Ab Herbst werden die ersten Klimaanlagen von Neuwagen mit dem umweltfreundlichen, aber gefährlichen Kältemittel HFO-1234yf befüllt. Professor Andreas Kornath von der Uni München hat für AUTO BILD die gefährliche Wirkung von Fluorwasserstoffgas auf Hautgewebe untersucht. Er erklärt: "Schon eine handtellergroße Benetzung der Haut kann tödlich enden."
An einem Schweinekopf vom Metzger soll die Wirkung der Chemikalie auf Hautgewebe demonstriert werden. In dem Experiment wird der Schweinekopf zunächst unter dem Abzug des Versuchslabors aufgebaut ...
... und dann dreimal für je zehn Sekunden mit Fluorwasserstoff begast.
Der Kopf hat sich nach der Begasung grau-schwarz verfärbt – das Gas hat die Haut schwer geschädigt. Bei lebendem Gewebe würde die Reaktion noch heftiger ausfallen.
Die bei dem Versuch verwendete Menge Flurwasserstoff ist vergleichsweise gering. Bei einem Unfall entsteht laut Professor Kornath mehr Flusssäure.
Experimente der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) haben gezeigt, dass das Kühlmittel HFO-1234yf etwa bei einem Auffahrunfall auf heiße Motorteile gelangen kann und sich dort zu Flusssäure zersetzt.
Bei einem Versuch der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gelangte die entstandene gasförmige Flusssäure über die Lüftung in das Wageninnere.