Durchbruch schafften. Alonso ging stattdessen zurück zu Renault – einem Rennstall in der Abwärtsspirale.
https://i.auto-bild.de/ir_img/2/1/8/7/7/2/7/Formel-1-Die-schlechtesten-Teamwechsel-1200x800-2110663081bd0efe.jpg
Fernando Alonso 2015 zu McLaren: Fünf Jahre lang gewann Fernando Alonso zwar immer wieder Rennen für Ferrari, war 2010 und 2012 auch knapp am Titel dran, aber der ganz große Erfolg blieb aus. Immer mehr verkrachte sich der Spanier mit dem Management. Daher ging er 2015 zu McLaren, fährt seither aber hinterher.