Gelände oder Boulevard: Von einem SUV wird erwartet, dass es sich in beiden Welten spielend zurechtfindet. Klar ist aber auch, dass sich der neue
Audi Q3 in den allermeisten Fällen mit Asphalt unter den Rädern fortbewegen wird.
Deswegen können sich die künftigen Eigner des kleinen Geländewagens auch über Annehmlichkeiten wie Lane Assist, Side Assist und Parkassistent freuen.
AUTO BILD konnte sich in Zürich ans Steuer eines 2.0 TDI mit 177 PS und Siebengang-Doppelkupplungs-Automatik setzen.
Der erste Fahreindruck: Der Q3 schaltet ruckellos, beschleunigt auch bergauf sehr zügig (auf flacher Strecke laut Hersteller von 0 auf 100 in 8,2 Sekunden) und liegt auch in engen, scharfen Kurven ruhig und gelassen auf der Straße.
Redakteur Michael Quandt fühl sich wohl im Audi Q3, dessen Verbrauch mit 5,9 Litern auf 100 Kilometern angegeben wird. Beim Spritsparen hilft die Start-Stopp-Automatik an der Ampel und ein System zur Batterieladung beim Bremsen und Rollen (Rekuperation). Beides ...
... ist übrigens im Gegensatz zu den ganzen anderen technischen Extras serienmäßig.
Fast jede Lücke passt: Von außen wirkt der Q3 mit 4,39 Meter Länge und 1,83 Meter Breite nicht besonders wuchtig. Der quer ...
... eingebaute Motor verschafft dem Q3 aber im Innenraum überraschend viel Platz.
Selbst mit 1,90 Meter Größe ist auch auf der Rückbank genügend Platz für Kopf und Beine. Allerdings könnte die Sitzposition etwas höher sein, da sind die SUVs einiger Mitbewerber komfortabler.
Das Cockpit überrascht nicht, alles typisch Audi. Hartplastik gibt es im Griffbereich nicht. Bei Radio und Navi entdecken wir Elemente des A1.
Der Kofferraum (460 Liter) fasst bei umgeklappter Rückbank 1365 Liter, und da man die Lehne des Beifahrersitzes auch noch komplett nach vorne kippen kann, passen auch die längsten Regalpakete aus gelb-blauen Möbelmärkten rein. Was stört, ...
... ist die gut zwei Handbreit hohe Ladekante und der tiefe Absatz dahinter. Sperrige Einkaufstüten oder schwere Getränkekisten müssen rückenfeindlich über diese Hürde gewuchtet werden.
Kommen wir zum Preis: Das Einstiegsmodell mit 2-Liter-Motor, Frontantrieb und 6-Gang-Schaltgetriebe ist ab 29.900 Euro zu haben und damit rund 7000 Euro günstiger als der Basis-
Q5. Das von AUTO BILD gefahrene Quattro-Modell ...
... kommt in der Grundausstattung schon auf 36.800 Euro. Mit ein paar Extras stehen am Ende locker 45.000 Euro oder mehr auf der Rechnung. Wen das alles nicht abschreckt, sollte schnell zum Händler gehen: Wer jetzt bestellt, soll seinen Q3 Mitte November 2011 ausgeliefert bekommen.
Fazit von Redakteur Michael Quandt: Das sportliche Design und der Mut zu neuen bunten Farben – wie bei unserem Wagen samoaorange – gefallen. Positiv überrascht haben das große Platzangebot auch auf der Rückbank und die vielen (wenn auch sehr teuren) Fahrassistenzsysteme. Allerdings ...
... wäre eine höhere Sitzposition für den bequemeren, rückenfreundlicheren Ein- und Ausstieg schön gewesen. Insgesamt präsentiert sich der Audi Q3 als tolles Auto für junge Familien – wenn sie es sich denn leisten können. Wertung: vier von fünf möglichen Sternen.
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